Black­Berry — Ist das eine kana­di­sche Firma oder eine US-​Firma?

In der aktu­el­len Dis­kus­sion um die inak­zep­ta­ble Spio­nage der USA, wir berich­te­ten hier­über zuletzt im Bei­trag Wo sit­zen die schlimms­ten Cyber-​Spione auf der Welt? In China, Russ­land oder den USA?, die seit ges­tern mit der Offen­le­gung des PRISM-​Programms eine neue und noch schlim­mere Dimen­sion erhal­ten hat, bleibt Black­Berry immer wie­der — unge­recht­fer­tigt — außer­halb des Fokus.

Der Anstoß zu die­sem Arti­kel war ein Kom­men­tar unse­res Lesers Roland zu dem oben ver­link­ten Arti­kel. Roland schreibt:

Wieso sollte Black­Berry 10 nicht sicher genug sein?
Nur auf­grund der Tat­sa­che, dass es vom ame­ri­ka­ni­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium zer­ti­fi­ziert wurde?
Soweit ich weiss unter­steht Black­Berry nicht dem Patriot Act!?
Von den deut­schen Behör­den wurde es ja auch zertifiziert.

Da sieht man wie­der ein­mal, was nord­ame­ri­ka­ni­sches Mar­ke­ting bewirkt! Die Men­schen glau­ben, dass Black­Berry ein kana­di­sches Unter­neh­men ist, daher nicht dem Patriot Act unter­liegt und des­halb sicher ist. Das ist aber nicht so! Der Reihe nach. wei­ter­le­sen »

Black­Berry Q10 und Black­Berry Z10 — Der Start von 4 wei­te­ren neuen Gerä­ten folgt

Gerade lese ich auf Fier­ce­Wire­less, dass RIM in die­sem Jahr ins­ge­samt 6 neue Geräte mit Black­Berry 10 her­aus­brin­gen will, also nach dem Launch vom Black­Berry Q10 und Black­Berry Z10 noch vier wei­tere Geräte. Frank Boul­ben, der aus­strah­lungs­arme Chief Mar­ke­ting Offi­cer von RIM gab auch einige wei­tere Erläu­te­run­gen zur zukünf­ti­gen Stra­te­gie. Man plane mit den unter­schied­li­chen Gerä­ten die unter­schied­li­chen Markt­seg­mente des Mark­tes zu adres­sie­ren. Nun denn, das ist ja nichts Spektakuläres.

Inter­es­san­ter ist schon, dass RIM zukünf­tig keine exclu­si­ven Part­ner­schaf­ten mehr mit Car­ri­ern ein­geht um unab­hän­gi­ger zu sein. Rich­tig so. RIM baut beim Neu­start sehr stark auf die beste­hende User­base von 79 Mil­lio­nen Anwen­dern, was für einen Erfolg nicht aus­rei­chen wird. Black­Berry 10 wird mit einem AppS­tore mit 70.000 Apps star­ten, von den 600 popu­lärs­ten Apps für Android und iOS sol­len rund 90% auch für Black­Berry ver­füg­bar sein.

All dies über­zeugt mich lei­der nicht, im Gegen­teil, es macht mir Sorge, ob RIM noch ein­mal auf­er­steht. Warum?

RIM hat von 2007 bis 2011 im Schnitt 5 neue Geräte pro Jahr gelauncht (2012 nur eines), womit es RIM zu kei­nem Zeit­punkt gelang die unter­schied­li­chen Markt­seg­mente rund um die Welt abzu­de­cken. Wie dies nun mit 6 Gerä­ten geschafft wer­den soll ist mir schlicht schlei­er­haft. Und es macht mir Sorge. Denn bei 5 Gerä­ten in der Ver­gan­gen­heit haben die Pro­zesse immer wie­der fürch­ter­lich ger­um­pelt. Mit nun 5000 Leu­ten weni­ger 20 % mehr Out­put? Wenn das mal gut geht … wei­ter­le­sen »

Rese­arch in Motion (RIM) ver­liert mit Black­Berry wei­ter an Boden — Schafft Black­Berry 10 den Turnaround?

