Bring Your Own Device (BYOD) — Alle wis­sen Bescheid, da will auch Bit­kom nicht feh­len!

Alle reden über BYOD ohne jede Ahnung. Toll! Da haben wir unse­ren Fir­men­hund auch ein­mal gefragt: „Bist Du für BYOD?” Er ist unein­ge­schränkt dafür, denn er hat immer Hun­ger und wür­de es sehr begrü­ßen, wenn sei­ne Men­schen end­lich ein­mal auf ihn hören wür­den! Eben BYOD — Belie­ve Your Own Dog!

Wäh­rend ich das noch ver­ste­he, ver­ste­he ich mitt­ler­wei­le nicht mehr, wer sich so alles zu BYOD äußert. Ich erwar­te eigent­lich bald eine Erklä­rung von Phil­ipp Rös­ler und ande­ren Leis­tungs­trä­gern des kom­pe­tenz­frei­en State­ments, das wür­de ganz sicher wei­te­re Erkennt­nis­lü­cken schlie­ßen. Jede Com­pu­ter­pu­bli­ka­ti­on, die man auf­schlägt, meint mitt­ler­wei­le sich zum The­ma äußern zu kön­nen, der Aus­fluss die­ser Bemü­hun­gen ist regel­mä­ßig mit ‘Aus­fluss’ zutref­fend cha­rak­te­ri­siert.

Ver­mut­lich fin­det man kaum einen der gro­ßen Con­sul­ter hier­zu­lan­de, der mitt­ler­wei­le nicht wenigs­tens ein White­pa­per oder Inter­view zum The­ma abge­son­dert hat — kom­pe­tenz­frei und pra­xis­fern in der Regel, denn war­um soll man sich mit der Rea­li­tät und den Wün­schen von rea­len Men­schen und Mit­ar­bei­tern aus­ein­an­der­set­zen? Von denen kriegt man ja nicht sei­ne Auf­trä­ge, die ver­die­nen ja nur das Geld, wel­ches dann an die Con­sul­ting-Fir­men ver­bla­sen wird.

Ein schö­nes Bei­spiel die­ser Art und Güte fin­det man in der Okto­ber-Aus­ga­be von Mobi­le Busi­ness. Was mei­nen Sie, womit Mobi­le Busi­ness auf­macht? Ich weiss, sehr schwer zu erra­ten! Rich­tig! BYOD aus­nahms­wei­se ein­mal. Und damit das The­ma rich­tig kom­pe­tent daher kommt hat man einen Con­sul­tant von Ernst & Young aus­ge­gra­ben, der sich — wie so vie­le in die­sen Tagen — mit einem ent­schie­de­nen ’sowohl als auch’ zum The­ma äußert. Für die, die es nicht wis­sen: Ernst & Young sind Wirt­schafts­prü­fer, mit­hin die per­fek­ten Rat­ge­ber für stra­te­gi­sche IT-Fra­gen. Also mein Tipp an Sie: Auf zum Steu­er­be­ra­ter, dort erhal­ten Sie Ihre neue IT-Stra­te­gie! Wenn der gera­de nicht da ist — die Apo­the­ker­kam­mer kann bestimmt auch wei­ter­hel­fen, denn in Apo­the­ken erhal­ten die Men­schen tag­täg­lich tau­sen­de wert­vol­le Emp­feh­lun­gen, war­um also nicht mal nach BYOD fra­gen!

Wenn alle mit­re­den darf der Bit­kom natür­lich nicht feh­len. Heu­te bläst der Ver­band die bahn­bre­chen­de Erkennt­nis Pri­va­te Smart­pho­nes wer­den für den Job genutzt in den Äther. Wer hät­te das gedacht! Auf­ge­regt liest man wei­ter. Da wird rei­ße­risch auf­ge­macht:

  • Fast die Hälf­te der ITK-Unter­neh­men erlaubt pri­va­te Gerä­te am Arbeits­platz
  • Bring your own Device“ soll Arbeit­ge­ber attrak­ti­ver machen

Die eigent­lich inter­es­san­te Bot­schaft taucht tief ver­steckt im Text auf:

Jedes zwei­te befrag­te Unter­neh­men (53 Pro­zent) lehnt pri­va­te End­ge­rä­te am Arbeits­platz jedoch ab.

Die kor­rek­te Nach­richt „Die abso­lu­te Mehr­heit der deut­schen ITK-Unter­neh­men lehnt BYOD ab” hat lei­der nicht zum aktu­el­len Hype gepasst, also redet man sich die Zah­len pas­send. Apro­pos Zah­len. Was ist die Basis die­ser Unter­su­chung? Bit­kom infor­miert glas­klar:

Zur Metho­dik: Grund­la­ge der Anga­ben über die Unter­neh­men, die pri­va­te End­ge­rä­te am Arbeits­platz erlau­ben, ist eine aktu­el­le Umfra­ge des BITKOM in der ITK-Bran­che.

Wer genau wur­de befragt? Wie­vie­le Unter­neh­men wur­den befragt? Wel­che Fra­gen wur­den gestellt? Das wird wie fast immer bei sol­chen ‘Umfra­gen’ nicht mit­ge­teilt, die Daten­ba­sis ist ja sehr oft auch küm­mer­lich und wenig reprä­sen­ta­tiv. Im Kern nutzt man den BYOD-Hype, um auf eine der mitt­ler­wei­le nicht mehr zähl­ba­ren Ver­an­stal­tun­gen hin­zu­wei­sen, die man patro­niert. Die­se ist wie üblich von einer Kon­fe­renz umrahmt, auf der die aus­stel­len­den Anbie­ter — in der Regel gegen Zah­lung von Geld — in ‘Fach­vor­trä­gen’ ihre Leis­tun­gen anprei­sen dür­fen. Ver­an­stal­tun­gen, von denen unse­re Kun­den und Anwen­der in aller Regel ent­täuscht berich­ten kei­ne Exper­ten getrof­fen und nur Wer­be­sprech gehört zu haben.

Machen Sie es sich ein­fach, wenn Sie sich zu BYOD infor­mie­ren wol­len. Fra­gen Sie als ers­tes die Mitarbeiter(vertretung), ob die Mit­ar­bei­ter über­haupt der Fir­ma ihre pri­va­ten Gerä­te zur Ver­fü­gung stel­len wol­len. Meist ist danach das The­ma BYOD schon begra­ben. Ansons­ten fin­den Sie hier im Blog alle Aspek­te erklärt, die gegen BYOD spre­chen, lesen Sie ein­fach mehr unter Alles zu BYOD. Wir haben eine kla­re Posi­ti­on, die wir begrün­den kön­nen.

Wenn Sie dann noch Fra­gen zu BYOD-Kon­zep­ten haben, fra­gen Sie uns bit­te. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Las­sen Sie auch Ihre Freun­de und Bekann­ten über Twit­ter, Face­book oder Goog­le wis­sen, wie man sich seri­ös mit BYOD beschäf­ti­gen soll­te und ob über­haupt. Und beant­wor­ten Sie bit­te unse­re drei Fra­gen am Ende des Arti­kels. Vie­len Dank!


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