6 Jah­re iPho­ne — Hat der 09.01.2007 die Welt ver­än­dert?

Am 9. Janu­ar ist in der Ver­gan­gen­heit viel pas­siert. An die­sem Tag wur­de 1789 Goethe’s Egmont urauf­ge­führt, 1905 begann die ers­te rus­si­sche Revo­lu­ti­on, 1917 begann der ers­te U‑Boot-Krieg, 1960 wur­de begon­nen den Assu­an-Stau­damm in Ägyp­ten zu bau­en, 1908 starb Wil­helm Busch, 1890 wur­de Kurt Tuchol­sky gebo­ren, 1913 Richard Nixon und 1941 Joan Baez. Alles erin­nerns- und teil­wei­se auch bemer­kens­wert. Aber kei­nes die­ser Ereig­nis­se hat die Welt nach­hal­tig ver­än­dert.

Auch am 09. Janu­ar — im Jahr 2007 — betrat Ste­ve Jobs — wie jedes Jahr zuvor — die Büh­ne der Mac­world Con­fe­rence & Expo im Mosco­ne Cen­ter in San Fran­cis­co. Und die­ser Auf­tritt hat die Welt — rück­bli­ckend betrach­tet — stär­ker ver­än­dert als vie­le ande­re Ereig­nis­se, alle­mal stär­ker als die oben ange­führ­ten. Denn Ste­ve Jobs prä­sen­tier­te an die­sem Tag das iPho­ne 1 und — abge­se­hen von hart­ge­sot­te­nen Apple-Geeks — erkann­te sei­ner­zeit kaum jemand, welch tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen und Ein­schnit­te die­se Prä­sen­ta­ti­on nicht nur in der Mobi­li­ty son­dern in der gesam­ten IT aus­lö­sen soll­te.

Auch ich nicht. Ich war zu die­sem Zeit­punkt hart­ge­sot­te­ner Black­Ber­ry-Fan und nahm das iPho­ne weder als neu­es Para­dig­ma für Mobi­li­ty noch als Bedro­hung für die eta­blier­ten Kon­zep­te wahr. Wir gaben dem iPho­ne kei­ne Zukunft und glaub­ten, dass sich die mobi­le Welt wei­ter um Black­Ber­ry und viel­leicht auch noch Win­dows Mobi­le dre­hen wird. Wie falsch lagen wir!

Wir spot­te­ten viel über die Unzu­läng­lich­kei­ten von iOS 1 und konn­ten uns nicht ansatz­wei­se vor­stel­len, dass die­se Gerä­te­klas­se ein­mal Ein­zug in die Unter­neh­men hal­ten wür­de, zu unbe­nutz­bar erschie­nen uns die Gerä­te ohne Tas­ta­tur, der Nokia Com­mu­ni­ca­tor war noch weit ver­brei­tet und auch der Black­Ber­ry 7290 war noch ein viel genutz­tes Gerät. Inso­fern stuf­ten wir das iPho­ne in eine Linie mit dem Apple New­ton ein — Apple’s ers­tem Ver­such eines mobi­len Gad­gets, der gna­den­los geschei­tert war. Vie­le beschlos­sen das iPho­ne als eine iden­ti­sche Tot­ge­burt zu betrach­ten. Wie falsch dies war wis­sen wir heu­te — 6 Jah­re und rund 275 Mil­lio­nen ver­kauf­te Gerä­te spä­ter.

Denn wir konn­ten uns nicht vor­stel­len, dass die arro­gan­te und unsym­pa­thi­sche Fir­ma Apple auf den Markt hören wür­de und das iPho­ne Schritt für Schritt zu einem auch im Busi­ness ver­wend­ba­ren und akzep­ta­blen Tool ent­wi­ckeln wür­de — das hat­ten die ja noch nie gemacht, die saßen in der Nische. Weit gefehlt! Apple ver­bes­ser­te Kon­zept und iOS kon­ti­nu­ier­lich, oft schnell und beharr­lich und erreich­te damit, dass die Gerä­te ab iOS 4 auch im Busi­ness ernst genom­men wer­den muss­ten.

Und so kann und muss man fest­stel­len, dass Apple mit iOS nun­mehr — iOS 6 ist erreicht — für Unter­neh­men, die auf Sicher­heit Wert legen, die ein­zig akzep­ta­ble Wahl neben Black­Ber­ry ist. Und die Enter­pri­se-Funk­tio­nen und ‑Sicher­heit Black­Ber­ry sogar mitt­ler­wei­le in vie­len Berei­chen über­holt haben. Hut ab! Und Glück­wunsch an Apple! Ihr seid mir zwar — nach wie vor — zutiefst unsym­pa­thisch, aber ich bestau­ne die­se Leis­tung trotz­dem mit Respekt und Hoch­ach­tung.

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