o2 can’t do — Der Mahn­be­scheid ist da — Geld for­dern ohne Leistungserbringung

Wer die­sen Blog regel­mä­ßig liest weiß, dass wir letz­tes Jahr unse­ren Fir­men­kun­den­ver­trag mit o2 frist­los zum 31.10.2011 gekün­digt haben, weil o2 dau­er­haft bei uns am Stand­ort, aber auch an vie­len ande­ren Stand­or­ten und im Aus­land dau­er­haft die geschul­dete Leis­tung nicht erbracht hat. Ich habe dies in diver­sen Bei­trä­gen hier geschil­dert, als Aus­gangs­punkt kann man den Bei­trag Wir sind Ein­zel­fall – Update zu unse­rer Kün­di­gung bei o2 nehmen.

Nach fast 3 Mona­ten kam nun der Mahn­be­scheid in die­ser Sache heute bei uns an. Natür­lich nicht von o2 son­dern von einem Inkas­so­dienst­leis­ter. Inkas­so­dienst­leis­ter mag ich genauso gern wie Abmahn­an­wälte – “Nie­mand braucht diese Scheiß­haus­flie­gen des Kapi­ta­lis­mus”, wie es ein mit mir befreun­de­ter Unter­neh­mer immer aus­zu­drü­cken pflegt. Rich­tig, aber der Rück­griff auf sol­che “Dienst­leis­ter” zeigt gut, für wie bedeu­tungs­los ein Unter­neh­men seine Kun­den hält, dass es noch nicht ein­mal wil­lens (und in der Lage) ist, die Bei­trei­bung von For­de­run­gen selbst durch­zu­füh­ren. Uns freut das, zeigt es doch ein­mal mehr, was für eine unfä­hige Firma o2 ist. Die kön­nen nicht nur pro­fes­sio­nel­len Mobil­funk nicht, die kön­nen noch nicht ein­mal ein Mahn­ver­fah­ren alleine!

Uns freut diese Ent­wick­lung sehr, denn sie führt in die rich­tige Rich­tung – vor Gericht! So wünschte ich es mir ja im oben ver­link­ten Artikel:

Bitte ver­kla­gen Sie die böse Pre­tioso GmbH doch end­lich! BITTE, BITTE, BITTE! Wir wol­len ein Urteil eines deut­schen Gerich­tes, dass ent­schei­det, ob wir nun die Dinge kom­plett falsch sehen und Ihnen Geld schul­den oder ob Sie die Dinge falsch sehen und Kun­den unge­recht­fer­tigt drang­sa­lie­ren. Des­halb wer­den wir uns auch nicht vergleichen.

Wir wol­len ein­fach nur Klar­heit über die Frage, ob ein Car­rier in Deutsch­land bei dau­er­haf­ten Leis­tungs­stö­run­gen eine frist­lose Kün­di­gung ver­wei­gern darf. Das ist doch auch für Sie prima, wenn Sie end­lich Klar­heit haben, ob Ihre in unse­ren Augen exo­ti­sche Rechts­auf­fas­sung vor deut­schen Gerich­ten Bestand haben wird. Das wird ein ganz tol­ler Pro­zess, wo auch ein­mal über­prüft wer­den kann, ob Sie gegen Vor­schrif­ten der Bun­des­netz­agen­tur ver­stos­sen und ob bei der­ar­ti­gen mas­si­ven Leis­tungs­stö­run­gen der wei­tere Ver­kauf von Mobil­funk­ver­trä­gen straf­recht­lich rele­vant ist – denn Sie wis­sen ja, dass Sie in vie­len Gebie­ten nicht lie­fern bzw. könn­ten und müss­ten dies zumin­dest wissen.

Das sich sub­stan­ti­ell bis heute wenig ver­än­dert hat bei o2 kann man nach wie vor im o2-​Forum nachlesen:

Naja, viel Erfolg noch im dunk­len blauen Ozean – wir rei­ten dem roten bzw. magen­ta­far­be­nen Son­nen­schein entgegen… :smileyvery-happy:

Wir legen jeden­falls Wider­spruch gegen den Mahn­be­scheid ein und freuen uns sehr auf das Gerichts­ver­fah­ren, damit es end­lich ein­mal ein Urteil gibt, das Car­ri­ern die Gren­zen steckt.

