Tschüss Vod­a­fone, Tschüss 1&1 — keine Ver­bin­dung kann jeder! Zurück geht es zur Telekom!

Heute ist mir endgültig der Kragen geplatzt! Ich habe ja erst vor 4 Tagen im Beitrag Vodafone – Was ist los? Die Performance erreicht mittlerweile die von o2 die inakzeptable Performance von Vodafone beklagt, hatte aber eigentlich vor, noch einige Wochen Geduld aufzubringen. Heute fuhr ich nun zu einem MDM-Interessenten in Walsrode und hatte die anscheinend übertriebene Erwartung, mein iPhone nutzen zu können. Da hatte ich natürlich die Rechnung ohne Vodafone gemacht! Nichts ging – wie eigentlich immer in den letzten Wochen. Flugmodus ein, Flugmodus aus – kurze Zeit tröpfelten Daten und dann war es wieder vorbei! Als ich an einen Stau ranfuhr dachte ich, jetzt suche ich mir mal die Umleitung auf dem iPhone – ich dachte dabei natürlich nicht an meinen wunderbaren Carrier! Nichts ging mehr! Warum soll es auch funktionieren – ich habe ja schon bezahlt! 😉

Auf dem Rückweg ereilte mich dann ein bitterböser Anruf von einem Partner – ich hätte es wohl nicht nötig ans Telefon zu gehen oder zurückzurufen, wenn es eilig ist! Jeder der mich kennt weiß, dass ich zuverlässig bin und schneller als viele andere Menschen zurückrufe. Schnell klärte sich auf, dass er mein Telefon hatte endlos klingeln lassen – mehrfach – und bei mir weder ein Anruf noch eine Benachrichtigung auf dem Mobiltelefon angezeigt wurde. Dies ist in den letzten Wochen mindestens zehnmal passiert- zehnmal, die ich weiß. Wie oft es wirklich war, weiss ich nicht. Aber für mich war dieser Anruf der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

Also hielt ich schnell in Lüneburg an einem Mobilfunkladen, holte mir eine Congster (Billigmarke der Telekom) Prepaidkarte, schnitt diese schnell für das iPhone zurecht (Gute Anleitung hier) und steckte sie ins Telefon. Und was soll ich sagen? Ich bin wieder erreichbar! 2-4 Balken im Büro, im Auto, in der Stadt – überall, wo Vodafone nicht stattfindet. Gut so! Und wenn die Telekom jetzt wieder mal in die Knie geht? Na dann schmeißen wir die Telekom-Karten genauso schnell weg und wählen den Carrier, der dann performt. Wie sagte ein Kunde von uns vor kurzem so schön:

Carrier sind wie Pinkelbecken. Es ist egal, welches man nimmt, Hauptsache es ist nicht verstopft!“

Genau so ist es, sie sind völlig austauschbar. Deshalb nehmen wir seit langem für unsere Testgeräte nur noch Prepaidkarten. Das kostet fast nichts, kann problemlos gewechselt werden und macht keinen Stress.

Apropos Stress. Weil wir den nicht wollten, haben wir seinerzeit unsere Vodafone-Karten von 1&1 ohne Laufzeit bestellt – Bild siehe links. Als ich heute ganz entspannt kündigen wollte, sah ich mir hierzu die AGB an, um die Kündigungsfristen nachzulesen und fiel aus allen Wolken! Dort steht:

5.5

Ist der Vertrag auf unbestimmte Zeit geschlossen, kann das Vertragsverhältnis ohne Angabe von Gründen von 1&1 mit einer Frist von 30 Tagen zum Monatsende gekündigt werden.

5.8

Der Kunde kann einen Vertrag, der auf unbestimmte Zeit geschlossen wurde, ohne Angabe von Gründen mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende kündigen.

Geht’s noch, 1&1? Einen Vertrag ohne Laufzeit verkaufen und defacto daraus eine mindestens dreimonatige Laufzeit über die AGB definieren! Wie nennt man das? Arglistige Täuschung? Versuchten Betrug? Ich weiss es nicht. Aber ich fühle mich durch diese Klausel betrogen, zumal die Kündigungsfrist noch nicht einmal reziprok gestaltet ist! !&1 kann sofort kündigen, der Nutzer nicht und erhält dadurch nicht das Bestellte und Gewollte – keine Laufzeit. Es ist schon dummdreist von 1&1, solche ungleichen Klauseln weiter anzuwenden, nachdem ihnen genau dies vor noch nicht einmal 2 Jahren vor dem OLG Koblenz für ihr Webhosting um die Ohren geflogen ist – hier finden Sie das Urteil.

