Bring Your Own Device (BYOD) — Das meint der Betriebs­rat dazu

Bring Your Own Device (BYOD), das von Gart­ner in die Welt gesetz­te Kon­zept, dass Mit­ar­bei­ter einer Fir­ma ihr eige­nes Mobil­te­le­fon für die Arbeit zuguns­ten der Fir­ma benut­zen dür­fen (-> der Fir­ma im kras­ses­ten Fall kos­ten­los zur Ver­fü­gung stel­len), wird natür­lich auch in unse­rem täg­li­chen Bera­tungs­all­tag immer wie­der und immer wie­der aus unter­schied­li­chen Per­spek­ti­ven bespro­chen und erör­tert. Vie­le die­ser Aspek­te kön­nen Sie in unse­rem Wiki Alles zu BYOD nach­le­sen.

Hier­bei beob­ach­ten wir häu­fig eine extrem unter­schied­li­che Wahr­neh­mung zwi­schen (ein­zel­nen Mit­ar­bei­tern) der IT-Abtei­lung und Füh­rungs­kräf­ten auf der einen Sei­te und dem Rest der Mit­ar­bei­ter­schaft auf der ande­ren Sei­te. In man­chen Fäl­len kann man dies schon als Ent­frem­dung zwi­schen den Füh­rungs­kräf­ten sowie der IT vom gesam­ten Rest der Fir­ma wahr­neh­men. Inso­fern legen wir bei Pre­tio­so in unse­rem Con­sul­ting­an­satz sehr gro­ßen Wert dar­auf, die Mit­ar­bei­ter­ver­tre­ter in Form des Betriebs­ra­tes schon sehr früh bei der Gestal­tung der mobi­len Stra­te­gie zu betei­li­gen, denn nahe­zu alles in der Mobi­li­ty ist mit­be­stim­mungs­pflich­tig. Des­halb läßt sich eine Mobi­li­ty-Stra­te­gie bei einer früh­zei­ti­gen Betei­li­gung der Mit­ar­bei­ter viel leich­ter umset­zen und kom­mu­ni­zie­ren und es wer­den häu­fig sehr gute Ideen und Anre­gun­gen durch die Mit­ar­bei­ter ein­ge­bracht, die ande­ren­falls auf der Stre­cke blie­ben.

Vor die­sem Hin­ter­grund traf ich beim Con­sul­ting in den letz­ten zwei Wochen 3 Betriebs­rä­te in 3 ver­schie­de­nen Fir­men — Fir­men­grö­ße 3.000, 7.500 und 30.000 Mit­ar­bei­ter. Neben den jeweils fir­men­spe­zi­fi­schen Fra­ge­stel­lun­gen, die mit den Mit­ar­bei­ter­ver­tre­tern zu erör­tern sind, stel­le ich immer eine Fra­ge:

Die Fir­ma denkt für die Zukunft hin­sicht­lich der mobi­len End­ge­rä­te über zwei Kon­zep­te nach. Zum einen besteht die Mög­lich­keit, dass zukünf­tig die Mit­ar­bei­ter Ihre pri­va­ten Tele­fo­ne und Tablets für die Arbeit in der Fir­ma nut­zen dür­fen, was bedeu­tet, dass sie alles, was sie für ihre Arbeit brau­chen, auf dem pri­va­ten End­ge­rät erle­di­gen dür­fen. Die Fir­ma wür­de ggf. einen Aus­gleich für die Nut­zung bezah­len. Zum ande­ren besteht die Mög­lich­keit, dass den­je­ni­gen Mit­ar­bei­tern, die von der Fir­ma ein Mobil­te­le­fon oder ein Tablet gestellt erhal­ten, die pri­va­te Nut­zung die­ser Gerä­te gestat­tet wird. Die­se Nut­zung kann bestimm­ten Ein­schrän­kun­gen unter­lie­gen wie bei­spiels­wei­se der Unter­bin­dung oder Ein­schrän­kung der Nut­zung im Aus­land.

Was mei­nen Sie wie sich die 3 Betriebs­rä­te ent­schie­den haben?

Alle haben ohne jeg­li­ches Zögern für das Fir­men­ge­rät optiert! Und dies ist mir mitt­ler­wei­le dut­zen­de Male pas­siert, noch nie hat ein Betriebs­rat mir gegen­über für BYOD votiert. Soviel zur Rele­vanz von BYOD, dem Gart­ner-Hirn­ge­spinst. BYOD geht an der Lebens­wirk­lich­keit und Mit­ar­bei­ter­er­war­tung in den meis­ten Unter­neh­men weit vor­bei — es ist ein von völ­lig welt­frem­den Mana­gern erdach­tes Kon­zept ohne jeden Rea­li­täts­be­zug mit extre­men recht­li­chen und tech­ni­schen Pro­ble­men, die ich schon in vie­len ande­ren Bei­trä­gen erläu­tert habe, die Sie unter Alles zu BYOD fin­den.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zum Umgang mit mobi­len End­ge­rä­ten haben, fra­gen Sie uns bit­te. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Tei­len Sie auch Ihren Freun­den und Bekann­ten über Goog­le, Face­book oder Twit­ter mit wie weit BYOD an der Rea­li­tät in (deut­schen) Unter­neh­men vor­bei­geht. Und beant­wor­ten Sie uns bit­te unse­re 3 Fra­gen am Ende die­ses Arti­kels. Vie­len Dank!


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