Nach­satz:

Ich werde immer wie­der gefragt, wie wir jetzt den Mobil­funk bei Pre­tioso gere­gelt haben. Wir haben aus dem Trau­er­spiel mit o2 gelernt und schlie­ßen des­halb für die Dienst­leis­ter der Grund­ver­sor­gung – Strom, Was­ser, Gas, Tele­fo­nie – keine Lauf­zeit­ver­träge mehr ab. Genauso wie wir jähr­lich die Kfz-​Versicherer prü­fen und ggf. wech­seln machen wir es mit den Grund­ver­sor­gern, wo wir auch regel­mä­ßig über­prü­fen und wech­seln, denn uns ist völ­lig egal von wem die Leis­tung kommt, kein Anbie­ter bie­tet einen dau­er­haf­ten Mehr­wert und daher ist jeder von denen kom­plett austauschbar.

Das ist beim Mobil­funk genauso. Da wir mit einem One-​Number-​Konzept arbei­ten und unsere Mobil­funk­num­mern nicht nach außen kom­mu­ni­zie­ren, kön­nen wir tag­täg­lich den Anbie­ter wech­seln. Alte SIM raus, neue SIM rein und Tschüss Mobil­funk­an­bie­ter. Seit der Ände­rung des Tele­kom­mu­ni­ka­ti­ons­ge­set­zes ist es aller­dings auch sehr ein­fach und ent­spannt die Num­mer mit­zu­neh­men – mehr dazu in die­sem Bei­trag.

Aktu­ell nut­zen wir die 1&1 All­net Flat für die Smart­pho­nes und die 1&1 Note­book­flat für die Note­books und Tablets. Ohne Ver­trags­lauf­zeit, so dass wir täg­lich kün­di­gen kön­nen. Was viele nicht wis­sen – die 1&1 Pro­dukte sind alles Ange­bote im Netz von Vod­a­fone – beste Vodafone-​Qualität zu einem sehr güns­ti­gen Preis. Um Miss­ver­ständ­nis­sen vor­zu­beu­gen – 1&1 ist kata­stro­phal in Ser­vice, Sup­port und Dienst­leis­tung – schlech­ter geht nicht. Aber bis­her funk­tio­nie­ren die Kar­ten und da wir täg­lich gehen kön­nen ist das Risiko überschaubar.


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2 Kommentare

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  1. […] ver­füg­bar ist. Wer den bis­he­ri­gen Ver­lauf nach­le­sen möchte, kann den Bei­trag o2 can’t do — Der Mahn­be­scheid ist da — Geld for­dern ohne Leis­tungs­er­brin­gung als Ausgangspunkt […]

  2. Kommt mir so bekannt vor. Kämpfe bald mit ähn­li­chen Pro­ble­men, nur das ich noch nicht gekün­digt habe. Man hatte mir 20 Euro Gut­schrift ver­spro­chen, statt­des­sen wur­den diese Gut­schrif­ten zu mei­ner Rech­nung drauf gepackt und statt 20 Euro zie­hen die mir 40 Euro ab. Die Hot­li­ner woll­ten das klä­ren, taten sie aber nicht. Also liess ich das Geld zurück buchen und schrieb einen Brief an O2. Ant­wort: Laut deren Unter­la­gen sei alle rechts­mäs­sig. Danach ging eigent­lich alles ganz schnell. Mah­nung und Anschrei­ben vom Inkasso BSF kamen gleich­zei­tig ins Haus. Und aus 40 Euro soll­ten plötz­lich 230 Euro wer­den da das Inkasso sich ja soviel Mühe gege­ben hat, mir einen Brief zu schrei­ben. Ich bat das Inkasso Unter­neh­men, Klage ein­zu­rei­chen mit dem siche­ren Wis­sen, das kein Rich­ter in DE dem Inkasso Unter­neh­men 190 Euro Bear­bei­tungs­ge­büh­ren zuspre­chen würde. Von Sei­tens O2 rea­gierte man in dem man mir die 40 Euro zur Ver­rech­nung mei­nem Kun­den­konto gut sprach. Das hat man aller­dings dem Inkasso Unter­neh­men nicht mit­ge­teilt. Die schrei­ben mir alle 2 Wochen, von den Dro­hun­gen haben die aber lei­der bis­her nichts wahr gemacht. Aller­dings haben die mich im Ifo­sore ein­ge­tra­gen was dazu führt, das meine Kre­dit­wür­dig­keit für den popo ist. In wie weit ich dage­gen vor­ge­hen kann, muss ich mir noch zusam­men googeln.

    So, nun stehe ich da, mit einem Ver­trag den man nur bed­intgt nut­zen kann weil das Netz total über­las­tet ist und O2 eher weni­ger an Kun­den­dia­log inter­es­siert ist. Werde denen gleich noch­mal einen Brief schrei­ben, mal schauen was dies­mal als Ant­wort kommt.

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