Das Thema kommt in den letzten Wochen immer häufiger zur Sprache bei unseren Anwendern. Wie soll man mit Facebook, Twitter, Google+ und anderen Social Media umgehen? Der einfachste Weg – Verbieten der Social Media Apps durch die MDM Lösung – ist nicht immer der beste Weg aus der Sicht unserer Anwender. Auch wenn viele Anwender unumwunden einräumen, dass für die Erledigung der Aufgaben in der Firma durch die Mitarbeiter Twitter & Co nicht erforderlich sind, glauben immer mehr daran, dass das Zulassen der Nutzung von Social Media die Zufriedenheit der Mitarbeiter erhöht /erhöhen kann. Hier gibt es große Unterschiede zwischen Firmen und Branchen. Aber gerade im Bereich von Social Media gilt, dass man ruhig zulassen kann, was nicht schadet. Und Social Media schaden nicht, wenn man deren Nutzung in der mobilen Infrastruktur in der richtigen Weise erlaubt.
Dies gilt allerdings nur dann, wenn das Unternehmen kein Bring Your Own Device (BYOD) zulässt. Bei BYOD-Konzepten werden die meisten Mitarbeiter mit den im folgenden dargestellten Maßnahmen nicht einverstanden sein.
Was sind die wesentlichen Punkte, die für eine (weitgehend) sichere Anwendung von Social Media auf mobilen Endgeräten eines Unternehmens Beachtung finden müssen?
- Regeln Sie die Benutzung von Social Media verbindlich. “Wer darf was” ist die schlichte Regelungsaufgabe, ergänzt um die Regelungen, was ggf wie über die Firma kommuniziert werden darf bzw. ob dies überhaupt erlaubt ist. Nur wer dies weiß, kann sich richtig verhalten und ggf. auch für sein Verhalten zur Rechenschaft gezogen werden.
- Verbieten Sie die nativen Apps für den jeweiligen Social Media Kanal – viele dieser Apps wollen auf das Adressbuch des mobilen Gerätes zugreifen und die dort vorhandenen Daten auswerten. Dies ist eine wesentliche Sicherheitslücke, die sie mit nicht gejailbreakten oder gerooteten Geräten nicht schließen können.
- Nutzen Sie einen der zahlreichen Social Media Aggregatoren. Hier haben Sie die Auswahl zwischen Enterprise-Lösungen und webbasierten Lösungen, die für den Fall, dass Social Media für die private Nutzung ermöglicht werden sollen, meistens die bessere Lösung sind. Eine Aufstellung von 21 Tools finden Sie hier. Wir empfehlen derzeit die Nutzung von Hootsuite, weil bei dieser Lösung derzeit die besten mobilen Apps verfügbar sind.
- Verbieten Sie die Kameranutzung auf den mobilen Endgeräten, wenn Sie das Risiko scheuen, dass hierdurch vertrauliche Dokumente gestohlen werden können (Dies ist kein eigentliches Problem aus der Nutzung von Social Media, die Kamera kann auch ohne Social Media missbräuchlich genutzt werden).
- Verbieten Sie die Nutzung der GPS-Funktionen, wenn Sie daraus Sicherheitsrisiken erwarten (Dies ist ebenfalls kein eigentliches Problem aus der Nutzung von Social Media, GPS kann auch ohne Social Media missbräuchlich genutzt werden).
- Achten Sie bei der Auswahl des Social Media Plugins darauf, dass außer dem (üblichen) Bilder-Upload und ggf. der GPS-Mitteilung keine anderen nicht gewollten Wege für File-Sharing oder Vergleichbares bestehen.
Wenn Sie diese einfachen Hinweise berücksichtigen, steht der Nutzung von Social Media durch Mitarbeiter auf Geräten des Unternehmens kein weiteres Hindernis im Weg. Vielleicht machen Sie Ihren Mitarbeitern damit ja sogar eine Freude!
Wenn Sie weitere Fragen zur Nutzung von Social Media auf mobilen Endgeräten haben – fragen Sie uns. Wir haben die Antwort – Garantiert! Empfehlen Sie diesen Artikel bitte auf Ihrem sozialen Netzwerk weiter, wenn er Ihnen gefallen hat. Wir freuen uns über jede Empfehlung auf Twitter, Facebook oder Google+. Oder besuchen Sie unsere Facebook-Seite und sagen Sie “Gefällt mir”. Dann können Sie dort direkt Informationsmaterial herunterladen.
Nachsatz: Um Rückfragen vorzubeugen. Ich kenne keinen guten Social Media Aggregator für XING. Aber eine Firma wie XING, die mit deutschem Datenschutz wirbt und diesen dann nicht liefert, sollte man grundsätzlich in Unternehmen verbieten. Mehr dazu finden Sie im Artikel XING sagt: Speicherung der Daten auf Akamai-Servern findet nicht statt – eine Akamai Unterlage sagt das Gegenteil.
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