Black­Ber­ry — Ist der Absturz ein Skan­dal — Han­delt der CEO Heins gezielt zum Scha­den des Unter­neh­mens?

Ich weiß es nicht. Ich glau­be aber vor dem Hin­ter­grund der sicht­ba­ren Fak­ten, dass es so sein könn­te.

Bevor der Absturz von Black­Ber­ry in eini­gen Details bespro­chen wird, möch­te ich Unter­neh­men einen Tipp geben, wenn sie noch Black­Ber­ry ein­set­zen. Tren­nen Sie sich von Black­Ber­ry — bes­ser heu­te als mor­gen! Die Tech­nik hat kei­ne Zukunft — sie ist mau­se­tot.

Die Tech­nik ist hoch­gra­dig unsi­cher, weil sie vor dem Hin­ter­grund der ame­ri­ka­ni­schen Geset­ze unein­ge­schränkt von der NSA kom­pro­mit­tiert sein muss — wenn Sie die Sicher­heits­pro­ble­me, die mit Black­Ber­ry ein­her­ge­hen, inter­es­sie­ren, fin­den Sie hier im Pre­tio­so Blog Dut­zen­de Bei­trä­ge, geben Sie ein­fach Black­Ber­ry im Such­feld ein.

Das Unter­neh­men wird es bis zum Jah­res­en­de nicht mehr in der heu­ti­gen Form geben.

Sie zwei­feln?

Lesen Sie hier im Blog alle mei­ne Pro­gno­sen — ich habe bis­her nicht ein­mal falsch gele­gen und alle Flops -meist ent­ge­gen den ‘Exper­ten’ — exakt vor­her­ge­sagt, von Z10 bis Q10, vom Schei­tern von Heins bis zum Schei­tern von Black­Ber­ry 10.

Mich freut, dass wir momen­tan eine fast täg­lich stei­gen­de Abkehr von Black­Ber­ry in unse­ren vie­len Gesprä­chen mit Anwen­dern und Inter­es­sen­ten erle­ben, es gibt regel­recht eine Flucht zu zukunfts­fä­hi­gen Platt­for­men und leis­tungs­fä­hi­gen MDM-Sys­te­men.

Ganz beson­ders die welt­weit ein­zig­ar­ti­ge durch­gän­gig TÜV-zer­ti­fi­zier­te MDM-Lösung datomo Mobi­le Device Manage­ment pro­fi­tiert hier­von, da die Anwen­der durch deren Ein­satz ein höhe­res Maß an Sicher­heit als mit der Black­Ber­ry-Lösung erlan­gen.

Doch was ist in den letz­ten Tagen pas­siert, was die Bezeich­nung Skan­dal recht­fer­ti­gen könn­te?

Ich glau­be mitt­ler­wei­le nicht mehr, dass Thors­ten Heins so unfä­hig ist, wie er sich gibt und dar­stellt. Wäh­rend man ihm sei­ne aus­ge­spro­chen unsym­pa­thi­sche Aus­strah­lung sofort abnimmt, wenn man ihm ein­mal per­sön­lich begeg­net ist, ver­hält es sich bei der Unfa­hig­keit anders.

Vie­les deu­tet mitt­ler­wei­le dar­auf hin, dass Heins ein Beauf­trag­ter Drit­ter sein könn­te, der gezielt mit dem Auf­trag ange­tre­ten ist, die Fir­ma zu rui­nie­ren, um eine Über­nah­me durch sei­ne Auf­trag­ge­ber mög­lich zu machen. Dies erklärt auch die absur­de Ver­trags­klau­sel in Heins Ver­trag, die für ihn 55 Mil­lio­nen USD aus­lobt, wenn er die Fir­ma an Drit­te ver­kauft. Ein­fach so — egal zu wel­chem Preis, eagel zu wel­chen Kon­di­tio­nen — Haupt­sa­che ver­kau­fen! Die­se absur­de Klau­sel zeigt, dass es für Heins am attrak­tivs­ten ist, den Fir­men­wert nach unten zu prü­geln und die Fir­ma gegen die Wand zu fah­ren — kos­te es was es wol­le!

Natür­lich haben Heins Auf­trag­ge­ber gewusst, dass sie sich mit Heins einen unfä­hi­gen Mana­ger aus­ge­sucht haben -dies hat Heins schon ein­drucks­voll bei Sie­mens bewie­sen. Aber mit Ver­laub — Heins ist zwar voll­kom­men unfä­hig, aber er ist kein Idi­ot. Und inso­fern erge­ben die lücken­lo­sen Idio­ti­en des Heins im Jahr 2013 einen roten Faden, der einem Mas­ter­plan ‘Zer­stö­rung von Black­Ber­ry’ fol­gen könn­te.

