MDM Essen­ti­als — Grund­la­gen von Mobi­le Device Manage­ment gut erklärt

Heu­te steck­te die aktu­el­le iX im Brief­kas­ten, die auf dem Titel­bild mit dem The­ma ‘Smart­pho­nes sicher im Griff’ auf­macht. Im Bei­trag Smart­pho­nes und Tablets chao­s­arm inte­grie­ren — Wege zur Har­mo­nie wird auf 17 Sys­te­me zum Mobi­le Device Manage­ment hin­ge­wie­sen, unter ande­rem auch auf datomo Mobi­le Device Manage­ment. Doch dies ist nicht die Stär­ke die­ses Artikels.

Autor Vol­ker Weber erläu­tert kennt­nis­reich und kom­pe­tent, wie ein MDM-Sys­tem funk­tio­niert. Weber geht ver­ständ­lich und detail­liert auf die wesent­li­chen Platt­for­men ein und erläu­tert wie die Her­stel­ler MDM auf den ein­zel­nen Platt­for­men umset­zen. Beson­ders detail­liert wid­met er sich hier­bei der Beschrei­bung der Mög­lich­kei­ten von iOS.

Im Arti­kel wird rich­tig her­aus­ge­ar­bei­tet, dass „die ver­schie­de­nen mobi­len Betriebs­sys­te­me … unter­schied­lich gut gerüs­tet (sind) für eine zen­tra­le Ver­wal­tung.” Weber erklärt, war­um die Ver­wal­tung einer grö­ße­ren Zahl von Smart­pho­nes und Tablets sicher nur mit einem MDM-Sys­tem zu bewerk­stel­li­gen ist. Sehr gut gefällt mir Weber’s Feststellung:

Das Ange­bot an Ver­wal­tungs­werk­zeu­gen ist bei­na­he so schnell­le­big wie die mobi­len Sys­te­me selbst.

Weber geht aller­dings nicht auf den Grund hier­für ein. Grund ist, dass der MDM-Markt sich der­zeit in einer Boom­pha­se befin­det, die aller­hand schil­lern­de Vögel anzieht. Nahe­zu alle ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ter sind im Besitz von Ven­ture Capi­tal Fir­men (Risi­ko­ka­pi­tal­ge­bern), für die der MDM-Markt nur eine ihrer zahl­rei­chen Wet­ten ist. Hier wird in sehr abseh­ba­rer Zeit ein Kon­zen­tra­ti­ons­pro­zess ein­set­zen, bei dem heu­te noch nicht ansatz­wei­se zu erken­nen ist, wel­che ame­ri­ka­ni­schen Anbie­ter am Ende über­le­ben wer­den — es wer­den nicht zwangs­läu­fig die heu­te Gro­ßen sein, denn der Ver­kauf an ein grö­ße­res Unter­neh­men tut einem MDM-Sys­tem regel­mä­ßig nicht gut. Groß­un­ter­neh­men haben regel­mä­ßig nicht die Agi­li­tät um im MDM-Markt zeit­nah der Gerä­te­ent­wick­lung zu folgen.

Weber arbei­tet gut ver­ständ­lich die Klip­pen und Hür­den einer MDM-Ein­füh­rung her­aus. Er wid­met eine lan­ge Pas­sa­ge den zur Zeit noch sehr grenz­wer­ti­gen Mög­lich­kei­ten von Android im Unter­neh­mens­ein­satz, was er tref­fend mit „schwer über­schau­ba­rer Android-Zoo” bezeich­net. Prä­zi­se führt er aus: „Will man also die Kom­pa­ti­bi­li­tät von Android-End­ge­rä­ten gewähr­leis­ten, muss man indi­vi­du­ell tes­ten.” So ist es!

So gut der Arti­kel ins­ge­samt ist, so irre­füh­rend ist er beim Umgang mit dem Hype-The­ma Bring Your Own Device (BYOD). Weber über­schreibt den Bereich mit „Siche­rer Con­tai­ner statt siche­rem Gerät” und sug­ge­riert mit dem ein­lei­ten­den Satz „Als ein­fa­cher Aus­weg bie­tet sich ein siche­rer Con­tai­ner an” eine Lösung, die kei­ne Lösung ist. War­um Con­tai­ner kei­ne Lösung sind habe ich im Bei­trag MDM Essen­ti­als — Gefahr für Bring Your Own Device (BYOD) und Con­tai­ner-Kon­zep­te durch Key­log­ger am Bei­spiel von iKey­Mo­ni­tor vor einem Monat dar­ge­stellt. Fai­rer­wei­se muss gesagt wer­den, dass Weber selbst auf einen schwe­ren Man­gel des Con­tai­ner-Kon­zep­tes hin­weist, der es im Kern obso­let macht. Er führt aus: „… Man bohrt immer mehr Löcher in den Con­tai­ner, um die gewünsch­ten Daten zu expo­nie­ren, bis von der Sicher­heit wenig über­bleibt. Hier gibt es kei­ne befrie­di­gen­de Lösung.”

Zusam­men­ge­fasst: Kla­rer Lese­tipp für all die­je­ni­gen, die sich dem The­ma Mobi­le Device Manage­ment leicht ver­ständ­lich und gut erklärt nähern wol­len. Ein Leucht­turm des Computer-Journalismus.

Wenn Sie ande­re Fra­gen zu Mobi­le Device Manage­ment haben — fra­gen Sie uns. Wir haben die Ant­wort — Garan­tiert! Und wenn Sie mei­nen, dass auch ande­re sich für die­sen sehr guten iX-Bei­trag inter­es­sie­ren, emp­feh­len Sie die­sen Bei­trag doch auch Goog­le, Face­book oder Twit­ter weiter.


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