Research in Motion hat keinen Aufwand gescheut, den Times Square in New York zum Jahreswechsel zu dominieren. Silvester am Times Square ist ein sehr spezielles Erlebnis, was ich dieses Jahr das erste Mal erlebt habe. Sämtliche Straßen um den Times Square sind durch Gitter und Absperrungen in Blocks eingeteilt, in denen jeweils mehrere tausend Besucher friedlich stehen, insgesamt waren um den Times Square herum über 1 Million Menschen versammelt, die auf den New Years Eve Balldrop 2012 mit Lady Gaga warteten. Hierfür stehen die Menschen für gute Plätze teilweise über 12 Stunden in der Kälte — ohne Toiletten und mit Alkohol– und Rauchverbot. Die Menschen machen die ganze Zeit Party, singen und haben gute Laune.
Wenn man sein Hotel am Times Square hat, hat man den Vorteil, dass man in das weiträumig abgesperrte Gebiet kommt, was sich die Hotels aber auch mit bis zu 1000 US Dollar pro Zimmer bezahlen lassen. Simple Restaurantketten wie Applebees, die im Sperrbezirk liegen, veranstalten Partys, für die der Eintritt 200 — 300 Dollar beträgt.
RIM hat dieses Umfeld genutzt, um einen sehr massiven Auftritt zu zeigen. Man muss schon sehr große Werbeflächen rund um den Platz buchen, um so massiv wahrgenommen zu werden, die Bilder zeigen einige Eindrücke.
Für mich stellt sich die Frage, ob dieser Aufwand noch zum Erfolg führen wird. Vor zwei Jahren waren BlackBerrys das vorherrschende Smartphone in den USA, auch und gerade im Consumer-Segment. Dies ist mittlerweile vorbei, man sieht sie nur noch selten. iPhone und Android-Devices haben BlackBerry stark verdrängt. Ich wünsche RIM, dass BlackBerry 10 hilft, wieder Tritt zu fassen.
Ich glaube es aber nicht.
Nachsatz: Bei Boy Genius Report fand ich gerade einen sehr interessanten Artikel über die Hintergründe des New Years Eve Balls.





