Mobi­le Device Manage­ment (MDM) im Kran­ken­haus und Gesund­heits­we­sen

Aus unse­rem All­tag wis­sen wir, dass das The­ma Mobi­le Device Manage­ment (MDM) zuneh­men­de Bedeu­tung im Gesund­heits­we­sen gewinnt. Unse­re Anwen­der­ba­sis von datomo Mobi­le Device Manage­ment in die­sem Sek­tor ist in den letz­ten Mona­ten stark gewach­sen, denn in kaum einem ande­ren Bereich des Lebens hat Daten­schutz eine höhe­re Bedeu­tung, wodurch für den Bereich Gesund­heits­we­sen ame­ri­ka­ni­sche MDM-Lösun­gen regel­mä­ßig aus­schei­den, weil die­se grund­sätz­lich nicht die Bedin­gun­gen deut­schen Daten­schut­zes erfül­len und deren Ein­satz dadurch in vie­len Sze­na­ri­en schlicht rechts­wid­rig ist. Wenn Sie mehr wis­sen wol­len, war­um ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen nicht deut­schem Daten­schutz ent­spre­chen und des­halb nicht für die Ver­ar­bei­tung von Daten, die dem Daten­schutz­ge­setz und den Vor­schrif­ten im Gesund­heits­be­reich unter­lie­gen, zuläs­sig sind, geben Sie oben links im Such­feld ein­fach „Patri­ot Act” ein. Oder star­ten Sie mit dem Arti­kel MDM Essen­ti­als — Risi­ken von Mobi­le Device Manage­ment aus den USA und Kana­da.

Wir stel­len immer wie­der fest, dass es im Gesund­heits­sek­tor ein gesun­des Bewusst­sein für die Bedeu­tung des Daten­schut­zes und den seriö­sen Umgang mit per­sön­li­chen Daten und Pati­en­ten­da­ten gibt. Das ist gut so und für das Ver­trau­en in das Sys­tem von exis­ten­ti­el­ler Bedeu­tung. Die hohen Daten­schutz­an­for­de­run­gen im Gesund­heits­be­reich sind den dort han­deln­den durch­gän­gig bewusst und wer­den des­halb auch bei der Aus­wahl des MDM-Sys­tems immer mit bedacht.

Aller­dings begeg­net uns mitt­ler­wei­le an vie­len Stel­len ein Pro­blem, dass in gewis­ser Wei­se bizarr ist. Uns wird immer wie­der berich­tet, dass man sich mit dem The­ma Bring Your Own Device (BYOD) beschäf­ti­gen müs­se. Bei genau­em Nach­fra­gen ist der Grund in den meis­ten Fäl­len, dass die Chef­ärz­te und lei­ten­den Ärz­te ihre eige­nen — zum Teil exo­ti­schen — mobi­len End­ge­rä­te im Kli­nik­netz ver­wen­den wol­len. Wäh­rend es mir in Unter­neh­men immer und schnell gelingt, den Ver­ant­wort­li­chen die Risi­ken und Gren­zen von BYOD auf­zu­zei­gen, ist dies bei man­chem Chef­arzt schlicht unmög­lich, was ich vor eini­gen Mona­ten so noch nicht geglaubt hät­te.

So sag­te mir ein lei­ten­der Arzt vor ein paar Wochen gera­de her­aus: „Mag sein, dass das so ist wie Sie (ich — KD) sagen. Aber das ist mir kom­plett scheiss­egal. Ich will die­se Tablets (von einem exter­nen Unter­neh­men kos­ten­los bereit­ge­stellt) ver­wen­den und ich wer­de sie ver­wen­den. Die Ein­wän­de von Ihnen und der Ver­wal­tung sind mir kom­plett egal. Sor­gen Sie für die Sicher­heit, die vor­ge­schrie­ben ist, das ist ihr Job.”

Bis zu die­sem Gespräch hät­te ich eine sol­che Mischung aus aso­zi­al und inkom­pe­tent in der Per­son eines lei­ten­den Arz­tes nicht für mög­lich gehal­ten, doch ich wur­de eines bes­se­ren belehrt. Ich teil­te ihm dies auch im Klar­text mit, was ihm nicht gefiel. Ich bin mit die­ser Ein­rich­tung auch wei­ter im Gespräch. Mir tun die Ver­ant­wor­tungs­trä­ger dort in Ver­wal­tung und IT sehr leid, denn die Zusam­men­ar­beit mit sol­chen igno­ran­ten Gestal­ten ist alles ande­re als ange­nehm.