Für RIM waren die letz­ten Monate eine wei­ter­hin schlechte Zeit. Gerade der Dezem­ber brachte erneut eine große Zahl schlech­ter Nach­rich­ten. Am 17.12. gaben die Betrei­ber der Tech­no­lo­gie­börse NASDAQ bekannt, dass RIM ab dem 24. Dezem­ber nicht mehr im Tech­no­lo­gie­in­dex NASDAQ 100 gelis­tet wird, was den Wert– und Bedeu­tungs­ver­lust des Unter­neh­mens verdeutlicht.

Die schlech­ten Nach­rich­ten wur­den dann am 21.12. von RIM durch die Bekannt­gabe der Quar­tal­zah­len selbst ergänzt. Das Ergeb­nis ist zum wie­der­hol­ten Mal erschüt­ternd. Es wurde ledig­lich 6,9 Mil­lio­nen Smart­pho­nes und 255.000 Play­books abge­setzt, ein Volu­men, dass die Wet­be­wer­ber in einem Bruch­teil der Zeit ver­kau­fen und was zeigt, dass zumin­dest der Tablet-​Markt zukünf­tig mit höchs­ter Wahr­schein­lich­keit ohne RIM statt­fin­den wird und RIM alles auf die Karte Smart­phone wird set­zen müssen.

Beson­ders kri­tisch ist jedoch, dass RIM die Kun­den den Rücken keh­ren, erst­mals über­haupt ging die Zahl der Abon­nen­ten um 1 Mil­lion zurück, von 80 Mil­lio­nen auf 79 Mil­lio­nen. Mir ist CEO Heins noch auf der Black­Berry Jam Ame­ri­cas im Sep­tem­ber 2012 in den Ohren, wo er als Beweis für den Erfolg von RIM und sei­ner Stra­te­gie dar­auf hin­wies, dass die Abon­nen­ten­zah­len im gerade abge­lau­fe­nen Quar­tal gestie­gen waren. Nun­mehr ist auch die­ser Hoff­nungs­schim­mer ent­gül­tig erlo­schen, die User­base geht zurück, gerade im Kern­land USA. wei­ter­le­sen »

Black­Berry Jam Ame­ri­cas 2012 San Jose – Beginn einer Wiederauferstehung?

Ich bin auf dem Weg nach San Jose in Kali­for­nien, irgendwo in der Luft zwi­schen New York und Los Ange­les, weil ich in der nächs­ten Woche die Black­Berry Jam Ame­ri­cas besu­chen werde. Hier im Blog wer­den Sie über die Ver­an­stal­tung nichts wei­ter lesen. Sie fin­den meine Arti­kel hierzu auf Mobile Zeit­geist, wo am Mon­tag auch der ein­lei­tende Arti­kel zu der Berichts­se­rie über die Ver­an­stal­tung erschei­nen wird. Und natür­lich werde ich das, was auf Twit­ter passt, auch auf Twit­ter mit­tei­len. Eine gute Gele­gen­heit @Pretioso auf Twit­ter zu folgen.

Warum fahre ich nach San Jose? Der regel­mä­ßige Leser hier im Blog weiß, dass ich RIM und Black­Berry in letz­ter Zeit sehr kri­tisch gegen­über stand und in man­chen Punk­ten sicher auch noch stehe. Nach fast 10 Jah­ren inten­si­ver BlackBerry-​Nutzung – ja, ich war ein ech­ter BlackBerry-​Fan – erkannte auch ich im letz­ten Jahr dann schließ­lich, dass ich mit Black­Berry ein totes Pferd reite und musste auf iOS umstei­gen, was mir nicht gefiel und gefällt – denn im Kern fand ich die Truppe aus Water­loo immer deut­lich sym­pa­thi­scher als die Ange­ber aus Cuper­tino. Da aber ein Kunde nach dem ande­ren auf iOS umstieg, musste auch ich die Zei­chen der Zeit erkennen.

