Black­Berry — Ist das eine kana­di­sche Firma oder eine US-​Firma?

In der aktu­el­len Dis­kus­sion um die inak­zep­ta­ble Spio­nage der USA, wir berich­te­ten hier­über zuletzt im Bei­trag Wo sit­zen die schlimms­ten Cyber-​Spione auf der Welt? In China, Russ­land oder den USA?, die seit ges­tern mit der Offen­le­gung des PRISM-​Programms eine neue und noch schlim­mere Dimen­sion erhal­ten hat, bleibt Black­Berry immer wie­der — unge­recht­fer­tigt — außer­halb des Fokus.

Der Anstoß zu die­sem Arti­kel war ein Kom­men­tar unse­res Lesers Roland zu dem oben ver­link­ten Arti­kel. Roland schreibt:

Wieso sollte Black­Berry 10 nicht sicher genug sein?
Nur auf­grund der Tat­sa­che, dass es vom ame­ri­ka­ni­schen Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium zer­ti­fi­ziert wurde?
Soweit ich weiss unter­steht Black­Berry nicht dem Patriot Act!?
Von den deut­schen Behör­den wurde es ja auch zertifiziert.

Da sieht man wie­der ein­mal, was nord­ame­ri­ka­ni­sches Mar­ke­ting bewirkt! Die Men­schen glau­ben, dass Black­Berry ein kana­di­sches Unter­neh­men ist, daher nicht dem Patriot Act unter­liegt und des­halb sicher ist. Das ist aber nicht so! Der Reihe nach. wei­ter­le­sen »

Mein gestoh­le­nes Ich — Eine sehr bedenk­li­che Geschichte im Stern (23−2013)

Im Stern die­ser Woche hat Frie­de­rike Ott, eine freie Jour­na­lis­tin, die auch für den Stern schreibt, unter dem Titel „Mein gestoh­le­nes Ich — E-​Mail-​Account geka­pert, oh Schreck! Ein per­sön­li­ches wie lehr­rei­ches Drama” ihre Erfah­run­gen geschil­dert, die sie machen musste, weil ihr Mail-​Account gehackt wurde.

Spon­tan fand ich die Geschichte nicht inter­es­sant, weil es sich im Kern um ein Aller­welts­er­eig­nis han­delt, aber ich las sie dann doch. Die Geschichte ist nicht son­der­lich lesens­wert, Frau Ott beschreibt Ihre Erfah­run­gen wie sie wie­der Kon­trolle über ihren Email-​Account, einen Google Mai­lac­count, erlangte. Aber dann lese ich:

Ich habe mei­nen Email-​Account seit etwa fünf Jah­ren. Ich habe mir als Pro­vi­der Google Mail aus­ge­sucht, denn der Spei­cher, den Google sei­nen Nut­zern anbie­tet, ist rie­sig. Des­halb lösche ich sel­ten Mails. Vie­les kann man irgend­wann noch ein­mal gebrau­chen, und über die Such­funk­tion las­sen sich alte Mails wun­der­bar anhand von Schlag­wör­tern fin­den. Ich bin frei­be­ruf­li­che Jour­na­lis­tin. Ich mache alles über die­sen Account. Dort sind geschäft­li­che und pri­vate Mails gespei­chert. Und da ich mir die Mails nicht auf mei­nen Com­pu­ter her­un­ter­lade, habe ich immer Zugriff auf sie. Egal, wo und an wel­chem Com­pu­ter ich gerade bin. Das ist sehr prak­tisch. Inzwi­schen sind es über 25.000 Mails von vie­len Hun­der­ten, viel­leicht Tau­sen­den Kontaktpersonen.

Wer Zugriff auf mei­nen E-​Mail-​Account hat, kann also sehr viel über mich erfah­ren. Fast mein gan­zes Leben fin­det dort statt. Dass nun wild­fremde Men­schen in mei­nen E-​Mails wüh­len, fühlt sich an, als hätte ich gerade Ein­bre­cher im Haus. Was, wenn sie alles irgendwo ver­öf­fent­li­chen?, frage ich mich. Ich ver­su­che, mich zu beru­hi­gen. Wen inter­es­siert das schon? Ich bin ja nicht Scar­lett Johans­son, Beyoncé oder die FDP. Alle drei wur­den kürz­lich Opfer von Hackern. wei­ter­le­sen »

datomo Mobile Device Manage­ment — Die Unter­schiede und Alleinstellungen

Immer mehr Anwen­der wis­sen, dass datomo Mobile Device Manage­ment die leis­tungs­fä­higste unein­ge­schränkt deut­schem Daten­schutz ent­spre­chende MDM-​Lösung am Markt ist. Fast täg­lich wird uns die Frage gestellt, worin datomo Mobile Device Manage­ment sich von den Markt­be­glei­tern unterscheidet.

