Seit heute ist die neueste Version von Dingleberry veröffentlicht. Dingleberry ist ein Tool, das auf dem BlackBerry Playbook den Rootzugang sicherstellt (mehr Informationen zu Rooting hier). Man kann über den Sinn und Zweck von Rooting ausführlich streiten, wie dies auf diversen amerikanischen und kanadischen Foren derzeit geschieht. Dies ist meines Erachtens aber eher unwichtig. Mir geht schon länger durch den Kopf, was der User CrackBerryTorch 9800 auf Crackberry schreibt:
I thought QNX was supposed to be a secure kernal. BB OS never got rooted but the first QNX did early in the game.
Genau dies geht mir seit dem 07.12.2011 durch den Kopf, dem Tag, als ich das erste Mal über Dingleberry las. Der letzte Vorteil von BlackBerry ist nun auch dahin, denn es hat sicher nicht nur mir sehr gut gefallen, dass das BB OS niemals gehackt wurde. Ich habe absichtlich lange nicht über Dingleberry geschrieben, weil ich den ganzen Hacking-, Cracking– und Jailbreaking-Markt ablehne, da hierdurch den Verantwortlichen für IT-Strukturen das Leben unnötig schwer gemacht wird. Ich habe andererseits aber auch erwartet, dass RIM diesem Problem entschiedener entgegentritt. Apple hat in der Anfangszeit auf die Jailbreaks mit einem regelrechten Feuerwerk von Firmware-Updates reagiert und mittlerweile das Problem weitgehend im Griff. Bei RIM ist es leider auch hier wieder einmal wie so oft in der Vergangenheit — nichts passiert.
Schade. Aber andererseits auch verständlich bei einem Gerät, dass vom Markt nicht angenommen wird und nur mit Schleuderpreisen an die Kunden verkauft werden kann — zuletzt 149 $ für die 32 GB Version in Nordamerika, was aktuell rund 115 € sind (Preise in Nordamerika sind immer Nettopreise, also nicht 1:1 zu Straßenpreisen in Deutschland vergleichbar). Und auch in Deutschland sind wir schon bei 149 € für die 16 GB Version gelandet! Insofern stellt sich auch die Frage, ob sich der Jailbreak überhaupt lohnt …





