Face­book Home — Das muss in jeder Firma ver­bo­ten werden

Face­book Home hat Deutsch­land erreicht — lei­der. Denn nie­mand braucht eine App, die im Kern das Smart­phone kapert und zu einem Daten­sam­mel­tool für die unsym­pa­thi­sche Daten­krake Face­book umfunk­tio­niert. Die Kon­se­quenz für Unter­neh­men ist ganz ein­fach. Face­book Home muss im MDM-​System ver­bo­ten wer­den — genauso wie alle ande­ren Daten­samm­ler von Whats­App über Google bis zu LinkedIn.

Das ist mit einem zeit­ge­mä­ßen MDM-​System wie datomo Mobile Device Manage­ment (MDM) kin­der­leicht — Face­book Home ein­fach nicht whi­te­lis­ten oder — als schlech­tere Alter­na­tive — black­lis­ten. Und schon kann kein Anwen­der mehr die­ses inak­zep­ta­ble Risiko in ein Unter­neh­men einschleppen.

Zur Zeit ist Face­book Home noch nicht für alle Geräte ver­füg­bar– trotz­dem haben sich schon über 500.000 denk­be­freite Leute die­sen Daten­sam­mel­müll auf ihrem Smart­phone instal­liert! Die meis­ten haben dann aber schnell gemerkt, was für einen Schrott sie sich da ein­ge­fan­gen haben. Von rund 11.000 Bewer­tun­gen in Google’s Plays­tore sind knapp 6000 1 Stern, denn 0 Sterne kann man ja lei­der nicht geben. Dumm gekom­men, Mr. Zucker­berg — die Leute haben noch einen Rest von Intel­li­genz behal­ten und fal­len nicht auf die­sen plum­pen Angriff auf ihre Smart­pho­nes herein.

Ein Aus­zug von 10 kri­ti­schen Kom­men­ta­ren im Plays­tore: wei­ter­le­sen »

Facebook-​Suche — die Krake wird immer unver­schäm­ter. Tschüss Datenschutz!

Regel­mä­ßige Leser die­ses Blogs wis­sen, dass ich von Social Net­works nichts und von Face­book noch weni­ger als nichts halte. Trotz­dem unter­hal­ten wir aus genau die­sem Grund unsere Facebook-​Seite, weil wir nur so Facebook-​Nutzer über die Nach­teile und Gefah­ren von Face­book infor­mie­ren können.

Vor­ges­tern trat der unsym­pa­thischste Mensch der IT-​Community, Mark Zucker­berg, vor die Öffent­lich­keit und ver­kün­dete, dass Face­book ab sofort über eine Such­funk­tion ver­fügt — zumin­dest in den USA. Ich will an die­ser Stelle nicht auf die neue Funk­tion an sich ein­ge­hen, dies kann an vie­len Stel­len im Netz nach­ge­le­sen werden.

Vor­der­grün­dig wer­den bei die­ser Such­funk­tion viel­leicht sogar Daten­schutz­as­pekte aus Sicht von Face­book ein­ge­hal­ten. Aller­dings ent­spricht die Sicht von Face­book auf das Thema Daten­schutz in kei­ner Weise dem deut­schen und euro­päi­schen Recht.

Vor die­sem Hin­ter­grund ist eine Dis­kus­sion zu die­sem Thema im Netz ent­brannt, die kon­trär geführt wird. Hier­bei fiel mir beson­ders auf, dass ein beson­ders dün­ner Kom­men­tar zum Thema in der Süd­deut­schen erschie­nen ist — Warum die Facebook-​Suche eine Chance ist. Vari­nia Ber­nau ver­steigt sich in die­sem Kom­men­tar sogar zu der sehr miss­ver­ständ­li­chen Aus­sage „Mark Zucker­berg betont Daten­schutz”. Sie rela­ti­viert dies zwar, kommt aber zu dem Ergeb­nis, dass Kon­kur­renz das Geschäft belebt. Dies ist rich­tig, im vor­lie­gen­den Fall muss man sich aber die Frage stel­len: „Um wel­chen Preis?” wei­ter­le­sen »

chayns von Tobit — Ein Pro­dukt das nie­mand braucht!

Jah­res­ende — Zeit den Schreib­tisch auf­zu­räu­men. Dabei fällt mir auch eine — wie immer auf­wen­dig gestal­tete — Wer­be­post­karte von Tobit Soft­ware in die Hand. Holen Sie sich die brand­neue Pretioso-​App wird dort per­so­na­li­siert und wie immer bei Tobit ein wenig zu markt­schreie­risch für chayns gewor­ben, ein neues Pro­dukt von Tobit Software.

Ich drehe die Karte um und lese wei­ter (siehe Bild unten), dass uns Tobit mit chayns für nur 295,00 € eine Lösung lie­fert, die uns Apps für Android, iOS und Win­dows Phone lie­fert. Und das ganze ohne Fol­ge­kos­ten! Voo­doo aus Ahaus? (Ahaus ist der Sitz von Tobit).

Inter­es­sant denke ich und surfe zu der bewor­be­nen Web­seite. Doch dort kommt das böse Erwa­chen lei­der wie­der ein­mal schnel­ler als mir lieb ist und ich stelle fest, dass die Markt­schreie­rei sehr schnell auf Zwer­gen­for­mat zusammenkracht.

