Black­Ber­ry Q10 floppt genau­so wie Black­Ber­ry Z10 — Das Ende naht

Regel­mä­ßi­ge Leser die­ses Blogs wis­sen, dass wir seit lan­gem jedem Black­Ber­ry-Anwen­der dazu raten, sich nach einer neu­en Platt­form umzu­se­hen, da Black­Ber­ry nicht mehr als zukunfts­fä­hig betrach­tet wer­den kann. Spä­tes­tens seit­dem Black­Ber­ry mit­ge­teilt hat, dass man dar­über nach­denkt das Unter­neh­men von der Bör­se zu neh­men und nun­mehr inten­siv Käu­fer und /​oder Inves­to­ren sucht, ist der Glau­be an den einst­ma­li­gen Markt­füh­rer im Busi­ness-Bereich auch bei den unver­bes­ser­li­chen Opti­mis­ten ins Boden­lo­se gesunken.

Selbst die noto­ri­sche Fan-Group von crack​ber​ry​.com glaubt immer weni­ger oder oft auch gar nicht mehr an eine posi­ti­ve Zukunft des Unter­neh­mens, an der Bör­se ist Black­Ber­ry der­zeit eine sehr spe­ku­la­ti­ve Wet­te. Denn es gibt seit dem letz­ten Ear­nings-Call des Kata­stro­phen-CEO Thors­ten Heins und der Haupt­ver­samm­lung, auf der Heins der Fir­ma durch sei­nen deso­la­ten Auf­tritt die letz­te Per­spek­ti­ve nahm, nicht eine gute Nachricht.

Aber ver­mut­lich ist dies die bewuss­te Stra­te­gie von Heins, der im Fal­le des Ver­kaufs bzw. der Abwick­lung der Fir­ma 55,6 Mil­lio­nen USD !!! als gol­de­nen Hand­schlag erhal­ten wird! Lesen Sie es selbst im Bei­trag Black­ber­ry-CEO Heins ste­hen bei Ent­las­sung nach Fusi­on 55,6 Mil­lio­nen Dol­lar zu. Damit toppt er die Abfin­dun­gen ande­rer unfä­hi­ger Mana­ger wie Apo­the­ker, Mid­del­hoff & Co. Tau­sen­de Men­schen um ihre Arbeit brin­gen, die Fir­ma vor die Wand fah­ren und sich die Taschen voll­hau­en — mich ekeln sol­che Typen ein­fach nur! Hof­fent­lich set­zen die Schwei­zer in ihrer löb­li­chen eid­ge­nös­si­schen Volks­in­itia­ti­ve «1:12 – Für gerech­te Löh­ne» die­sen absto­ßen­den und unethi­schen Mana­gern end­lich ein­mal kla­re Grenzen.

Für Black­Ber­ry feh­len nun­mehr seit zwei Mona­ten jeg­li­che posi­ti­ven Signa­le, was natür­lich Sinn gibt, da ein bil­li­ger Ver­kauf für Heins deut­lich ein­fa­cher ist als als ein teu­rer. Da wer­den Gerüch­te über die Abspal­tung des Black­Ber­ry Mes­sen­gers als eige­nes Unter­neh­men gestreut (was den Wert des Res­tes natür­lich redu­ziert) und seit zwei Mona­ten gibt es schlicht gar kei­ne Nach­rich­ten der Fir­ma. Auch wenn man zugrun­de legt, dass das Mar­ke­ting von Black­Ber­ry schon immer desas­trös war, ist genau dies in der der­zei­ti­gen Situa­ti­on alles ande­re als zuträg­lich für das Unter­neh­men. Allein die (bewusst?) völ­lig unge­schick­te Bekannt­ga­be der jetzt erfol­gen­den Inves­to­ren­su­che war der Trop­fen, der für vie­le Anwen­der das Fass Black­Ber­ry zum Über­lau­fen brach­te und dazu führ­te, dass sich eine neue Wel­le der Abwan­de­rung entwickelte.

Zuge­ge­ben, ich habe Heins von der ers­ten Minu­te an für beson­ders inkom­pe­tent gehal­ten, was Sie hier im Blog nach­le­sen kön­nen. Aber ich hal­te ihn für nicht so blöd, dass er kom­plett unfä­hig ist, die Kon­se­quen­zen sei­nes Han­delns ein­zu­ord­nen. Vor die­sem Hin­ter­grund muss man davon aus­ge­hen, dass er die kata­stro­pha­le Kom­mu­ni­ka­ti­on zum The­ma Inves­to­ren­su­che ganz bewusst so dilet­tan­tisch orches­triert hat um den Unter­neh­mens­wert nach­hal­tig zu sen­ken — sein Begrü­ßungs­ge­schenk für den neu­en Inves­tor? Ich glau­be, dass es so ist, was die Cha­rak­ter­lo­sig­keit die­ses Mana­gers ein­drucks­voll demons­trie­ren wür­de, da er das genaue Gegen­teil als zen­tra­le Auf­ga­be hat, näm­lich die Inter­es­sen der Aktio­nä­re zu vertreten.

Vor die­sem Hin­ter­grund über­rascht nicht, dass der Hoff­nungs­trä­ger Black­Ber­ry Q10 nun­mehr genau­so floppt wie der Black­Ber­ry Z10. Das Wall Street Jour­nal hat gera­de eben berich­tet, dass die Ver­käu­fe des Q10 dra­ma­tisch hin­ter den Erwar­tun­gen zurück­ge­blie­ben sind und die Händ­ler die Gerä­te zurück­lie­fern — wegen Unver­käuf­lich­keit. Der Bei­trag Sales of BlackBerry’s Q10 Key­board Pho­ne Fall Flat von Will Con­nors und Tho­mas Gry­ta zeich­net ein sehr gut recher­chier­tes Bild des gesam­ten Elends. Lesen Sie den Bei­trag und fan­gen Sie an Ihre Exit­stra­te­gie zu pla­nen, wenn Sie noch Black­Ber­ry ein­set­zen — es ist nicht mehr fünf vor zwölf, es ist zwölf.

Wenn Sie bei der Ent­wick­lung einer neu­en Mobi­li­ty-Stra­te­gie Beglei­tung suchen, fra­gen Sie uns. Wir betreu­en vie­le Unter­neh­men und Orga­ni­sa­tio­nen ganz­heit­lich bei der Mobi­li­ty — von der Stra­te­gie bis zum Manage­ment der mobi­len Land­schaft und zukünf­tig gern auch Sie.


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