Mobi­le Device Manage­ment (MDM) auf dem MWC 2013 — Was ist neu?

Der Mobi­le World Con­gress 2013 bot mehr Infor­ma­tio­nen und Stän­de als jeder MWC zuvor. Für das The­ma Mobi­le Device Manage­ment galt dies aller­dings nicht. Wenn man im Kata­log ‘MDM’ ein­gab, fand man ledig­lich 11 Ein­trä­ge, bei der Ein­ga­be von ‘Mobi­le Device Manage­ment’ waren es eben­falls 11 Ein­trä­ge mit einer Über­schnei­dung bei­der Grup­pen. Diver­se die­ser Anbie­ter boten gar kein MDM-Sys­tem im eigent­li­chen Sin­ne an son­dern sind bei­spiels­wei­se in der Lage pro­prie­tä­re mobi­le Gerä­te wie mobi­le Indus­trie-PCs zu verwalten.

Inso­fern gab es noch nicht ein­mal zehn Aus­stel­ler, die behaup­te­ten ein MDM-Ange­bot zu haben, allen vor­an Air­watch, die mit einem rie­si­gen Stand ihren Anspruch, der größ­te MDM-Her­stel­ler der Welt sein zu wol­len, unter­mau­er­ten. Die glei­che Behaup­tung kom­mu­ni­zier­te aller­dings auch Soti sehr pro­mi­nent auf einem deut­lich klei­ne­ren Stand, wobei die Grö­ße eines Mes­se­stan­des erfah­rungs­ge­mäß nichts über die Rea­li­tät aussagt.

Aber allein schon aus die­ser Tat­sa­che kann man unse­re immer wie­der geäu­ßer­te War­nung mani­fes­tie­ren, die da lau­tet: Nir­gend­wo in der IT wird der­zeit mehr gelo­gen als im MDM-Bereich.

Wirk­lich Neu­es habe ich bei kei­nem Anbie­ter gese­hen, der MDM-Markt ist in das Sta­di­um der kon­ti­nu­ier­li­chen Wei­ter­ent­wick­lung und Pro­dukt­ver­bes­se­rung über­ge­gan­gen. Wirk­lich neu war ledig­lich, dass Phil­lip Red­man von Gart­ner gera­de­zu eine 180-Grad-Wen­de in einem Vor­trag bei Air­watch her­vor­zau­ber­te! Er scheint mitt­ler­wei­le regel­mä­ßig das Pre­tio­so-Blog zu lesen ;-), denn das, was er in die­ser Stun­de vor­trug, ent­sprach in sehr vie­len Punk­ten unse­ren Emp­feh­lun­gen. Mehr dazu in einem eige­nen Bei­trag morgen.

Das Ange­bot eines MDM-Sys­tems ent­springt der­zeit bei vie­len Anbie­tern häu­fig mehr einem Wunsch ein Hype-The­ma zu bedie­nen als einem rea­len Ange­bot — dies wur­de in Bar­ce­lo­na wie­der ein­mal sehr deut­lich und unter­mau­er­te ein­drucks­voll unse­re War­nung, kei­ner Wer­be­aus­sa­ge zu glau­ben son­dern immer selbst zu testen.

Ich habe welt­weit auf noch kei­ner Ver­an­stal­tung so per­for­man­te und pro­fes­sio­nel­le WiFi-Zugän­ge zum Inter­net wie in Bar­ce­lo­na erlebt — und das auch noch kos­ten­los! Dar­über hin­aus unter­schei­den sich die spa­ni­schen Netz­be­trei­ber gera­de­zu dra­ma­tisch vom deut­schen Elend bei­spiels­wei­se auf der CeBIT. Wäh­rend der gesam­ten Ver­an­stal­tung erleb­te ich nicht eine Beein­träch­ti­gung des mobi­len Inter­nets bei den Carriern.

