Von Klaus Düll geschrieben am 7. Juni 2013
In der aktuellen Diskussion um die inakzeptable Spionage der USA, wir berichteten hierüber zuletzt im Beitrag Wo sitzen die schlimmsten Cyber-Spione auf der Welt? In China, Russland oder den USA?, die seit gestern mit der Offenlegung des PRISM-Programms eine neue und noch schlimmere Dimension erhalten hat, bleibt BlackBerry immer wieder — ungerechtfertigt — außerhalb des Fokus.
Der Anstoß zu diesem Artikel war ein Kommentar unseres Lesers Roland zu dem oben verlinkten Artikel. Roland schreibt:
Wieso sollte BlackBerry 10 nicht sicher genug sein?
Nur aufgrund der Tatsache, dass es vom amerikanischen Verteidigungsministerium zertifiziert wurde?
Soweit ich weiss untersteht BlackBerry nicht dem Patriot Act!?
Von den deutschen Behörden wurde es ja auch zertifiziert.
Da sieht man wieder einmal, was nordamerikanisches Marketing bewirkt! Die Menschen glauben, dass BlackBerry ein kanadisches Unternehmen ist, daher nicht dem Patriot Act unterliegt und deshalb sicher ist. Das ist aber nicht so! Der Reihe nach. weiterlesen »
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Von Klaus Düll geschrieben am 10. Januar 2013
Gerade lese ich auf FierceWireless, dass RIM in diesem Jahr insgesamt 6 neue Geräte mit BlackBerry 10 herausbringen will, also nach dem Launch vom BlackBerry Q10 und BlackBerry Z10 noch vier weitere Geräte. Frank Boulben, der ausstrahlungsarme Chief Marketing Officer von RIM gab auch einige weitere Erläuterungen zur zukünftigen Strategie. Man plane mit den unterschiedlichen Geräten die unterschiedlichen Marktsegmente des Marktes zu adressieren. Nun denn, das ist ja nichts Spektakuläres.
Interessanter ist schon, dass RIM zukünftig keine exclusiven Partnerschaften mehr mit Carriern eingeht um unabhängiger zu sein. Richtig so. RIM baut beim Neustart sehr stark auf die bestehende Userbase von 79 Millionen Anwendern, was für einen Erfolg nicht ausreichen wird. BlackBerry 10 wird mit einem AppStore mit 70.000 Apps starten, von den 600 populärsten Apps für Android und iOS sollen rund 90% auch für BlackBerry verfügbar sein.
All dies überzeugt mich leider nicht, im Gegenteil, es macht mir Sorge, ob RIM noch einmal aufersteht. Warum?
RIM hat von 2007 bis 2011 im Schnitt 5 neue Geräte pro Jahr gelauncht (2012 nur eines), womit es RIM zu keinem Zeitpunkt gelang die unterschiedlichen Marktsegmente rund um die Welt abzudecken. Wie dies nun mit 6 Geräten geschafft werden soll ist mir schlicht schleierhaft. Und es macht mir Sorge. Denn bei 5 Geräten in der Vergangenheit haben die Prozesse immer wieder fürchterlich gerumpelt. Mit nun 5000 Leuten weniger 20 % mehr Output? Wenn das mal gut geht … weiterlesen »
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Von Klaus Düll geschrieben am 25. Dezember 2012
Für RIM waren die letzten Monate eine weiterhin schlechte Zeit. Gerade der Dezember brachte erneut eine große Zahl schlechter Nachrichten. Am 17.12. gaben die Betreiber der Technologiebörse NASDAQ bekannt, dass RIM ab dem 24. Dezember nicht mehr im Technologieindex NASDAQ 100 gelistet wird, was den Wert– und Bedeutungsverlust des Unternehmens verdeutlicht.
Die schlechten Nachrichten wurden dann am 21.12. von RIM durch die Bekanntgabe der Quartalzahlen selbst ergänzt. Das Ergebnis ist zum wiederholten Mal erschütternd. Es wurde lediglich 6,9 Millionen Smartphones und 255.000 Playbooks abgesetzt, ein Volumen, dass die Wetbewerber in einem Bruchteil der Zeit verkaufen und was zeigt, dass zumindest der Tablet-Markt zukünftig mit höchster Wahrscheinlichkeit ohne RIM stattfinden wird und RIM alles auf die Karte Smartphone wird setzen müssen.