Um es auf den Punkt zu brin­gen: Bring Your Own Device ist schon in nor­ma­len Unter­neh­men abzu­leh­nen, was Sie unter Alles zu BYOD hier im Blog nach­le­sen kön­nen. Im Gesund­heits­we­sen ste­hen die spe­zi­fi­schen Vor­schrif­ten und Geset­ze einem BYOD-Kon­zept noch weit stär­ker im Weg, aus Grün­den des Daten­schut­zes ist für uns bis heu­te kein ein­zi­ges der uns bis­her zur Kennt­nis gebrach­ten Kon­zep­te in der Lage gewe­sen die recht­li­che Lage im Gesund­heits­we­sen ange­mes­sen abbil­den zu kön­nen.

Wenn Sie Fra­gen zu den Details haben, die einem BYOD-Kon­zept im Gesund­heits­we­sen ent­ge­gen ste­hen, fra­gen Sie uns bit­te. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Wenn Sie mei­nen, dass auch Ihre Freun­de und Bekann­ten am The­ma MDM im Gesund­heits­we­sen haben, emp­feh­len Sie die­sen Bei­trag bit­te auf Goog­le, Twit­ter oder Face­book wei­ter. Und beant­wor­ten Sie bit­te unse­re drei Fra­gen am Ende des Bei­tra­ges. Vie­len Dank!


Ande­re inter­es­san­te Bei­trä­ge:
MDM-Essen­ti­als — Mobi­le Device Manage­ment und iOS 6 — Was ist neu in iOS6?
Das neue iPho­ne 5 ist seit weni­gen Stun­den da und es ver­kauft sich — völ­lig über­ra­schend 😉 — mal wie­der wie geschnit­ten Brot. Telecom Han­del schreibt vor weni­gen Minu­ten: „Auch in die­sem Jahr ist der Ansturm auf das neue iPho­ne 5 wie­der enorm — wie ein Video mit Auf­nah­men vom Münch­ner Apple-Store …
it-sa 2012 Welt­pre­mie­re: datomo Mobi­le Iden­ti­ty Manage­ment (MIM) — Siche­re Ver­wal­tung von Iden­ti­tä­ten und Zer­ti­fi­ka­ten auf Smart­pho­nes
datomo Mobi­le Device Manage­ment (MDM) hat sich im Lau­fe der letz­ten Jah­re zu einem füh­ren­den MDM-Sys­tem ent­wi­ckelt und kon­ti­nu­ier­lich den Vor­sprung ver­grö­ßert. Uns war auf die­sem Weg immer klar, dass die Ver­wal­tung von mobi­len End­ge­rä­ten nur ein Zwi­schen­schritt sein kann und dass es im Kern jeder Ve…
MDM Essen­ti­als — Wie funk­tio­niert PUOCE (Pri­va­te Use of Com­pa­ny Equip­ment) mit iPho­ne und iPad
Seit ich hier im Blog im Bei­trag MDM-Essen­ti­als – Pri­va­te Use Of Com­pa­ny Equip­ment (PUOCE): Was ist das und wie geht das? das PUO­CE-Kon­zept vor­ge­stellt habe, rei­ßen die Nach­fra­gen nicht ab. Ich ent­schul­di­ge mich bei all denen, denen ich gesagt habe, in den nächs­ten Tagen schrei­be ich wei­ter zu PUOCE…
Bring Your Own Device (BYOD) — Die Wirk­lich­keit in den USA
Ste­phen Cobb hat bei unse­rem Part­ner ESET in sei­nem Arti­kel BYOD Info­gra­phic: For secu­ri­ty it’s not a pret­ty pic­tu­re die Ergeb­nis­se einer von ESET beauf­trag­ten Har­ris Stu­die zusam­men­ge­fasst. Die Stu­die fasst die Ergeb­nis­se einer Befra­gung von rund 1300 berufs­tä­ti­gen US-Bür­gern zusam­men. In der Stu­di…
Bring Your Own Device (BYOD) — Das meint der Betriebs­rat dazu
Bring Your Own Device (BYOD), das von Gart­ner in die Welt gesetz­te Kon­zept, dass Mit­ar­bei­ter einer Fir­ma ihr eige­nes Mobil­te­le­fon für die Arbeit zuguns­ten der Fir­ma benut­zen dür­fen (-> der Fir­ma im kras­ses­ten Fall kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len), wird natür­lich auch in unse­rem täg­li­chen Bera­tung…

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

I accept that my given data and my IP address is sent to a server in the USA only for the purpose of spam prevention through the Akismet program.More information on Akismet and GDPR.

Geben Sie bitte das Ergebnis ein: * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.