Wirt­schafts­wo­che — Bring Your Own Device ist nie sicher, auch nicht mit Mobi­le Device Manage­ment (MDM)

Die Wirt­schaft­wo­che setzt in Ihrer aktu­el­len Aus­ga­be 0313 auf dem Titel mit der Schlag­zei­le ‘Fal­sche Freun­de — 88 Smart­pho­ne-Apps im Sicher­heits­Check: die fie­sen Tricks der popu­lärs­ten Hel­fer­lein’ ein Aus­ru­fe­zei­chen! Das­sel­be sagen wir bei Pre­tio­so ja schon lan­ge. Der Arti­kel in der Zei­tung trägt dann die sehr zutref­fen­de Bezeich­nung ‘Sträf­li­che Igno­ranz’ und eröff­net mit der Feststellung:

Der boo­men­de Ein­satz pri­va­ter Smart­pho­nes in Unter­neh­men reißt schwe­re Sicherheitslücken.

Abge­se­hen von der Tat­sa­che, dass wir dies noch nicht als Boom sehen — sehr vie­le Unter­neh­men sind sich der Pro­ble­ma­tik sehr wohl bewusst — ist es erfreu­lich, dass die Auf­merk­sam­keit der Öffent­lich­keit immer häu­fi­ger auf die gra­vie­ren­den Risi­ken von Bring Your Own Device (BYOD) gelenkt wird. Die Leser des Pre­tio­so Blog wis­sen, dass wir seit Beginn der Dis­kus­sio­nen über das mit ’schwach­sin­nig’ noch wohl­wol­lend posi­tiv bewer­te­te BYOD-The­ma vor BYOD gewarnt haben. Und wir wer­den dies wei­ter tun.

Wenn Sie das The­ma inter­es­siert, kön­nen Sie ja ein­mal den Tea­ser zum Arti­kel auf der Web­sei­te der Wirt­schafts­wo­che lesen — Whats­App, Face­book, Sky­pe — Sicher­heits­ex­per­ten raten von Schnüf­fel-Apps ab. Dies ist die Basis vie­ler Bei­trä­ge im Inter­net, die sich auf den Arti­kel gestürzt haben. Den gan­zen Arti­kel lesen? Bloss nicht, kos­tet ja was! Ich emp­feh­le Ihnen trotz­dem den Arti­kel zu kau­fen, denn er macht nach­denk­lich, sehr nach­denk­lich sogar, wenn man das The­ma noch nicht genau kennt.

Er bringt das Pro­blem klar und holz­schnitt­ar­tig auf den Punkt. Die Autoren Jür­gen Ber­ke und Tho­mas Kuhn eröff­nen mit einem ein­präg­sa­men Bild

In der Ruh­mes­hal­le der Meis­ter­spio­ne wird Jan Koum einen Logen­platz bekom­men. Denn dem 36-jäh­ri­gen Chef des kali­for­ni­schen Mobil­funk-Star­tups Whats­App ist gelun­gen, wovon Geheim­agen­ten ein Leben lang träu­men: ein­Pro­dukt zu ent­wi­ckeln, das Men­schen der­art fas­zi­niert, dass sie, um es zu nut­zen, selbst intims­te Daten preisgeben.

und legen hier­mit den Fin­ger mit­ten in die Wun­de, indem sie ihre Kri­tik auf eine der schlimms­ten Apps, die je erfun­den wur­den, rich­ten. Ergän­zend weist einer der Autoren, Tho­mas Stöl­zel, in einem gut recher­chier­ten Essay auf das grund­le­gen­de Pro­blem der Platt­for­men hin: ‘APPLE VERSUS GOOGLE — Kon­trol­le ist bes­ser — War­um sich Nut­zer von iPho­ne und iPad bes­ser gegen Schnüf­fel-Apps schüt­zen können.’

Eine Sei­te stellt klar und über­sicht­lich das grenz­wer­ti­ge Ver­hal­ten der belieb­tes­ten 88 Android-Apps dar, nie­mand kann nach dem Lesen des Bei­tra­ges noch sagen, er oder sie wuss­te nicht, wie schlimm das alles ist. Die Autoren wei­sen aller­dings zu Recht auf das grund­le­gen­de Pro­blem hin:

Lai­en haben kaum Chan­cen, sich gegen Daten­trans­fers zu schützen.

Dies stimmt zwar unein­ge­schränkt, die Lösung wird aber im oben schon zitier­ten Bei­trag APPLE VERSUS GOOGLE gege­ben, denn sie ist sehr ein­fach: Statt Android-Gerä­te iOS-Gerä­te kau­fen! Die sind deut­lich siche­rer. Ob dies in einem Land wo Geiz geil ist eine durch­setz­ba­re Emp­feh­lung ist, sei dahin­ge­stellt — Android-Gerä­te sind ein­fach bil­lig. Fakt ist aber, dass jeder Anwen­der — egal ob beruf­lich oder pri­vat — mit Apple und Black­Ber­ry immer bes­ser bera­ten ist als mit Android.

Vor die­sem Hin­ter­grund wird im Arti­kel sehr gut ver­ständ­lich aus­ge­führt, war­um Bring Your Own Device für Fir­men inak­zep­ta­bel ist. Zutref­fend füh­ren die Autoren aus, was gegen Bring Your Own Device (BYOD) spricht:

Bring your own device“ (Byod) nen­nen IT-Exper­ten den Trend, der die Schutz­wäl­le um die Fir­men-IT so löch­rig wie Schwei­zer Käse macht. …

Die Fir­men ent­las­ten so zwar kurz­fris­tig ihr IT-Bud­get, weil sie die Anschaf­fungs­kos­ten für Smart­pho­nes, Tablet-Com­pu­ter und Lap­tops auf die Beschäf­tig­ten abwäl­zen. Doch damit wächst die Gefahr, dass sich die Mit­ar­bei­ter auch Apps her­un­ter­la­den, die sen­si­ble Unter­neh­mens­da­ten abgreifen.

Dem ist nichts hin­zu­zu­fü­gen. Genau so ist es.

Es gibt im Bei­trag auch ein Essay über Mobi­le Device Manage­ment (MDM). Hier merkt man aller­dings, dass die­ses nur zur The­men­ab­run­dung geschrie­ben wur­de, kom­pe­tent und sau­ber recher­chiert ist es nicht. Nichts­des­to­trotz: Wenn Sie am The­ma inter­es­siert sind ist die Wirt­schafts­wo­che die­se Woche ein kla­rer Kauftipp.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zu mobi­len The­men haben, fra­gen Sie uns bit­te. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Die Leser, die glau­ben, dass die­ser Bei­trag auch für Ihre Freun­de und Bekann­ten inter­es­sant ist, emp­feh­len ihn bit­te auf Twit­ter, Face­book oder Goog­le wei­ter. Zuletzt: Beant­wor­ten Sie bit­te unse­re drei Fra­gen am Ende die­ses Bei­tra­ges. Vie­len Dank!


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Ein Kommentar

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  1. […] die­se ist, haben wir in vie­len Bei­trä­gen hier im Blog ange­spro­chen, zuletzt im Bei­trag Wirt­schafts­wo­che — Bring Your Own Device ist nie sicher, auch nicht mit Mobi­le Device Mana­ge.… Noch grö­ßer ist die Bedro­hung durch die größ­te Smart­pho­ne­marke im Android-Markt, […]

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