Andro­id in Unter­neh­men — Da hal­ten wir den Deckel drauf, das füh­ren wird nicht ein …

… schall­te es mir heu­te bei einem unse­rer Ham­bur­ger Kun­den ent­ge­gen. Wir waren zu einem Kurz­work­shop zum The­ma App-Stra­te­gie für iOS zusam­men­ge­kom­men und mir saß das ver­sam­mel­te Mobi­li­ty-Know­how die­ses Kun­den gegen­über. Das Unter­neh­men erwei­tert der­zeit eine vie­le Jah­re gut gema­nag­te Black­Ber­ry-Lösung um iOS-Gerä­te und erlebt die stei­gen­de Kom­ple­xi­tät eher nicht als Fort­schritt.

Die Ableh­nung von Andro­id ist gut nach­voll­zieh­bar, da die geschlos­se­ne, hei­le Black­Ber­ry-Welt schon durch die iOS-Ein­füh­rung Ris­se bekommt, die nicht noch brei­ter wer­den sol­len. Gera­de wenn man das The­ma App-Stra­te­gie für iOS vor dem Hin­ter­grund des in Euro­pa immer noch feh­len­den Volu­me Purcha­se Pro­gram von Apple bespricht und erken­nen muss, dass hier noch vie­les auf Ver­bes­se­run­gen war­tet und am Anfang steht — auch mit einem Mobi­le Device Manage­ment-Sys­tem. Denn vie­le Work­arounds, wie das Ver­tei­len der zu kau­fen­den Apps über die Ver­schenk­op­ti­on, braucht man auf einem Black­Ber­ry Enter­pri­se Ser­ver nicht so dilet­tan­tisch mana­gen.

Und wenn man dann auf Andro­id schaut, die immer schnel­ler wach­sen­de Zer­klüf­tung der Firm­ware- und Her­stel­ler­ver­sio­nen sich ansieht und das kon­zep­tio­nell wenig durch­dach­te App-Ange­bot des Play-Store vor Augen hat ist die Ein­stel­lung unse­res Kun­den nach­voll­zieh­bar und von der Sache her rich­tig.

Aber ich muss­te trotz­dem wider­spre­chen. Aus ver­schie­de­nen Grün­de, die da sind:

  • iPho­ne und iPad haben vie­le IT-Abtei­lun­gen lan­ge Zeit nicht auf dem Schirm gehabt und des­halb den Unter­neh­mens­ein­satz nicht für mög­lich gehal­ten oder erwo­gen, was dazu führ­te, dass die Gerä­te an der IT vor­bei „ein­ge­führt” wur­den — so auch bei unse­rem Kun­den. Bei Andro­id hat die IT jetzt ein­mal wie­der die Chan­ce vor­an­zu­ge­hen und nicht getrie­ben zu sein — gestal­ten statt ver­wal­ten. Bei Andro­id kann die IT in vie­len Fäl­len noch die Gerä­te wäh­len, die Stan­dards set­zen, fort­schritt­lich sein. War­um also nicht?
  • Andro­id ent­wi­ckelt eine Mar­ke­ting­macht, die Apple — über kurz oder lang — in den Schat­ten stel­len wird. In den USA sehe ich dies immer wie­der deut­lich, wo Andro­id-Gerä­te ihren Sie­ges­zug begon­nen haben. Dies wird in Deutsch­land auch immer stär­ker, Sam­sung macht hier vie­les rich­tig und in kei­nem ande­ren Land der Welt hat Sam­sung eine bes­se­re Markt­pe­ne­tra­ti­on. Dies führt zu Auf­merk­sam­keit, Nach­fra­ge durch die Anwen­der an die Fir­men-IT und dadurch zu wei­ter stei­gen­den Markt­an­tei­len.
  • Andro­id-Gerä­te kön­nen sehr bil­lig sein! 2012 und in Zukunft wird die­ser Vor­teil wei­ter wach­sen. Heu­te gibt es bei ent­spre­chen­der Stück­zahl schon Andro­id-Tablets für deut­lich unter 200 € und damit rund 500 € unter einem ähn­li­chen iPad. Wenn es dann um 1000 Gerä­te geht, spricht man über einen Preis­un­ter­schied von 500.000 €. Das fin­den heu­te schon sehr vie­le Ent­schei­der attrak­tiv und das wer­den immer mehr Ent­schei­der attrak­tiv fin­den. Die­ser Trend ist nicht auf­zu­hal­ten. Bekann­tes­tes Bei­spiel in Deutsch­land ist immer noch die Deut­sche Bahn, die sich 2010 dafür ent­schied, ihre Zug­be­glei­ter mit Andro­id-Smart­pho­nes aus­zu­rüs­ten.

Vor die­sem Hin­ter­grund war mei­ne Emp­feh­lung an unse­ren Kun­den sehr ein­fach und sie lau­tet: „Gestal­ten Sie den Pro­zess der Andro­id-Ein­füh­rung aktiv von vorn. Lau­fen Sie dies­mal vor­weg und nicht hin­ter­her!” Denn Wild­wuchs bei Andro­id führt zu einer Poten­zie­rung der bei iOS fest­ge­stell­ten Pro­ble­me mit ggf. dra­ma­ti­sche­ren Kon­se­quen­zen. Den­ken Sie immer dar­an, dass es nur ein iOS gibt, aber mitt­ler­wei­le tau­sen­de Firm­wares für Andro­id. Wenn die IT auf die­sem Feld die Pro­zes­se nicht gestal­tet und anführt, wird sie unter­ge­hen — Garan­tiert!

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