Was bie­tet mir chayns? Genau kann ich dies nicht fest­stel­len, geschweige denn tes­ten, denn die Anga­ben auf der Web­seite sind recht dürr, Hoch­glanz mit wenig Inhalt. Fas­sen wir die erkenn­ba­ren Fak­ten zusammen.

chayns ist in der Edi­tion für 295 € ein Aggre­ga­tor für die Face­book Fan­page des Unter­neh­mens. Die Eigen­schaf­ten des ach so per­fek­ten Medi­ums Face­book wer­den von Tobit mit fol­gen­dem Ori­gi­nal­ton bejubelt:

Face­book ist das dyna­mischste, fle­xi­belste und belieb­teste Con­tent Manage­ment Sys­tem der Welt. …

Face­book ist die zen­trale Publi­ka­ti­ons­platt­form für chayns. …

Mit chayns wird Face­book zur per­fek­ten Business-​Plattform. Ein­fach und genial!

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Heise warnt vor Whats­App und emp­fiehlt Face­book — Feuer mit Ben­zin löschen?

Heute bin ich auf den Bei­trag Erneut Account-​Klau bei Whats­App mög­lich auf heise​.de gesto­ßen, der ges­tern ver­öf­fent­licht wurde. Dort wird dar­über infor­miert, dass erneut Nach­rich­ten unter der Iden­ti­tät von Drit­ten ver­sandt wer­den kön­nen, wenn man deren Handy– und IMEI-​Nummer kennt. Heise hat diese Infor­ma­tio­nen wie­derum dem Her­stel­ler zur Ver­fü­gung gestellt, dem — oh wel­che Über­ra­schung! — dies zum wie­der­hol­ten Male erkenn­bar egal ist. Die miss­glückte Kom­mu­ni­ka­tion mit Whats­App wird wie folgt beschrieben:

Obwohl Whats­App in der Ver­gan­gen­heit auf keine unse­rer Pres­se­an­fra­gen rea­giert hat, haben wir das Unter­neh­men auch die­ses Mal wie­der über das Sicher­heits­pro­blem infor­miert. Nach eini­gen Tagen erhiel­ten wir tat­säch­lich eine Ant­wort von einer Per­son, die laut Medi­en­be­rich­ten als einer der bei­den Grün­der von Whats­App gilt. Sie erkun­digte sich form­los, wel­che Ver­sion der App betrof­fen ist, wor­auf wir auch umge­hend ant­wor­te­ten. Seit­dem herrscht wie­der Funkstille.

Um das Abdich­ten der Lücke zu beschleu­ni­gen, haben wir dem WhatsApp-​Chef ange­bo­ten, ihm sämt­li­che uns vor­lie­gen­den Details über die Schwach­stelle und das zum Account-​Klau genutzte Skript zur Ver­fü­gung zu stel­len. Seit­dem sind meh­rere Tage ver­gan­gen – zu unse­rer Ver­wun­de­rung hat Whats­App bis­lang nicht um die Zusen­dung der Infor­ma­tio­nen gebeten.

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O2 führt Big Data mit Smart Steps nicht ein — Über Google, Face­book & Co regt sich nie­mand auf!

Ein Auf­schrei ging in den letz­ten Tagen durchs Land. Tele­fo­nica O2 plane Bewe­gungs­da­ten deut­scher O2-​Kunden zu ana­ly­sie­ren und zu ver­mark­ten. Es ist nicht über­ra­schend, dass O2 zu die­sem Thema vor­prescht — wer so schlechte Zah­len hat … Wer die­ses Blog regel­mä­ßig liest weiss, dass meine Wert­schät­zung für Car­rier nur noch von mei­ner Wert­schät­zung für Poli­ti­ker unter­bo­ten wird — und die Wert­schät­zung für O2 liegt noch ein­mal darunter.

Auch wenn O2 rasch zurück­ru­derte — wofür hat diese wenig seriöse Firma denn die Toch­ter­firma Tele­fo­nica Dyna­mic Insights gegrün­det, wenn nicht gerade und genau für diese Daten­schnüf­fe­lei? Tele­fo­nica O2 ist in Deutsch­land ja noch nie durch beson­dere Serio­si­tät auf­ge­fal­len — kata­stro­phale Ver­sor­gungs­qua­li­tät ist das Stich­wort. Zuletzt war dies beim LTE-​Ausbau so, wo die Firma ihr der Poli­tik gege­be­nes Ver­spre­chen nicht ein­ge­hal­ten hat, die Flä­che aus­zu­bauen und hier­bei Tele­kom und Vod­a­fone vor­an­ge­hen ließ und sich nun auf die wirt­schaft­lich viel attrak­ti­ve­ren Städte kon­zen­triert. Schade, dass hier die Bun­des­netz­agen­tur wie immer ver­sagt und den Car­ri­ern nicht auf die Fin­ger haut.

Rich­tig absurd an der gan­zen Dis­kus­sion ist aller­dings, dass die wirk­li­chen Daten­kra­ken, die Big Data in einem ganz ande­ren Maß­stab tag­täg­lich bis zum Exzess zele­brie­ren, über­haupt keine Erwäh­nung fin­den im Bezug zu den Daten­sam­mel­be­mü­hun­gen von Tele­fo­nica O2. wei­ter­le­sen »