Bring Your Own Device (BYOD) — Wie­vie­le Gerä­te­ty­pen kom­men denn da auf mich zu?

Ich mag kei­ne abs­trak­ten Dis­kus­sio­nen. Vor­ges­tern sprach ich mit einem abso­lu­ten BYOD-Befür­wor­ter. Der Mensch, sehr nett, ist Con­sul­ter bei einer der gro­ßen IT-Con­sul­ting-Fir­men und nicht direkt für Mobi­li­ty zustän­dig, als Con­sul­ter bei einer Fir­ma die­ser Liga hat er natür­lich ein Quer­schnitts­wis­sen, um bei jedem The­ma erst ein­mal mit­re­den zu kön­nen — glaubt er. Neben den übli­chen Pros und Cons — zu denen Sie hier im Blog vie­le Bei­trä­ge fin­den — elek­tri­sier­te mich eine Aus­sa­ge von ihm:

So vie­le Gerä­te­ty­pen sind das doch gar nicht, das ist doch total über­schau­bar!

Ich wider­sprach, aber ich wider­sprach nicht sub­stan­tiert, was mich ärger­te. Mein Gefühl sag­te: Quatsch! Des­we­gen hat­te unser Super-Team hier bei Pre­tio­so ges­tern eine Auf­ga­be. Wie­vie­le unter­schied­li­che Gerä­te bie­ten die 4 Car­ri­er in Deutsch­land unter ihrem Label an? Ich woll­te es bewusst nur auf die­sen Rah­men beschränkt wis­sen und nicht Cong­star, ote­lo, 1&1, klar­mo­bil, Mobil­com Debi­tel — und wie alle ande­ren Anbie­ter noch hei­ßen mögen — ein­be­zo­gen haben.

Auch hier bei uns gin­gen Dis­kus­sio­nen vor der Ana­ly­se hoch her, wie­vie­le End­ge­rä­te­ty­pen in der Gesamt­heit am Ende auf dem Papier ste­hen wer­den. Die gefühl­te Mehr­heit der Schät­zun­gen lag so um die 100 End­ge­rä­te-Typen. Was mei­nen Sie? Zu viel? Zu wenig? Auch ich war sprach­los, als ich die Zahl sah.

168 ver­schie­de­ne End­ge­rä­te-Typen bie­ten die vier Car­ri­er Tele­kom, Voda­fone, o2 und E‑Plus auf ihren eige­nen Web­auf­trit­ten an (Stand 08.06.2012), wobei die Ver­tei­lung auf die ein­zel­nen Car­ri­er inter­es­sant ist. Als ich gefragt wur­de, was ich glau­be, wer die meis­ten End­ge­rä­te-Typen im Port­fo­lio hat tipp­te ich auf Tele­kom und Voda­fone, konn­te mich aber nicht wirk­lich ent­schei­den, wer nun die meis­ten hat. Das wirk­lich Ergeb­nis sieht so aus:

  1. E‑Plus — 96 ver­schie­de­ne End­ge­rä­te-Typen
  2. Voda­fone — 74 ver­schie­de­ne End­ge­rä­te-Typen
  3. o2 — 56 ver­schie­de­ne End­ge­rä­te-Typen
  4. Tele­kom — 51 ver­schie­de­ne End­ge­rä­te-Typen

Wer an den detail­lier­ten Zah­len und Gerä­te-Typen inter­es­siert ist, kann die­se auf unse­rer Face­book-Sei­te her­un­ter­la­den, nach­dem er oder sie auf „Gefällt mir” geklickt hat. Oder Sie schrei­ben uns eine kur­ze Mail.

Rea­lis­tisch bedeu­tet das, dass man der­zeit auf eine Gerä­te­aus­wahl von weit über 200 Gerä­ten vor­be­rei­tet sein muss, wenn man Bring Your Own Device zulas­sen will — bei täg­lich stei­gen­der Ten­denz. Denn die 168 ver­schie­de­nen Gerä­te­ty­pen sind natür­lich nicht die wirk­li­che Zahl. Hin­zu kom­men wei­te­re Gerä­te­ty­pen von Händ­lern, Aldi, Lidl usw. und natür­lich auch Gerä­te­ty­pen, die nicht mehr im Han­del sind. Wenn man mit einer inter­na­tio­na­len Grup­pe von Anwen­dern zu tun hat, ist die Zahl noch ein­mal grö­ßer, denn in ande­ren Län­dern wer­den oft auch ande­re Gerä­te ver­kauft.

Die Zahl der poten­ti­el­len Gerä­te­ty­pen, die Anwen­der bei einer BYOD-Stra­te­gie mit­brin­gen geht in die Hun­der­te und damit wird jedem, der nur über Grund­kennt­nis­se in der IT ver­fügt — Mobi­li­ty-Kennt­nis­se braucht man dafür noch nicht ein­mal — sehr schnell klar, dass die­ses Sze­na­rio mit ver­tret­ba­rem Auf­wand nicht hän­del­bar ist und jede nor­ma­le IT-Abtei­lung vor nicht lös­ba­re Her­aus­for­de­run­gen stellt.

Wir haben die­ses Pro­blem vor eini­gen Jah­ren, als wir web­ba­sier­te Por­ta­le für die Zeit­er­fas­sung anbo­ten, haut­nah erlebt. Damals gab es viel weni­ger mobi­le End­ge­rä­te­ty­pen, Nokia war qua­si Stan­dard und wir kann­ten im Sup­port die Nokia-Gerä­te rauf und run­ter. Aber wehe ein Anwen­der nutz­te Gerä­te, die wir noch nicht kann­ten oder die sehr sel­ten waren. End­lo­se Sit­zun­gen waren für den Sup­por­ter am Hel­pdesk dann oft die Regel. Und die­ses Pro­blem ist heu­te noch anspruchs­vol­ler gewor­den.

Mei­nes Erach­tens sind wir dies­be­züg­lich noch am Anfang der Ent­wick­lung, es wird ein­deu­tig noch kom­ple­xer und schlim­mer wer­den. Denn die Frag­men­tie­rung von Andro­id schrei­tet mit hoher Geschwin­dig­keit vor­an und ein Ende ist nicht abseh­bar.

Des­halb ist die heu­te bestehen­de Gerä­te­viel­falt das abso­lu­te KO-Kri­te­ri­um für Bring Your Own Device, wenn Sie vor­ha­ben, die Mit­ar­bei­ter Ihrer IT-Abtei­lung noch eini­ge Jah­re zu behal­ten. Mit­ar­bei­ter, die Alter­na­ti­ven haben, set­zen sich nicht frei­wil­lig und dau­er­haft dem BYOD-Stress aus. Sie gehen ein­fach, wie Sie im Bei­trag Bring Your Own Device (BYOD) erhöht den Sup­port­auf­wand für Mobi­le Device Manage­ment (MDM) lesen kön­nen.

Und die Pro­ble­me aus der noch immer stei­gen­den Gerä­te­viel­falt sind nur eine Facet­te der vie­len Grün­de, die gegen Bring Your Own Device spre­chen. Wenn Sie mehr über die ande­ren Pro­ble­me wis­sen wol­len, lesen Sie hier im Blog wei­ter oder fra­gen Sie uns. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Wenn Ihnen die­ser Bei­trag gefal­len hat, emp­feh­len Sie uns auf Twit­ter, Face­book oder Goog­le Plus wei­ter — wir freu­en uns dar­über sehr.


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