Das Gan­ze fing mit der desas­trö­sen Ein­füh­rung von Black­Ber­ry 10 an. Da wird die letz­te Chan­ce des Unter­neh­mens ohne Kon­zept erfolg­los ver­tan. Der wich­tigs­te Markt für Black­Ber­ry — die USA — wird mona­te­lang nicht belie­fert, das Pro­dukt wird iso­liert in Eng­land und Kana­da gestar­tet. Geht’s noch?

Da ist die Ver­wal­tungs­soft­ware Black­Ber­ry 10 — trotz jah­re­lan­ger Vor­be­rei­tung — zum Launch­da­tum nicht fer­tig und ein Bug-Fried­hof, Gart­ner straft die Lösung im Mai gna­den­los ab und erklärt, dass man — wenn man etwas ande­res als Black­Ber­ry mana­gen will — ein rich­ti­ges MDM-Sys­tem neben Black­Ber­ry braucht. Rumms!

Da fabu­liert Herr Heins ganz ent­spannt, dass Tablets kei­ne Zukunft haben und man kei­ne mehr bau­en wer­de, was gezielt die Chan­cen von Black­Ber­ry im Enter­pri­se­umfeld mini­miert, denn vor die­sem Hin­ter­grund bedeu­tet die Ein­füh­rung von Black­Ber­ry 10 den Zwang für Anwen­der eine zwei­te Platt­form für die Tablets zu benö­ti­gen.

Da zer­stört Heins das Ver­trau­en in das Unter­neh­men nach­hal­tig, indem er das ver­spro­che­ne Update für das Play­book auf Black­Ber­ry 10 für das Unter­neh­men absagt (des­sen Miss­erfolg wir eben­falls immer vor­her­ge­sagt haben).

Da lie­fert Heins Ende Juni ein Ana­lys­ten­ge­spräch zu den Quar­tals­er­geb­nis­sen ab, das mit desas­trös noch wohl­wol­lend posi­tiv ein­ge­ord­net ist — kei­ne Phan­ta­sie, kei­ne Per­spek­ti­ve, ein Blick in den Abgrund. Das es auch anders geht bei schlep­pen­den Geschäf­ten beweist Maris­sa Mey­er bei Yahoo. Zuge­ge­ben, Heins kann mit Mey­er nicht ver­gli­chen wer­den, aber so schlecht und dile­tan­tisch wie er das Gespräch führ­te, liegt es selbst noch deut­lich unter sei­nen Fähig­kei­ten und Mög­lich­kei­ten. Vor­satz? Ich glau­be ja.

Und danach? Zwei Mona­te tota­les Schwei­gen. Kei­ne Nach­rich­ten, kein Mar­ke­ting. Black­Ber­ry gibt den toten Mann aus Water­loo. Kurz vor dem für mor­gen ange­kün­dig­ten Ana­lys­ten­ge­spräch für das aktu­el­le Quar­tal ver­dich­ten sich dann wie­der die schlech­ten Nach­rich­ten. Prem Wat­sa, eine kana­di­sche Heu­schre­cke, die im Auf­sichts­rat von Black­Ber­ry saß, tritt wegen mög­li­cher Inter­es­sen­kon­flik­te aus dem Auf­sichts­rat zurück.

Kur­ze Zeit danach fädelt genau die­ser Wat­sa einen Deal ein, der von außen betrach­tet mehr als merk­wür­dig erscheint. Er bie­tet mit sei­ner Fir­ma Fair­fax Hol­dings 9 USD pro Aktie, um die Fir­ma zu über­neh­men, Kapi­tal, dass er über­haupt nicht besitzt und auch noch nicht hin­ter sich geschart hat — er hält aktu­ell ledig­lich rund 10 % an Black­Ber­ry. Absur­der­wei­se wird ihm, der seit Jah­ren jeden Aspekt von Black­Ber­ry als Insi­der kennt, auch noch eine sechs­wö­chi­ge Frist zur Prü­fung der Bücher ein­ge­räumt, in der er schad­los den Deal absa­gen kann. Die Kon­stel­la­ti­on wird durch ein wei­te­res Detail schlu­ßend­lich kom­plett frag­wür­dig. Soll­te Wat­sa über­bo­ten wer­den und nicht zum Zuge kom­men, erhält er eine Aus­gleichs­zah­lung von 150 Mil­lio­nen Dol­lar. War­um? Wofür?

