Black­Berry Device Ser­vice — Emp­feh­lung für eine sichere Default Policy

Jede Ver­wal­tungs­lö­sung von Black­Berry wird mit einer Default-​Policy aus­ge­lie­fert, so auch der aktu­elle Black­Berry Device Ser­vice 6.2. Wäh­rend man beim bis­he­ri­gen Black­Berry Enter­prise Ser­ver noch ruhi­gen Gewis­sens mit der Default-​Policy arbei­ten konnte hat sich dies beim Black­Berry Device Ser­vice kom­plett ver­än­dert. Mit dem Black­Berry Device Ser­vice wer­den die neuen Geräte mit Black­Berry 10 und das Black­Berry Play­Book gemanagt.

Der Black­Berry Device Ser­vice bie­tet als wesent­li­ches Fea­ture Black­Berry Balance, was wir im Bei­trag Black­Berry Balance — Die rich­tige Ant­wort auf Bring Your Own Device (BYOD)? bespro­chen haben. Aller­dings sind die Vor­ein­stel­lun­gen in der Default Policy mit grenz­wer­tig noch freund­lich beschrie­ben, so ist bei­spiels­weise die Vor­ein­stel­lung für den Zugriff auf die Kon­takte im Unter­neh­mens­be­reich des Gerä­tes aus dem pri­va­ten Bereich her­aus nicht limitiert!

Da wir schon mehr­fach nach einer siche­ren Policy für den Ein­satz von Black­Berry Balance gefragt wur­den, stel­len wir hier einen Vor­schlag bereit. Wenn Sie unsi­cher sind, ob diese Policy Ihren Nut­zungs­wunsch rich­tig abbil­det, fra­gen Sie bitte jemand, der sich mit dem Black­Berry Device Ser­vice aus­kennt, gerne auch uns. Gene­rell gilt: Nicht nur wir wür­den uns noch mäch­ti­gere Ein­stell­mög­lich­kei­ten des BDS wün­schen, die einem ech­ten MDM-​System ent­spre­chen — aber viel­leicht kommt dies ja noch in zukünf­ti­gen Ver­sio­nen. Bei­spiels­weise kön­nen die SD-​Karten wei­ter­hin nur ver­schlüs­selt, aber nicht gelöscht werden.

Hier nun alle ver­füg­ba­ren Policy-​Werte mit den Vor­ein­stel­lun­gen und unse­ren Emp­feh­lun­gen: wei­ter­le­sen »

Black­Berry — Quo vadis?

Kaum eine Woche ver­geht ohne das von Black­Berry nicht ein neues High­light des Ankün­di­gungs­mar­ke­tings nicht vor­han­de­ner Geräte und Lösun­gen zele­briert wird. Wer Black­Berry schon län­ger beob­ach­tet weiss, dass dies noch nie anders war, was unter ande­rem auch ein Grund für den kon­ti­nu­ier­li­chen Absturz des Unter­neh­mens ist.

Bei­spiele gefällig?

Es gibt Dut­zende, hier nur einige wenige, die beson­ders hervorstachen:

  • Ankün­di­gung und Vor­be­rei­tung des BES 5 über 18 Monate — was dann ver­öf­fent­licht wurde war von einer per­for­man­ten Lösung zunächst weit ent­fernt, Anwen­der stie­gen nur zögernd und teils gar nicht auf den BES 5 um.
  • Ankün­di­gung des Mobile Voice Sys­tems (MVS) über meh­rere Jahre mit einem Anspruch, der bis heute nicht erfüllt wurde. Wäh­rend RIM lange Zeit im Beta-​Stadium ver­san­dete zogen viele Tele­fon­her­stel­ler unauf­halt­sam davon.
  • Ankün­di­gung des Black­Berry Storm lange vor dem Erschei­nen. Das dann gelie­ferte Pro­dukt war ein zunächst nahezu unbe­nutz­ba­rer Flop und wurde auch mit dut­zen­den Firmware-​Updates nie­mals ein Erfolg. wei­ter­le­sen »

Black­Berry 7 wird von Trend Micro als bes­tes mobi­les OS für Unter­neh­men ange­se­hen — Stu­die nir­gends zu finden

Die Nach­richt geis­tert seit knapp 24 Stun­den durch das Netz und ist ein gutes Bei­spiel dafür, wie wie­der ein­mal in end­lo­sen Ket­ten abge­schrie­ben wird. Aus­gangs­punkt scheint der Arti­kel Black­Berry 7 named most secure mobile OS for enter­pri­ses zu sein. Trotz inten­si­ver Suche — natür­lich auch auf den Sei­ten von Trend Micro — ist es uns nicht gelun­gen, die Original-​Studie zu fin­den. Was wie­der ein­mal zeigt, dass man dem Rau­schen aus dem Netz immer vor­sich­tig und kri­tisch begeg­nen sollte. Ich zitiere des­halb hier auch nicht die Ergeb­nisse und Zah­len, da ich mich nicht auf Dritt­quel­len ver­las­sen will, wer mag, kann den Ori­gi­nal­ar­ti­kel lesen.

Um Miss­ver­ständ­nisse zu ver­mei­den: Ich teile diese Auf­fas­sung unter der Vor­aus­set­zung, dass man bereit ist, die Archi­tek­tur der BlackBerry-​Lösung als grund­sätz­lich sicher anzu­se­hen. Die Nach­richt wird auch in diver­sen Kom­men­ta­ren auf eng­lisch­spra­chi­gen Sei­ten zum Anlass genom­men, RIM dazu anzu­re­gen, sich auf seine Kern­kom­pe­ten­zen zu besin­nen — den Enterprise-​Markt. Diese Auf­fas­sung ver­trete auch ich schon län­ger. Inso­fern bin ich gespannt, ob Black­Berry 7 nicht viel­leicht doch eine Zukunft hat, da die dem zukünf­ti­gen Black­Berry 10 zugrun­de­lie­gende QNX-​Technologie auf dem Black­Berry Play­book schon gehackt wor­den ist, was ich in einem ande­ren Arti­kel beschrie­ben habe.

