MDM-Essen­ti­als — Mobi­le Device Manage­ment und iOS 6 — Was ist neu in iOS6?

Das neue iPho­ne 5 ist seit weni­gen Stun­den da und es ver­kauft sich — völ­lig über­ra­schend 😉 — mal wie­der wie geschnit­ten Brot. Telecom Han­del schreibt vor weni­gen Minu­ten: „Auch in die­sem Jahr ist der Ansturm auf das neue iPho­ne 5 wie­der enorm — wie ein Video mit Auf­nah­men vom Münch­ner Apple-Store zeigt.” Wobei das neue iPho­ne 5 bis auf das Design eher weni­ge Kauf­ar­gu­men­te lie­fert — zumin­dest für den End­ver­brau­cher. Kein Goog­le Maps mehr, statt des­sen Apple’s noch etwas holp­ri­ger Kar­ten­dienst, auch wenn mit Tom­Tom ein guter Kar­ten­an­bie­ter unter Ver­trag genom­men wur­de. Die neue Pass­book-Funk­ti­on ist zunächst auch nicht wirk­lich ein Kil­ler-Fea­ture und auch die sons­ti­gen Neu­ig­kei­ten sind für den End­an­wen­der nicht wirk­lich revo­lu­tio­när.

Das zwin­gend gebo­te­ne Update auf iOS 6, dass die lan­ge schon bestehen­de Sicher­heits­lü­cke im Bereich der Pro­fi­le stopft, kann auch auf jedem iPho­ne 3GS, 4 und 4S instal­liert wer­den. Inso­fern bie­tet das iPho­ne 5 dem Kon­su­men­ten — außer dem Cool­ness-Fak­tor — nur wenig Neu­es.

Ganz anders sieht es im Bereich der Busi­ness-Unter­stüt­zung aus. Hier wur­de seit Wochen und Mona­ten von Her­den selbst­er­nann­ter Exper­ten im Inter­net unend­lich viel Quatsch ver­brei­tet, der häu­fig in der Zusam­men­fas­sung ende­te, dass iOS 6 nur wenig Busi­ness-Nut­zen bringt. Exakt das Gegen­teil ist der Fall und ich habe seit Wochen geschmun­zelt, was die ahnungs­lo­se Meu­te so schrieb. iOS 6 bringt vie­le Fea­tures, die für den Enter­pri­se-Ein­satz schon oft und lan­ge gewünscht wur­den und kom­pli­ziert gleich­zei­tig auch das Manage­ment der mobi­len Flot­te. Wel­che Fea­tures kom­men neu?

Super­vi­sed Mode

Der Super­vi­sed Mode ist ein Fea­ture, dass sich vie­le Unter­neh­men schon lan­ge gewünscht haben. Im Super­vi­sed Mode kann das MDM-Pro­fil so kon­fi­gu­riert wer­den, dass es nicht durch den Benut­zer wie­der ent­fernt wer­den kann. Durch den Super­vi­sed Mode wer­den zusätz­li­che Kon­fi­gu­ra­ti­ons­pa­ra­me­ter mög­lich, die für Unter­neh­men essen­ti­ell sind. Die­se sind im Ein­zel­nen:

  • Ver­bot und Aus­blen­dung des Game Cen­ter
  • Ver­bot des Books­to­res
  • Ver­bot des ero­ti­schen Books­to­res
  • Ver­bot der inter­ak­ti­ven Pro­fil­in­stal­la­ti­on durch den Anwen­der (Ent­fer­nung in die­sem Fall wei­ter­hin mög­lich)
  • Kiosk Mode — das Gerät kann auschließ­lich eine App benut­zen, der Anwen­der kann ansons­ten nichts wei­te­res benut­zen
  • Glo­ba­ler HTTP-Pro­xy — sämt­li­cher HTTP-Ver­kehr wird über die­sen defi­nier­ten Pro­xy gelei­tet
  • Zen­tra­li­sier­te Ver­wal­tung der Wall­pa­per (Bild­schirm­hin­ter­grün­de)