Das ist nicht schnell erklärt, denn unsere Anwen­der neh­men das sehr unter­schied­lich wahr. Grund­sätz­lich gilt, dass die meis­ten Anwen­der, die datomo MDM mit ande­ren Lösun­gen ver­gli­chen haben, wenigs­tens zehn Allein­stel­lungs­merk­male von datomo Mobile Device Manage­ment wahr­neh­men und als Ent­schei­dungs­grund für datomo MDM anführen.

Sie wol­len wis­sen, was datomo MDM ein­zig­ar­tig macht? Dann lesen Sie wei­ter, um die zwan­zig wich­tigs­ten Dif­fe­ren­zie­rungs­merk­male ken­nen­zu­ler­nen, die in Ihrer Gesamt­heit datomo MDM den Vor­sprung in den Augen der Anwen­der erlau­ben: wei­ter­le­sen »

Zum Tot­la­chen: Micro­soft und Datenschutz!

Gerade habe ich im Fern­se­hen den aktu­el­len Micro­soft Wer­be­spot gese­hen, der mich nun schon mehr­fach geär­gert hat. Micro­soft und Daten­schutz! Wie krank ist das denn?

Micro­soft merkt sehr fein­sin­nig, dass Daten­schutz in Deutsch­land zuneh­mend immer mehr Men­schen wich­tig ist. Also fabu­liert man ins Blaue, dass man ja alles nur Denk­bare für den Daten­schutz tut. Bei der Recher­che zu die­sem Bei­trag stieß ich auch noch auf andere pein­li­che Bei­spiele, in denen Micro­soft eine vor­bild­li­che Ein­hal­tung des Daten­schut­zes für sich rekla­miert. Ein beson­ders schrä­ger ande­rer Spot rekla­miert auch Daten­schutz für Win­dows Phone 8.

Doch halt — Micro­soft sagt ja glück­li­cher­weise nicht, wel­che Daten­schutz­ge­setze man glaubt ein­zu­hal­ten. Die aus Nord­ko­rea? Oder viel­leicht auch die aus Syrien? Iran könnte auch der Maß­stab sein. Es ist schon dumm­dreist, wenn ein ame­ri­ka­ni­sches Unter­neh­men, das unein­ge­schränkt der unde­mo­kra­ti­schen ame­ri­ka­ni­schen Patriot-​Act-​Gesetzgebung unter­liegt, sich auch nur traut das Wort ‘Daten­schutz’ in den Mund zu neh­men! wei­ter­le­sen »

Bun­des­re­gie­rung muss zuge­ben: Daten­spei­che­rung in der Cloud ist nie­mals sicher

Heute machte mich ein Bei­trag auf heise​.de auf den auch in Deutsch­land skan­da­lö­sen Umgang mit Daten in der Cloud auf­merk­sam. Der Titel Deut­sche Fahn­dung in US-​Cloud mög­lich lenkt vom eigent­li­chen Skan­dal ab. Das ame­ri­ka­ni­sche IT-​Angebote grund­sätz­lich nicht sicher sind ist für regel­mä­ßige Leser hier im Blog bekannt, die im Zusam­men­hang mit dem Patriot Act ste­hende Gesetz­ge­bung hat in den USA weit­ge­hend die Bür­ger­rechte abge­schafft und die totale Kon­trolle der Bür­ger ermög­licht. Viel schlim­mer ist, dass deut­sche Sicher­heits­be­hör­den nun­mehr anschei­nend auch die Hybris des ‘Yes, we can’ in Bezug auf die totale Kon­trolle der Bür­ger anstreben.

Wir haben die mit der Cloud dies­be­züg­lich in Zusam­men­hang ste­hen­den Pro­bleme vor 6 Mona­ten im Bei­trag Mobi­lity und Cloud-​Nutzung — Die Ame­ri­ka­ner sind hier­bei völ­lig schmerz­frei! the­ma­ti­siert. Für die mit dem Patriot Act in Zusam­men­hang ste­hen­den Pro­bleme kön­nen Sie den Bei­trag Warum Mobile Device Manage­ment (MDM) aus Europa kom­men muss — Demo­cracy Now berich­tet über Spio­nage der NSA als Aus­gangs­punkt nehmen.

Die Kleine Anfrage der Bun­des­tags­frak­tion der Lin­ken, ver­ant­wor­tet vom Abge­ord­ne­ten And­rey Hunko, mit dem Titel ‘Kleine Anfrage des Abge­ord­ne­ten And­rej Hunko u.a. und der Frak­tion DIE LINKE. Sicher­heit, Daten­schutz und Uber­wa­chung von Cloud-​Daten. BT-​Drucksache 17/​12259′ bringt bri­sante Tat­sa­chen ans Licht und zeigt, dass die deut­schen Sicher­heits­be­hör­den offen­kun­dig die aus ihrer Sicht para­die­si­schen Zustände in den USA auch hier­zu­lande gern errei­chen wür­den. wei­ter­le­sen »