Man könnte ja auf die Idee kom­men, dass RIM selbst hin­ter die­ser Stu­die steckt — RIM ist in UK, wo die Nach­richt anschei­nend ent­stand, sehr gut ver­netzt. Man hätte auf diese Art und Weise einen ele­gan­ten Weg gefun­den, Black­Berry 7 und die zugrun­de­lie­gende Tech­no­lo­gie mit dem BES fort­le­ben zu las­sen. Schauen wir mal, was noch so passiert …

Update 13.04.2012

Dank unse­rem Leser Jür­gen Wör­ner haben wir jetzt auch den Link:

Enter­prise Rea­di­ness of Con­su­mer Mobile Platforms

Mein Ein­druck ist nach dem Lesen der Stu­die, dass die meis­ten Bericht­er­stat­ter ges­tern die Stu­die nicht gele­sen oder nur über­flo­gen haben. Bei­spiels­weise wird bei iOS expli­zit ausgeführt:

When com­ple­men­ted by third-​party infra­struc­ture, Apple iOS secu­rity and mana­ge­a­bi­lity are alre­ady good enough to be con­side­red for mobi­lity roles requi­ring device encryp­tion and policy control.

Rich­tig, ohne MDM geht sollte eine mobile Infra­struk­tur heute nicht mehr betrie­ben wer­den, auch keine BlackBerry-​Infrastruktur. Auch über die Ein­zel­be­wer­tun­gen kann man vor die­sem Hin­ter­grund durch­aus strei­ten. Was aber die Kern­aus­sage mei­nes Erach­tens nicht in Frage stellt.

RIM schenkt beste­hen­den Anwen­dern bis zu 277 USD in bar und mit Soft­ware für ihr Upgrade auf einen neuen Black­Berry Bold oder Curve

Heute nacht habe ich ein­mal wie­der Post von RIM an meine ame­ri­ka­ni­sche Adresse erhalten:

Ich brauchte einen Moment bis ich ver­stand, dass die­ses Ange­bot in den USA on Top zu den Kon­di­tio­nen der Netz­be­trei­ber gilt! Das Ange­bot besteht aus zwei Komponenten:

Upgrade Offer — Upgrade auf Black­Berry 9900, 9930, 9350, 9360 oder 9370

Mit die­sem Ange­bot erhält der Kunde beim Kauf eines neuen Bold 9900 oder 9930 eine VISA-​Gutscheinkarte im Wert von 100 USD (kann wie Bar­geld benutzt wer­den) oder beim Kauf eines neuen Curve 9350, 9360 oder 9370 eine VISA-​Gutscheinkarte im Wert von 50 USD.

Zusätz­lich erhält der Anwen­der kos­ten­lose Soft­ware im Wert von 77 USD.

Ori­gi­nal­text des Angebotes:

With the Upgrade Pro­mo­tion, you could get a $100 or $50 Visa Pre­paid Card when you buy a new Black­Berry® Bold™ 99009930 or Black­Berry® Curve™ 9350÷9360÷9370. Plus you’ll be eli­gi­ble to receive over $77 in selec­ted pre­mium apps.

Der zweite Teil des Ange­bo­tes besteht aus dem Trade-​Up Angebot:

Trade Up — Ankauf alter Black­Berry Smartphones

In die­sem Pro­gramm erhält der Anwen­der beim Ein­sen­den eines noch funk­ti­ons­fä­hi­gen Black­Berry Torch 9800 100 USD, für einen Bold 9700 70 USD und selbst für eine Anti­qui­tät wie den Pearl 9100 noch 50 USD, wenn er ein neues Black­Berry Smart­phone erwirbt.

Zusamm­men­ge­fasst: Die Anwen­der erhal­ten Vor­teile im Min­dest­wert von 177 USD bis zu 277 USD — zusätz­lich zu den Sub­ven­tio­nen der Netzanbieter!

Dies bedeu­tet, dass man in den USA den in mei­nen Augen der­zeit bes­ten Black­Berry, den Bold 9900 nicht nur kom­plett kos­ten­los erhält, nein, man erhält — je nach Netz­be­trei­ber — noch Geld dafür geschenkt!!!, dass man mit dem Black­Berry 9900 eines der immer noch bes­ten Smart­pho­nes benutzt! Zum Ver­gleich: bei Vod­a­fone muss man aktu­ell für die­ses Gerät 89,90 € zuzahlen.

Was bedeu­tet die­ses Ange­bot nun kon­kret für ame­ri­ka­ni­sche Anwen­der? Zwei Bei­pi­ele: wei­ter­le­sen »

iPhone und iPad domi­nie­ren das mobile Inter­net — Android ist noch nicht da

Ich finde es inter­es­sant zu beob­ach­ten, wie sich Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt. Des­we­gen wer­den wir ab jetzt quar­tals­weise die Ent­wick­lung der mobi­len Zugriffe auf das Pretioso-​Blog ver­öf­fent­li­chen. Dar­über hin­aus wer­den wir die Ent­wick­lung von Mac OSX bei den sta­tio­nä­ren Zugrif­fen beobachten.

Im ers­ten Quar­tal 2012 ergibt sich fol­gende Ver­tei­lung der Zugriffe aus dem mobi­len Internet:

Wenn Domi­nanz einen Namen hat dann ist die­ser zur Zeit im mobi­len Inter­net iOS. Über­rascht hat mich zwei­er­lei. wei­ter­le­sen »