Kurz­um: Black­Ber­ry hat auf­ge­hört Fir­ma zu sein und ist zum Zocker­in­vest­ment ver­kom­men — kei­ne gute Basis für Unter­neh­mens­kun­den, die die Lösung noch ver­wen­den. Die schlech­te Aus­sicht wird von einem nach unten tau­meln­den Bör­sen­kurs beglei­tet — unter die von Wat­sa gebo­te­nen 9 Dol­lar. Die Ana­ly­se ist sehr ein­fach — der Markt glaubt zur Zeit nicht, dass Wat­sa den Deal stem­men kann und glaubt wei­ter­hin, dass Black­Ber­ry güns­ti­ger zu haben sein wird.

Denn wei­te­re schlech­te Nach­rich­ten wur­den nach der Bekannt­ga­be des geplan­ten Wat­sa-Deals gezielt? nach­ge­scho­ben.

Da wur­de vor dem letz­ten Wochen­en­de vor­zei­tig infor­miert, dass das Unter­neh­men im aktu­el­len Quar­tal einen Ver­lust von rund einer Mil­li­ar­de Dol­lar ein­ge­fah­ren habe. Die neu­en Black­Ber­ry 10 Gerä­te lie­gen wie Blei bei den Händ­lern — das Unter­neh­men hat gera­de ein­mal 3,7 Mil­lio­nen Gerä­te im gan­zen Quar­tal ver­kauft — soviel wie Apple zuletzt in 30 Stun­den ver­kauft hat. Und von den 3,7 Mil­lio­nen Gerä­ten sind die über­wei­gen­de Anzahl Black­Ber­ry 7 Gerä­te — Black­Ber­ry 10 fin­det nicht statt. Auch dies haben wir schon vor dem Start pro­gnos­ti­ziert.

Orches­triert wird die­ser wei­te­re Absturz von wei­te­ren Mas­sen­ent­las­sun­gen — 4500 Mit­ar­bei­ter sind dies­mal betrof­fen, macht rund 10.000 seit­dem Heins ange­tre­ten ist. Abwi­ckeln kann er — das hat er ja schon bei Sie­mens bewie­sen. Das Wall Street Jour­nal brach­te die Stim­mung bei Black­Ber­ry am Mon­tag in einem der­zeit nicht mehr ver­füg­ba­ren Bei­trag auf den Punkt:

It’s not low mora­le. It’s no mora­le. (Die Moral ist nicht nied­rig. Die Moral ist dahin.)

Für Unter­neh­mens­an­wen­der ist genau dies der wich­tigs­te Fak­tor. Black­Ber­ry hat noch nie durch Per­for­mance und Schnel­lig­keit über­zeugt. Jeder weiss, dass im Zuge der ers­ten Ent­las­sungs­wel­le im letz­ten Jahr die Bes­ten gin­gen. Bei der nun fol­gen­den Ent­las­sungs­wel­le wer­den wie­der­um eher wie­der die noch ver­blie­be­nen Leis­tungs­trä­ger gehen. Zurück bleibt ein Tor­so, der sich nie erho­len wird.

Inso­fern ist es egal, ob die letz­ten Hiobs­bot­schaf­ten auf der Frus­tra­ti­on der Mit­ar­bei­ter beru­hen und durch­ge­sto­chen wur­den oder zu einem Mas­ter­plan des Herrn Heins gehö­ren.

Am Wochen­en­de wur­de bekannt, dass man — mit­ten in der exis­tenz­ge­fähr­den­den Kri­se — einen grö­ße­ren und bes­se­ren Fir­men­jet ange­schafft habe, so sind wei­te­re 25–30 Mil­lio­nen USD wenigs­tens weg. Der für das Wochen­en­de geplan­te und ange­kün­dig­te Launch des Black­Ber­ry Mes­sen­gers muss­te abge­sagt wer­den — die Soft­ware war vor­ab gele­akt wor­den. Ver­mut­lich war auch dies dem Frust der Mit­ar­bei­ter zuzu­ord­nen, im Kern ist es aber eine Kon­se­quenz von Heins’ anzu­neh­men­dem Mas­ter­plan.

Doch schlim­mer geht immer. Heu­te nun wur­de die Ana­lys­ten-Tele­fon­kon­fe­renz für Heins, die mor­gen statt­fin­den soll­te, abge­sagt. T-Mobi­le ver­bannt die Gerä­te in den USA aus den Läden. Der Absturz gewinnt an Fahrt.

Inso­fern muss sich jeder Unter­neh­mens­an­wen­der über­le­gen, ob er sei­ne mobi­le Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Tech­nik eines Anbie­ters abwi­ckeln will, der sich in hel­ler Auf­lö­sung befin­det. Unse­re Emp­feh­lung ist ein­deu­tig und schon am Beginn die­ses Bei­tra­ges zu lesen — lie­ber ein Ende mit Schre­cken als Schre­cken ohne Ende! Ent­sor­gen Sie Black­Ber­ry jetzt!


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