Über­las­tete Mobil­funk­netze – Ein welt­wei­tes Problem

Die Mobil­funk­netze in Deutsch­land sind ein Desas­ter – egal bei wel­chem Car­rier. Vod­a­fone, Tele­kom, o2, E-​Plus – alle lie­fern Schrott, die bei­den Erst­ge­nann­ten las­sen sich den Schrott dann noch mit Pre­mi­um­prei­sen bezah­len. Inso­fern ist UMTS ein Witz und LTE die totale Lach­num­mer. Ein theo­re­ti­sches Kon­strukt, das weit über­wie­gend nicht funktioniert.

Wenn ein Auto­händ­ler – ein von vie­len nicht als beson­ders seriös ange­se­he­ner Berufs­stand – jedes Auto zwei­mal ver­kau­fen würde, würde er regel­mä­ßig vor Gericht ste­hen und von man­chem Kun­den des­sen Miss­fal­len auch noch kör­per­lich mit­ge­teilt erhalten.

Die Car­rier schaf­fen das­selbe pro­blem­los – ohne dass sie vor Gericht gezerrt wer­den kön­nen. In Deutsch­land trägt die Bun­des­netz­agen­tur dafür die Ver­ant­wor­tung, weil sie nicht ein­schrei­tet, wenn die ver­füg­ba­ren Kapa­zi­tä­ten regel­mä­ßig mehr­fach ver­kauft wer­den. Juris­tisch unkun­dige Men­schen nen­nen ein sol­ches Ver­hal­ten ein­fach ‚Betrug’, den aber nie­mand bewei­sen kann – inso­fern kann sich der Kunde auch nicht dage­gen weh­ren. Bewei­sen könnte es die Bun­des­netz­agen­tur, die in die­sem Punkt aber kom­plett ver­sagt. Sie küm­mert sich fast nur um die Preise, was aber weit­ge­hend belang­los ist, wenn das Netz erst gar nicht funktioniert.

Wenn Sie nun glau­ben, dies sei nur in Deutsch­land so, irren Sie gewal­tig. Kun­den­ver­ar­schung ist durch­gän­gi­ges Carrier-​Prinzip – welt­weit. Der­zeit bin ich in den USA und erfreue mich wie­der ein­mal an genauso desas­trö­sen Leis­tun­gen der Car­rier wie in Deutsch­land – aller­dings zu regel­mä­ßig deut­lich höhe­ren Prei­sen. Inso­fern hat die Bun­des­netz­agen­tur wenigs­tens erreicht, dass der Schrott, den die Car­rier lie­fern, weni­ger kostet.

In den USA funk­tio­niert der Mobil­funk eben­falls flä­chen­de­ckend schlecht bis gar nicht – logisch, wenn man die vor­han­dene Band­breite 10x ver­kauft! Auf die­ser Reise habe ich bis­her drei Regio­nen erlebt – eine schlech­ter als die andere! wei­ter­le­sen »

Mobile Erreich­bar­keit? An vie­len Orten der Welt ist das nur Theorie!

Liebe Leser,

Sie haben sich gewun­dert, warum der täg­li­che Arti­kel hier im Blog seit Mon­tag nicht erschien? Die Ant­wort ist ganz ein­fach. Blog­gen ohne Ver­bin­dung zum Inter­net ist extrem schwie­rig! ;-) So habe ich zwar jeden Abend mei­nen täg­li­chen Arti­kel geschrie­ben, konnte ihn aber lei­der nicht ver­öf­fent­li­chen. Das gibt’s nicht? Doch, das gibt’s! Mit­ten in Ame­rika, mit­ten in Florida!

Ich hatte mich ab Sonn­tag in einem Motel am Strand in der Gegend von Bra­den­ton ein­ge­mie­tet, weil ich Ter­mine an der West­küste hatte. Dort gab es, wie an so vie­len ande­ren Orten, natür­lich keine ver­nünf­tige Ver­bin­dung mit T-​Mobile und AT&T, aber das ist in den USA genauso nor­mal wie hier, die Car­rier sind halt lei­der auf der gan­zen Welt schlecht und unzu­ver­läs­sig — viel Geld für wenig Leis­tung ist über­all das Motto. Der Unter­schied zwi­schen Deutsch­land und den USA ist ledig­lich, dass dort die Wer­bung der Car­rier noch pein­li­cher und schril­ler ist.

