Mobi­le Device Manage­ment (MDM) muss aus Euro­pa kom­men — Doch wie erkennt man das?

Der Markt für Mobi­le Device Manage­ment (MDM) bie­tet eine Viel­zahl von ame­ri­ka­ni­schen Lösun­gen, die aus diver­sen Grün­den die denk­bar schlech­tes­te Wahl sind. Regel­mä­ßi­ge Leser des Pre­tio­so-Blog wis­sen, dass ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen grund­sätz­lich unsi­cher sind, wesent­li­che Argu­men­te hier­zu fin­den Sie im Bei­trag MDM Essen­ti­als — Risi­ken von Mobi­le Device Manage­ment aus den USA und Kana­da.

Aber dies ist nicht der ein­zi­ge Grund. Genau­so wich­tig ist für den MDM-Nut­zer das The­ma ‘Sup­port’ — viel wich­ti­ger als bei den meis­ten ande­ren Lösun­gen, da Pro­ble­me und Aus­fäl­le der mobi­len Infra­struk­tur mitt­ler­wei­le regel­mä­ßig viel gra­vie­ren­der und sys­tem­kri­ti­scher sind als der Aus­fall sta­tio­nä­rer Kom­po­nen­ten. Sup­port für ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen erfolgt regel­mä­ßig über 3 Zeit­zo­nen, Details hier­zu fin­den Sie im Bei­trag Mobi­le Device Manage­ment (MDM) — Der Sup­port macht den Unter­schied.

Ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen wer­den in Deutsch­land regel­mä­ßig von Wie­der­ver­käu­fern ver­trie­ben, die oft wenig bis kei­ne MDM-Kom­pe­tenz haben. Noch gra­vie­ren­der ist aller­dings, dass die Wie­der­ver­käu­fer regel­mä­ßig kei­nen leis­tungs­fä­hi­gen Sup­port hier in Euro­pa erhal­ten kön­nen, denn die Phi­lo­so­phie der meis­ten ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ter ist, dass sie zwar loka­le Ver­triebs­un­ter­stüt­zung bie­ten, den Sup­port aber zen­tral aus den USA anbie­ten, was eine Zeit­ver­schie­bung von 6–9 Stun­den bedeu­tet und regel­mä­ßig noch viel län­ger wer­den kann, da vie­le ame­ri­ka­ni­sche Anbie­ter ihre Ent­wick­lung nach Fern­ost aus­ge­la­gert haben.

Wenn Sie sich vor die­sem Hin­ter­grund nun auf die Suche nach einer deut­schen oder euro­päi­schen Lösung machen wol­len, wird es lei­der erst rich­tig kom­pli­ziert. Denn in kei­nem Bereich der IT wird der­zeit mehr — bewusst! — gelo­gen als im Bereich MDM. Dies ist nicht nur bedenk­lich son­dern auch gefähr­lich für die vie­len Anwen­der, die gezielt kei­ne ame­ri­ka­ni­sche Lösung mit all ihren Nach­tei­len anschaf­fen wol­len.

Wir wer­den fast täg­lich damit kon­fron­tiert, dass uns Inter­es­sen­ten mit­tei­len, dass sie ja noch eine ande­re deut­sche MDM-Lösung von der Fir­ma X oder Y gesto­ßen sind. Wenn wir dann sagen, dass die­ses Ange­bot an Betrug grenzt, sind unse­re Gesprächs­part­ner regel­mä­ßig sehr erstaunt und glau­ben es manch­mal zunächst nicht.

Im MDM-Markt ist näm­lich mitt­ler­wei­le eine Unsit­te ein­ge­ris­sen, die die poten­ti­el­len Anwen­der bewusst irre­füh­ren soll. Zahl­rei­che Anbie­ter sug­ge­rie­ren, dass Sie der Anbie­ter einer deut­schen oder euro­päi­schen MDM-Lösung sei­en, weil die Anbie­ter von MDM-Lösun­gen mitt­ler­wei­le ver­stan­den haben, dass dies von vie­len Anwen­dern als Vor­teil gese­hen wird.

Tat­säch­lich bie­ten sehr vie­le die­ser deut­schen Anbie­ter aber kei­ne deut­sche oder euro­päi­sche Lösung an, son­dern eine auf sie gebran­de­te Lösung eines ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ters! Ja, das ist unse­ri­ös, schnell ist die Gren­ze zum Betrug über­schrit­ten. Aber Sie kön­nen sich schüt­zen.

Vor dem Hin­ter­grund der mitt­ler­wei­le oft nicht mehr seriö­sen Ver­hal­tens­wei­sen im MDM-Markt emp­feh­len wir Ihnen von deut­schen Anbie­tern, die behaup­ten, eine deut­sche oder euro­päi­sche Lösung anzu­bie­ten, folgn­de Bestä­ti­gun­gen und Nach­wei­se zu ver­lan­gen:

  • Las­sen Sie sich expli­zit bestä­ti­gen, dass der Anbie­ter der Her­stel­ler der Lösung ist bzw. die Lösung für einen Her­stel­ler aus Deutsch­land oder Euro­pa ver­treibt
  • Ver­lan­gen Sie den Nach­weis, dass der Her­stel­ler beweis­bar kei­ne geschäft­li­che Ein­heit in den USA betreibt — selbst eine Nie­der­las­sung unter­wirft den Anbie­ter unein­ge­schränkt der bedin­gungs­lo­sen Kon­trol­le durch ame­ri­ka­ni­sche Behör­den gemäß Patri­ot Act und kom­pro­mit­tiert die Sicher­heit der Lösung so stark, dass sie unbe­nutz­bar ist.
  • Las­sen Sie sich expli­zit bestä­ti­gen, dass die Lösung nie­mals im Besitz eines ame­ri­ka­ni­schen Unter­neh­mens gewe­sen ist, denn ansons­ten ist die Lösung sicher­heits­tech­nisch kom­pro­mit­tiert. Es gibt sol­che Lösun­gen, die dann auch noch beson­ders aktiv als Lösung nach deut­schem Daten­schutz pro­mo­tet wer­den!

Wir haben in unse­rem Bei­trag MDM-​Es­sen­ti­als — Mobi­le Device Manage­ment: Wie macht man einen Ver­gleich? vor 10 Mona­ten auf unse­re Link­lis­te zum The­ma auf­merk­sam gemacht, die mitt­ler­wei­le über tau­send­mal von unse­ren Lesern ange­for­dert wur­de und auch noch nach 10 Mona­ten ein guter Ein­stieg in das The­ma sein kann, auch wenn wir die Lis­te seit­dem nicht aktua­li­siert haben. Wenn Sie inter­es­siert sind — ein­fach auf Link­liste kli­cken.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zum The­ma Mobi­le Device Manage­ment haben, fra­gen Sie uns bit­te. Wir bera­ten vie­le Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen zu allen Fra­gen rund um die Mobi­li­ty und zukünf­tig gern auch Sie. Las­sen Sie bit­te auch Ihre Face­book-Freun­de, Goog­le-Kon­tak­te und Twit­ter-Fol­lower wis­sen, wie man eine siche­re nicht aus den USA stam­men­de MDM-Lösung fin­det. Denn das soll­te jeder wis­sen, der oder die sich mit dem The­ma aus­ein­an­der­setzt oder aus­ein­an­der­set­zen muss!


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