War­um gab es 2014 weni­ger Bei­trä­ge im Pre­tio­so Blog

2014 habe ich immer wie­der Anfra­gen erhal­ten, war­um ich so weni­ge Arti­kel schrei­be. Zuerst: Das hat mir auch leid getan. Aber 2014 war für Pre­tio­so ein sehr erfolg­rei­ches Jahr, wir sind von Anfra­gen förm­lich über­rollt wor­den! Immer mehr Anwen­der haben erkannt, dass ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen, spe­zi­ell im Secu­ri­ty-Umfeld wie dies bei Mobi­le Device Manage­ment der Fall ist, mehr als frag­wür­dig sind und das Daten­schutz und Sicher­heit nur mit durch­gän­gig aus Deutsch­land und Euro­pa kom­men­den Ange­bo­ten umge­setzt wer­den kön­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund muss­ten wir die­ses star­ke Wachs­tum bewäl­ti­gen, was zu Las­ten des Blogs ging.

Wie immer kommt dann auch alles auf ein­mal. Ich hat­te mich 2014 ent­schie­den mein Enga­ge­ment an der Uni­ver­si­tät Frei­burg als Lehr­be­auf­trag­ter zu ver­grö­ßern, ich hat­te 2013 hier­über schon im Bei­trag Lehr­auf­trag von der Uni Frei­burg — Busi­ness-​Mo­bi­li­ty für Stu­den­ten berich­tet. Alles in allem nimmt eine sol­che Ver­an­stal­tung rund eine Woche mei­ner Zeit in Anspruch, was dann in ande­ren Berei­chen ein­ge­spart wer­den muss.

Last but not least haben wir 2014 die Akti­vi­tä­ten in den USA ver­stärkt, da auch in die­sem Markt mitt­ler­wei­le ein inten­si­ves Inter­es­se an The­men wie Daten­schutz und deut­schen Sicher­heits­lö­sun­gen besteht. Im Zuge die­ser Akti­vi­tä­ten habe ich bei­spiels­wei­se im Okto­ber 2014 einen Vor­trag zu Daten­schutz und den Unter­schie­den zwi­schen Deutsch­land und den USA an der Uni­ver­si­ty of South Flo­ri­da gehalten,

Daten­schutz ist 2015 wich­ti­ger denn je — gera­de nach dem schreck­li­chen Atten­tat von Paris. Es ist schlimm wie das Atten­tat reflex­ar­tig den Ruf nach Vor­rats­da­ten­spei­che­rung und ande­ren frei­heits­ge­fähr­den­den Maß­nah­men des Staa­tes ange­sto­ßen hat. Da wird die NSA von Innen­mi­nis­ter und Ver­fas­sungs­schutz­prä­si­dent en pas­sant mal schnell wie­der als not­wen­dig für die Sicher­heit Deutsch­lands und Euro­pas hoch­sti­li­siert — was für ein Schwach­sinn! Die gesam­te Daten­schnüf­fe­lei der US-Behör­den hat nach­weis­lich noch nicht ein Atten­tat ver­hin­dert, statt des­sen aber mil­li­ar­den­fach die Frei­heits­rech­te der Men­schen die­ser Welt beeinträchtigt.

Hans Ulrich Jör­ges hat in sei­nem lesens­wer­ten Zwi­schen­ruf „Ame­ri­kas Ver­ir­run­gen” im stern 01/​2015 auf die­se frag­wür­di­gen Mecha­nis­men vor dem Ter­ror von Paris dezi­diert hin­ge­wie­sen. Die Poli­tik der USA sind Ursa­che vie­ler Pro­ble­me der Gegen­wart, die per­ma­nen­ten Daten­schutz­ver­stö­ße wer­den ja ganz maß­geb­lich durch die Bedro­hung durch das Böse legi­ti­miert. Die Mei­nung, dass es ohne die Ver­ir­run­gen der ame­ri­ka­ni­schen Poli­tik im mitt­le­ren Osten (und in Russ­land und und und …) kei­ne ter­ro­ris­ti­sche Bedro­hung geben wür­de ver­dient zumin­dest Beach­tung. Huhn oder Ei ist hier wie­der ein­mal die Frage.

In die­sem Sin­ne wün­sche ich Ihnen ein fried­fer­ti­ges 2015 — wir lesen uns wie­der öfter. Versprochen!


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