Aber das macht ja nichts! Wir fordern die lustige Firma 1&1 jetzt auf, ordentliche Performance zu liefern. Dann werden sie in 7 Tagen noch einmal aufgefordert, dies zu tun. Wenn es dann läuft – was ich nicht glaube – kündigen wir zum 31.07.2012 – mit derselben Frist, die 1&1 für sich geltend macht. Wenn es nicht läuft, kündigen wir fristlos. So einfach ist das. Dann gehen die Lastschriften genauso wie bei o2 zurück und wir gucken einmal an, ob ein deutsches Gericht eine fristlose Kündigung für unwirksam erklärt.

Eine gute Nachricht zum Ende. Dass 1&1 ein einziges Desaster ist, kann man ja an hunderten Stellen im Netz nachlesen, besonders schlecht und inkompetent sind die Hotlines, besonders kompetent die lästigen Anrufe um weitere Produkte zu verkaufen. Insofern hat mich mittlerweile die Hotline von congstar sehr positiv überrascht – professionelle, freundliche, kompetente und lösungsorientierte Männer am Telefon! Klasse!

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3 Kommentare

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  1. […] rund 2 Mona­ten habe ich im Bei­trag Tschüss Vod­a­fone, Tschüss 1&1 — keine Ver­bin­dung kann jeder! Zurück geht es zur Tel…meine Unzu­frie­den­heit mit der deso­la­ten Per­for­mance des Vodafone-​Netzes zum […]

  2. Vie­len Dank für den Hin­weis, Herr Broch. Ich käme natür­lich nie auf die Idee so etwas Wert­vol­les wie von Telekom-​Juristen gestal­tete AGB nicht ernst zu neh­men! Ich nutze meine Congstar-​Karte natür­lich nur als Ver­brau­cher mit allen mei­nen Wün­schen und Bedürf­nis­sen als Ver­brau­cher! Ich habe in Ihrem sehr guten Arti­kel zu die­sem Thema Cong­star ver­bie­tet die Nut­zung als Geschäfts­kunde in einem Kom­men­tar dar­ge­stellt, wie es pro­blem­los mög­lich ist, den congstar-​AGB kom­plett zu ent­spre­chen und trotz­dem als Firma die­sen Anbie­ter zu nut­zen. Auch dies kann Teil eines PUOCE-​Konzeptes sein.

    Auf eine wei­tere Achil­les­ferse der congstar-​AGB sei auch noch hin­ge­wie­sen. Prepaid-​Karten kriegt man bei vie­len Tele­fon­händ­lern ganz ent­spannt mit Fake-​Registrierungen. Da wün­sche ich cong­star ein­mal ganz viel Spass, die Kun­den­lis­ten zu berei­ni­gen. Als guten Staats­bür­ger ent­setzt mich so etwas natür­lich total, da man so Herrn Schäu­ble und sei­ner tol­len Par­tei die Vor­rats­da­ten­spei­che­rung erschwert. Pfui Spinne!

  3. Super Bei­trag. Nur Vor­sicht bei der Geschäft­li­chen Nut­zung von Cong­star, denn diese ist laut AGB nicht erlaubt.

    Als Kun­den wer­den nur Ver­brau­cher akzep­tiert. Ver­brau­cher ist jede natür­li­che Per­son, die ein Rechts­ge­schäft zu einem Zweck abschließt, der weder ihrer gewerb­li­chen noch ihrer selb­stän­di­gen beruf­li­chen Tätig­keit zuge­rech­net wer­den kann.

    Info Cong­star AGB: http://​goo​.gl/​X​v​bKc

    Ich hatte sel­ber von ca. 4 Wochen schrift­lich bei Cong­star ange­fragt wegen einem Wech­sel von 180 Voice und 90 Daten­kar­ten von Vod­a­fone (direkt) zu Cong­star und erhielt die glei­che nüch­terne Ant­wort, das es sich bei Cong­star aus­schließ­lich um einen Pri­vat­kun­den­an­bie­ter han­delt und jeg­li­che Geschäft­li­che Nut­zung nicht erlaubt ist.

    Das gilt für Pre­paid und Postpaid

    Ver­ste­hen muss man es nicht, aber so ist es im Tarifdschungel

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