Der Super­vi­sed Mode bringt den Enter­pri­se Anwen­dern also vier ganz ent­schei­den­de Fea­tures, nach denen wir stän­dig gefragt wur­den und wer­den — Ent­fer­nung des MDM zukünf­tig unmög­lich für den Anwen­der, Kiosk Mode für bestimm­te Ein­satz­sze­na­ri­en, HTTP-Rou­ting und indi­vi­du­el­le Bild­schirm­hin­ter­grün­de -> CI!

Der Super­vi­sed Mode kom­pli­ziert aber auch zukünf­tig die Admi­nis­tra­ti­on der iOS-Gerä­te. Die initia­le Akti­vie­rung des Super­vi­sed Mode wird von Apple der­zeit nur über das Apple Con­fi­gu­ra­ti­on Uti­li­ty (ACU) unter­stützt, was bedeu­tet, dass jedes Gerät vor der Aus­lie­fe­rung ein­mal von der IT-Abtei­lung kabel­ge­bun­den initia­li­siert wer­den muss. Sobald der Super­vi­sed Mode ein­mal akti­viert wur­de, kann das Gerät genau­so wie bis­her durch das MDM-Sys­tem kon­fi­gu­riert wer­den — dann aber mit den wich­ti­gen neu­en Fea­tures. Wich­tig zu wis­sen ist auch, dass die Ein­rich­tung des Super­vi­sed Mode zu einer kom­plet­ten Löschung des Gerä­tes führt. Dies muss beim Umstel­len bestehen­der Gerä­te beach­tet wer­den. Ein Vor­ge­hen nach dem Mus­ter ‘Upgrade auf iOS 6 und dann den Super­vi­sed Mode ein­schal­ten’ kann für die IT zu pein­li­chen Sze­na­ri­en füh­ren.

Wei­te­re neue MDM-Fea­tures in iOS 6
  • Unter­bin­dung der Syn­chro­ni­sa­ti­on von Email-Adres­sen, an die geschrie­ben wur­de in die iCloud (neu­es Fea­ture in iOS 6)
  • Unter­bin­dung der Über­mitt­lung von Dia­gno­se-Infor­ma­tio­nen an Apple
  • Unter­bin­dung von Pass­book-Noti­fi­zie­run­gen auf den Lock-Screen (Pass­book darf der­zeit nicht abge­stellt wer­den)
  • Unter­bin­dung der Ver­tei­lung des Pho­to­streams

Ich mei­ne, dass mit iOS 6 vie­le Fra­gen von Unter­neh­men nun­mehr ver­nünf­tig beant­wor­tet wer­den.

datomo Mobi­le Device Manage­ment, unse­re füh­ren­de MDM-Lösung, wur­de vor weni­gen Minu­ten in der Ver­si­on 3.9 ver­öf­fent­licht mit der Unter­stüt­zung von iOS 6. Da Apple — wie eigent­lich immer in der Ver­gan­gen­heit — in der fina­len Firm­ware noch Ände­run­gen vor­ge­nom­men hat, unter­stüt­zen wir nicht alle neu­en Fea­tures in der Ver­si­on 3.9. Details hier­zu kön­nen Sie im bald erschei­nen­den Arti­kel zu datomo MDM 3.9 nach­le­sen.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zum Unter­neh­mens­ein­satz der Apple-Pro­duk­te haben, fra­gen Sie uns. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Geben Sie auch Ihrem Bekann­ten und Freun­den über Face­book, Twit­ter und Goog­le die Infor­ma­ti­on, wo sie sich über die MDM-Fähig­kei­ten von iOS 6 infor­mie­ren kön­nen. Und beant­wor­ten Sie bit­te unse­re drei Fra­gen unter die­sem Arti­kel. Herz­li­chen Dank!


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