War­um schrei­be ich über die­sen Neben­aspekt der Ver­an­stal­tung? Nun, noch nie ist mir so oft auf Mes­se­stän­den die Kla­ge ent­ge­gen­ge­bracht wor­den, dass man sei­ne Lösung ja ger­ne zei­gen wür­de, aber das Inter­net ja lei­der so schlecht sei, dass dies nicht gehe. Mein Ange­bot mir die jewei­li­ge Lösung auf mei­nem Rech­ner zu zei­gen, wo ich gutes Inter­net hät­te, stiess regel­mä­ßig nicht auf Gegen­lie­be. Man woll­te es nicht, weil man es ver­mut­lich nicht konn­te. Statt des­sen woll­te man mir die jewei­li­gen Lösun­gen mit Bro­schü­ren und Power­points erklä­ren, was mich natür­lich nicht inter­es­sier­te. Kei­ner der Anbie­ter woll­te mir eine Test­stel­lung oder ein Fol­lowup anbie­ten, obwohl ich klar erkenn­bar als Jour­na­list dort nachfragte.

Eine posi­ti­ve Aus­nah­me gab es dann aber doch. Kas­pers­ky hat­te sei­nen Auf­tritt aus­schließ­lich dem The­ma MDM gewid­met, wie man im Bild zu die­sem Bei­trag gut erken­nen kann, aller­dings hat­te man auf dem gesam­ten Stand die Demo­points ‘ver­ges­sen’. Ich hat­te das Glück den Pro­dukt­ma­na­ger für MDM per­sön­lich zu tref­fen, der sofort bereit war, mir die Lösung zu zei­gen. Hut ab vor dem Hin­ter­grund des­sen, was dann folgte.

Es gelang dem freund­li­chen Kas­pers­ky-Mit­ar­bei­ter nicht, die Lösung in Betrieb zu neh­men, die Vor­füh­rung war auf ver­schie­de­nen vir­tu­el­len Maschi­nen ver­teilt, so dass auch kei­ne rea­len Smart­pho­nes ange­spro­chen wer­den konn­ten son­dern nur Simu­la­to­ren. Wir kamen über­ein, dass ich am nächs­ten Tag wie­der­kom­me. An die­sem Tag freu­te sich mein Gesprächs­part­ner, dass er das Sys­tem mit Unter­stüt­zung aus Mos­kau zum Leben gebracht hät­te. Das Sys­tem wirk­te auf mich wie ein Micro­soft MMC-Plugin, das Sys­tem läuft auf Win­dows Ser­ver. Lei­der schei­ter­te schon der ers­te Test, der in der Zustel­lung einer Noti­fi­zie­rungs­mail bestan­den hät­te, die hät­te anzei­gen sol­len, dass das Gerät (Simu­la­tor-Gerät) zur Zeit kei­ne GPS-Ver­bin­dung auf­bau­en kann. Wir kamen dann über­ein das Gan­ze noch ein­mal in eini­gen Wochen anzusehen.

Dies sagt erst ein­mal nichts über die Qua­li­tät eines zukünf­ti­gen Sys­tems von Kas­pers­ky aus, wobei Neu­ein­stei­ger in den MDM-Markt — und ein sol­cher ist Kas­pers­ky — die Kom­ple­xi­tät von MDM oft stark unter­schät­zen. Aber die­ses Erleb­nis bestä­tigt ein­drucks­voll, dass MDM-Sys­te­me stets und immer nur nach aus­führ­li­chen Tests ange­schafft wer­den soll­ten — Mar­ke­ting und Rea­li­tät sind im MDM-Geschäft zwei völ­lig ver­schie­de­ne Wel­ten, die bei vie­len Anbie­tern nichts mit­ein­an­der verbindet.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zu mobi­len The­men haben, fra­gen Sie uns bit­te. Wir bera­ten vie­le Unter­neh­men aus Mit­tel­stand, Indus­trie und Han­del ganz­heit­lich zu mobi­len Stra­te­gien und zukünf­tig gern auch Sie. Wenn sie mei­nen, dass die­ser Bei­trag auch für Ihre Freun­de und Bekann­ten inter­es­sant ist, emp­feh­len Sie ihn bit­te auf Twit­ter, Face­book oder Goog­le wei­ter. Uns freut dies und wir bedan­ken uns dafür!


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