Besonders kritisch ist jedoch, dass RIM die Kunden den Rücken kehren, erstmals überhaupt ging die Zahl der Abonnenten um 1 Million zurück, von 80 Millionen auf 79 Millionen. Mir ist CEO Heins noch auf der BlackBerry Jam Americas im September 2012 in den Ohren, wo er als Beweis für den Erfolg von RIM und seiner Strategie darauf hinwies, dass die Abonnentenzahlen im gerade abgelaufenen Quartal gestiegen waren. Nunmehr ist auch dieser Hoffnungsschimmer entgültig erloschen, die Userbase geht zurück, gerade im Kernland USA. weiterlesen »
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Von Klaus Düll geschrieben am 22. September 2012
Ich bin auf dem Weg nach San Jose in Kalifornien, irgendwo in der Luft zwischen New York und Los Angeles, weil ich in der nächsten Woche die BlackBerry Jam Americas besuchen werde. Hier im Blog werden Sie über die Veranstaltung nichts weiter lesen. Sie finden meine Artikel hierzu auf Mobile Zeitgeist, wo am Montag auch der einleitende Artikel zu der Berichtsserie über die Veranstaltung erscheinen wird. Und natürlich werde ich das, was auf Twitter passt, auch auf Twitter mitteilen. Eine gute Gelegenheit @Pretioso auf Twitter zu folgen.
Warum fahre ich nach San Jose? Der regelmäßige Leser hier im Blog weiß, dass ich RIM und BlackBerry in letzter Zeit sehr kritisch gegenüber stand und in manchen Punkten sicher auch noch stehe. Nach fast 10 Jahren intensiver BlackBerry-Nutzung – ja, ich war ein echter BlackBerry-Fan – erkannte auch ich im letzten Jahr dann schließlich, dass ich mit BlackBerry ein totes Pferd reite und musste auf iOS umsteigen, was mir nicht gefiel und gefällt – denn im Kern fand ich die Truppe aus Waterloo immer deutlich sympathischer als die Angeber aus Cupertino. Da aber ein Kunde nach dem anderen auf iOS umstieg, musste auch ich die Zeichen der Zeit erkennen.
Noch Mitte August wäre ich nicht nach San Jose gefahren, denn den Stress für nur ein paar Tage nach Kalifornien zu reisen wäre mir diese Konferenz nicht wert gewesen, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch glaubte, dass RIM den Anschluss verpasst hat. Im Kern ist dies noch heute so, allerdings glaube ich mittlerweile, dass RIM ins mobile Spiel zurückkehren kann.
Was hat meinen Sinneswandel ausgelöst? weiterlesen »
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Von Nadine Opitz geschrieben am 18. September 2012
Die Zeiten für den BlackBerry-Hersteller Research in Motion (RIM) sind nicht gerade rosig, im Vergleich zu 2011 wurden bisher in 2012 41 Prozent weniger Geräte verkauft, laut der IT-Marktforschung IDC sank der Marktanteil von 50 auf 5 Prozent in den letzten 3 Jahren. Um mit der wachsenden Konkurrenz durch Iphone und Android mithalten zu können, setzt der Konzern nun auf sein neues Betriebssystem Blackberry 10, welches Anfang 2013 erscheinen soll. Hiermit sollen einige bekannte Schwachstellen ausgeglichen werden. So verspricht man sich beispielsweise durch einen Deal mit Microsoft künftig größere Audio– und Videodateien mit dem Gerät abspielen zu können.
RIM muss nun alles auf eine Karte setzten, um den Anschluss nicht komplett zu verpassen. Natürlich hat ein BlackBerry aber auch jetzt schon unschlagbare Vorteile gegenüber anderen Smartphones. Zum Beispiel kommen E-Mails blitzschnell an, manchmal sogar schneller als im Online-Mail Account selbst. Ebenso stabil und zuverlässig ist der Blackberry Messenger, da er über das hauseigene Netzwerk läuft und nicht über einen Drittanbieter, welche ja in letzter Zeit häufig unter Qualitätsschwankungen angesichts des Smartphone und Tablet– Booms leiden.
Die BlackBerry App-World hingegen ist leider immer noch ein etwas trauriger Ort. Die meisten Apps werden heutzutage primär für Iphone und Android-Smartphones geschaffen, so gibt es Instagram – obwohl der Zenith der App schon erreicht wurde– immer noch nicht für BlackBerrys. Bei BlackBerry 10 soll es Gerüchten zufolge eher eine hauseigene Foto-App mit den gleichen Eigenschaften geben. Dies ist nur ein Beispiel dafür, dass sich BB-User meist ausgeschlossen fühlen, wenn es um aktuelle Mobile-Trends und Hypes geht, ein Lifestyle-Phone wird BlackBerry auf diesem Wege sicher nicht. Leider sieht es auch im Spektrum der Nachrichten-Apps, welche doch essentiell für den klassischen Business-User sind, eher düster aus: nur wenige deutsche Tageszeitungen und Onlinemedien sind in der App-World präsent. Nach seitenlangem Durchklicken in der News-Rubrik entdeckt man zwischen Apps aus Venezuela oder Anwendungen wie „HotGame Online“ dann doch mal ntv oder die Hamburger Morgenpost. Aber auch im App-Sektor verspricht man Besserung mit der neuen Generation um BB10. weiterlesen »
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