Die Aus­wahl von Mobi­le Device Manage­ment (MDM) — Wer in der Fir­ma soll’s wie machen?

Dass ein Unter­neh­men sei­ne mobi­le Flot­te von Gerä­ten mana­gen soll und muss ist mitt­ler­wei­le nicht mehr umstrit­ten und aner­kannt. Sehr unter­schied­lich ist aber die Her­an­ge­hens­wei­se an die­ses The­ma im Unter­neh­men. Wir erle­ben tag­täg­lich ver­schie­dens­te Situa­tio­nen und wis­sen mitt­ler­wei­le, was meis­tens klappt und auch was meis­tens nicht klappt. Die Span­ne der invol­vier­ten Per­so­nen ist sehr weit, es erstreckt sich wirk­lich vom CIO /​CISO bis zum Prak­ti­kan­ten. Wel­ches Sze­na­rio ist aber am erfolg­ver­spre­chends­ten?

Gut für den Pro­jekt­fort­schritt ist immer, wenn das The­ma in den Köp­fen der Ver­ant­wort­li­chen ange­kom­men ist und sich die obers­te Ebe­ne im IT-Bereich aktiv mit dem Manage­ment der mobi­len Infra­struk­tur beschäf­tigt. Dies ermög­licht in den meis­ten Fäl­len schnel­le und unkom­plzier­te Pro­jek­te mit hoher Umset­zungs­ge­schwin­dig­keit. Noch bes­ser ist, wenn CIO und /​oder CISO bereit sind, sich mit dem The­ma Mobi­li­ty Stra­te­gie zu beschäf­ti­gen und sich mit den unter­schied­li­chen Kon­zep­ten von MDM und EMM zu beschäf­ti­gen.

Wir sagen und schrei­ben seit Jah­ren, dass beim The­ma Mobi­le Device Manage­ment (MDM) von den meis­ten Her­stel­lern mehr ver­spro­chen als gehal­ten wird. Oft wird die Road­map als Fea­ture­list ange­bo­ten und der Ärger beim Anwen­der ist groß, wenn dies fest­ge­stellt wird. Lei­der ist dann oft zu spät. Wir haben mitt­ler­wei­le eine gro­ße Zahl von Anwen­dern mit datomo Mobi­le Device Manage­ment, die erst im zwei­ten Anlauf zu uns gefun­den haben.

War­um ist hier die Fra­ge?

Lei­der wird oft­mals dem Tes­ten der Lösun­gen zu wenig Zeit gewid­met und in vie­len Fäl­len gibt es bei den Tes­tern auch nicht aus­rei­chen­de Kennt­nis­se der mobi­len Platt­for­men und End­ge­rä­te. Die Annah­me, dass man MDM rasch ver­steht und anwen­den kann, weil man mit einem Smart­pho­ne oder Tablet gut zurecht kommt, ist in vie­len Fäl­len falsch. MDM und Busi­ness Mobi­li­ty hat wenig bis gar nichts mit der all­täg­li­chen Nut­zung im Pri­vat­le­ben zu tun und muss daher — wie fast alles ande­re in der IT auch — gelernt wer­den.

Aber auch wenn Kennt­nis­se vor­han­den sind und eigent­lich gute Vor­aus­set­zun­gen für eine struk­tu­rier­te Aus­wahl vor­lie­gen wird häu­fig der Feh­ler gemacht, dass von einem Test­sze­na­rio aus­ge­gan­gen, wel­ches das „Hier und Jetzt” gut abdeckt, oft aber schon in weni­gen Mona­ten kom­plett über­holt ist. Wir erle­ben es immer wie­der, dass Anwen­der sich für ein Sys­tem ent­schie­den haben mit der Annah­me, dass bei ihnen der Ein­satz von Apple-Gerä­ten die mobi­le Nut­zung von IT abdeckt. Das kön­nen eini­ge MDM-Sys­te­me leid­lich abde­cken, wobei selbst bei die­sem ein­ge­schränk­ten Use­ca­se gro­ße Unter­schie­de zwi­schen den Sys­te­men bestehen kön­nen. „Plötz­lich” kommt nach weni­gen Mona­ten Andro­id dazu und das aus­ge­wähl­te Sys­tem stößt sehr rasch an sei­ne Gren­zen. Gute Andro­id-Unter­stüt­zung ist näm­lich in der Rea­li­tät sehr rar, wenn von der Hoch­glanz­welt des Pro­spek­tes in die rea­le Lösung gewech­selt wird.