Noch Mitte August wäre ich nicht nach San Jose gefah­ren, denn den Stress für nur ein paar Tage nach Kali­for­nien zu rei­sen wäre mir diese Kon­fe­renz nicht wert gewe­sen, weil ich zu die­sem Zeit­punkt noch glaubte, dass RIM den Anschluss ver­passt hat. Im Kern ist dies noch heute so, aller­dings glaube ich mitt­ler­weile, dass RIM ins mobile Spiel zurück­keh­ren kann.

Was hat mei­nen Sin­nes­wan­del aus­ge­löst? wei­ter­le­sen »

Black­Berry – Immer noch das klas­si­sche Business-​Phone?

Die Zei­ten für den BlackBerry-​Hersteller Rese­arch in Motion (RIM) sind nicht gerade rosig, im Ver­gleich zu 2011 wur­den bis­her in 2012 41 Pro­zent weni­ger Geräte ver­kauft, laut der IT-​Marktforschung IDC sank der Markt­an­teil von 50 auf 5 Pro­zent in den letz­ten 3 Jah­ren. Um mit der wach­sen­den Kon­kur­renz durch Iphone und Android mit­hal­ten zu kön­nen, setzt der Kon­zern nun auf sein neues Betriebs­sys­tem Black­berry 10, wel­ches Anfang 2013 erschei­nen soll. Hier­mit sol­len einige bekannte Schwach­stel­len aus­ge­gli­chen wer­den. So ver­spricht man sich bei­spiels­weise durch einen Deal mit Micro­soft künf­tig grö­ßere Audio– und Video­da­teien mit dem Gerät abspie­len zu können.

RIM muss nun alles auf eine Karte setz­ten, um den Anschluss nicht kom­plett zu ver­pas­sen. Natür­lich hat ein Black­Berry aber auch jetzt schon unschlag­bare Vor­teile gegen­über ande­ren Smart­pho­nes. Zum Bei­spiel kom­men E-​Mails blitz­schnell an, manch­mal sogar schnel­ler als im Online-​Mail Account selbst. Ebenso sta­bil und zuver­läs­sig ist der Black­berry Mes­sen­ger, da er über das haus­ei­gene Netz­werk läuft und nicht über einen Dritt­an­bie­ter, wel­che ja in letz­ter Zeit häu­fig unter Qua­li­täts­schwan­kun­gen ange­sichts des Smart­phone und Tablet– Booms leiden.

Die Black­Berry App-​World hin­ge­gen ist lei­der immer noch ein etwas trau­ri­ger Ort. Die meis­ten Apps wer­den heut­zu­tage pri­mär für Iphone und Android-​Smartphones geschaf­fen, so gibt es Ins­ta­gram – obwohl der Zenith der App schon erreicht wurde– immer noch nicht für Black­Ber­rys. Bei Black­Berry 10 soll es Gerüch­ten zufolge eher eine haus­ei­gene Foto-​App mit den glei­chen Eigen­schaf­ten geben. Dies ist nur ein Bei­spiel dafür, dass sich BB-​User meist aus­ge­schlos­sen füh­len, wenn es um aktu­elle Mobile-​Trends und Hypes geht, ein Lifestyle-​Phone wird Black­Berry auf die­sem Wege sicher nicht. Lei­der sieht es auch im Spek­trum der Nachrichten-​Apps, wel­che doch essen­ti­ell für den klas­si­schen Business-​User sind, eher düs­ter aus: nur wenige deut­sche Tages­zei­tun­gen und Online­me­dien sind in der App-​World prä­sent. Nach sei­ten­lan­gem Durch­kli­cken in der News-​Rubrik ent­deckt man zwi­schen Apps aus Vene­zuela oder Anwen­dun­gen wie „Hot­Game Online“ dann doch mal ntv oder die Ham­bur­ger Mor­gen­post. Aber auch im App-​Sektor ver­spricht man Bes­se­rung mit der neuen Gene­ra­tion um BB10. wei­ter­le­sen »