Inso­fern ist ein Test­plan, der über das aktu­el­le Anwen­dungs- und Gerä­te­s­ze­na­rio hin­aus­blickt nicht nur vor­aus­schau­end son­dern unum­gäng­lich. Es ist bil­li­ger dafür ggf. ein­mal eini­ge Test­ge­rä­te zu kau­fen als nach kur­zer Zeit das MDM-Sys­tem zu wech­seln, was uns dann zwar freut, im Kern aber ver­meid­bar gewe­sen wäre.

Tes­ten Sie auch den Sup­port des Anbie­ters aus­gie­big. Erzeu­gen Sie Pro­ble­me und stel­len Sie Fra­gen, sehen Sie bei den Sup­por­t­ab­läu­fen des Anbie­ters ganz genau hin! Sup­port ist bei Mobi­li­ty und Mobi­le Device Manage­ment noch viel wich­ti­ger als bei allen ande­ren The­men in der IT. Hier wer­den Sie schnell die Spreu vom Wei­zen tren­nen. Ori­gi­nal­zi­tat eines Anwen­ders, der zu datomo MDM wech­sel­te:

Uns hat der gro­ße Name … geblen­det, das Wer­ben mit Gart­ner, die angeb­li­che User­ba­se. Aber wir hät­ten schon beim Test mer­ken müs­sen, dass das alles heis­se Luft ist. Wir haben zwei Wochen auf den Tes­ter gewar­tet. Der Ver­käu­fer hat­te wenig Ahnung von der Lösung, nach eini­gen Tagen hat­ten wir das Gefühl, mehr zu wis­sen. … Wir haben dann trotz­dem gekauft, muss ja gut sein bei der Wer­bung. … Schon bald hat­ten wir ein erns­tes Pro­blem mit .… Nach 7 Tagen hat­ten wir die ers­te Ant­wort, die nicht bla­bla war vom 3rd-Level-Sup­port. Natür­lich „Nie zuvor gese­hen” mit der Bit­te um Log-Files. Nach 4 Wochen und Mail-Ping­pong woll­ten wir kei­ne Ant­wort mehr haben. Und das Gan­ze war noch teu­rer als datomo! Plus unse­re Arbeit. Plus den Ärger. Wir hät­ten bes­ser tes­ten müs­sen.

Stimmt!

Ein letz­ter Punkt. Wir erle­ben sehr oft, dass Test und Aus­wahl des MDM-Sys­tems in die Hand von Prak­ti­kan­ten gege­ben wer­den. Kei­ne gute Idee! Es spricht nichts dage­gen, dass Prak­ti­kan­ten erfah­re­ne Admins beim Tes­ten beglei­ten und tief in das Pro­jekt ein­ge­bun­den wer­den. Wenn dies nicht erfolgt, schei­tern die­se Pro­jek­te sehr oft. Schuld ist hier­an nie der Prak­ti­kant son­dern der oder die, die die Idee hat­ten, ein MDM-Sys­tem durch einen Prak­ti­kan­ten eva­lu­ie­ren zu las­sen. Prak­ti­kan­ten haben meis­tens kei­ne Kennt­niss über das Unter­neh­men und gene­rell über Enter­pri­se-IT. Die­se kön­nen sie in einem sol­chen Pro­jekt erlan­gen, aber nur mit Pro­fis an der Sei­te.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zu Mobi­le Device Manage­ment (MDM) und Enter­pri­se Mobi­li­ty haben — fra­gen Sie uns bit­te. Wir machen nichts ande­res seit 10 Jah­ren!


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2 Kommentare

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  1. Wenn ich Sie nach der bes­ten MDM/EMM-Lösung für die indi­vi­du­el­len Bedürf­nis­se mei­nes Unter­neh­mens fra­ge, wel­che Ant­wort wer­de ich bekom­men? Natür­lich eine ande­re, als die­je­ni­ge von einem ANDEREN Lösungs­an­bie­ter.

    1. Pre­tio­so berät hun­der­te Unter­neh­men unab­hän­gig und ganz­heit­lich zu ihren Mobi­li­ty-Stra­te­gi­en, MDM ist da nur ein Bau­stein davon. Die bes­te Lösung ist die, die die Stra­te­gie des Unter­neh­mens am bes­ten umset­zen kann. Ame­ri­ka­ni­sche Lösun­gen kön­nen dies nie sein.

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