Alle Car­rier in den USA wer­ben mit 4G-​Geschwindigkeit, bloss habe ich die noch nie real erlebt, das­selbe Desas­ter wie hier­zu­lande mit LTE ist die Regel. In Europa kann man sich häu­fig mit dem Umschal­ten auf EDGE behel­fen, in den USA ist EDGE lei­der auch fast immer grot­ten­lang­sam — wenn über­haupt Daten ankom­men. Inso­fern ist mobi­les Inter­net in den USA lei­der oft nur Theo­rie — genauso wie hierzulande.

Aller­dings kann man sich in Hotels, Bars und Restau­rants fast immer sehr gut auf eine in der Regel bes­sere WiFi-​Infrastruktur als hier­zu­lande ver­las­sen, die auch meis­tens sehr gute Daten­ra­ten bie­tet, Star­bucks ist in der Regel immer ein guter Platz für ent­spann­tes Arbei­ten. Ich hatte nun das Pech, mich für meine letz­ten Tage in einem Hotel ein­ge­bucht zu haben, dass eine fast dau­er­haft tote Inter­net­ver­bin­dung bot und in der Umge­bung auch kein brauch­ba­res offe­nes WiFi-​Netz, was recht sel­ten vor­kommt. Inso­fern hoffte ich von Tag zu Tag, dass meine Beschwer­den hel­fen wür­den, doch dem war nicht so. Außer dem übli­chen „We are so sorry!” pas­sierte nichts. wei­ter­le­sen »

Die Tele­kom hat ihre Pro­zesse durch­gän­gig im Griff — Schlechte Leis­tung für viel Geld klappt auch in den USA!!

Ich bin wie­der ein­mal in den USA, um die Ein­füh­rung neuer datomo-​Produkte vor­zu­be­rei­ten, die wir im zwei­ten Halb­jahr prä­sen­tie­ren wer­den. Dar­über wir heute aber noch nichts ver­ra­ten. Natür­lich braucht man hier auch Mobil­funk. Weil ich den von mir heiß gelieb­ten Netz­be­trei­bern nicht die sit­ten­wid­rig hohen Abzocker-​Roaminggebühren in den Hals werfe, habe ich in vie­len Län­dern, wo ich häu­fi­ger bin, lokale SIM-​Karten, so auch in den USA. Hier mit T-​Mobile USA, da sich die Anbie­ter hier — genauso wie bei uns — im Kern nichts neh­men und T-​Mobile hier Bil­lig­an­bie­ter ist, was für die gebo­tene Leis­tung aller­dings auch immer noch deut­lich zu viel ist.

Ges­tern bei mei­ner Ankunft lud ich mein Konto über die fan­tas­ti­sche Web­seite von T-​Mobile auf. Dies schei­terte wie so häu­fig. Zwar konnte ich auf mei­nem Bank­konto zeit­nah die Abbu­chung sehen, es hatte aber nicht geklappt. Wer Hot­lines und Help­desks in den USA kennt, weiss, dass die meis­ten spie­lend ver­gleich­bare deut­sche Ange­bote noch ein­mal um Licht­jahre in der Service-​Qualität unter­bie­ten. Des­halb freue ich mich immer, wenn ich die Mög­lich­keit zum Chat mit einem Sup­por­ter erhalte — so auch heute mit T-​Mobile:

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MDM Essen­ti­als — Siche­res Mobile Device Manage­ment vor dem Hin­ter­grund des Patriot Act

Ich habe schon in meh­re­ren Bei­trä­gen die­ses Thema behan­delt, unter ande­rem auch im Bei­trag Mobile Device Manage­ment (MDM) – Sicher­heit kann nur aus Europa kom­men. Erfreu­li­cher­weise wird die­ses Thema in den letz­ten Wochen ver­mehrt dis­ku­tiert, bei­spiels­weise in dem guten Bei­trag Ärger um den Patriot Act auf com​pu​ter​wo​che​.de von Joa­chim Hack­mann. Auch diverse Anfra­gen von Lesern des Blogs ver­an­las­sen mich die­ses Thema noch ein­mal als MDM-​Essential zu ver­tie­fen, denn hier­bei han­delt es sich wirk­lich um ein sehr grund­sätz­li­ches Thema, bei dem sehr viele fal­sche Infor­ma­tio­nen gezielt ver­brei­tet werden.

Zur Ein­lei­tung für die­je­ni­gen, die nicht wis­sen, was der Patriot Act ist, habe ich den ent­spre­chen­den Arti­kel auf Wiki­pe­dia ver­linkt. Kurz gesagt: Der Patriot Act wurde unter dem Schock des 11. Sep­tem­ber 2001 durch den Kon­gress geprü­gelt und hat sich zu einer brei­ten Samm­lung von Geset­zen und Ver­ord­nun­gen ent­wi­ckelt. Nie zuvor hat es in den USA eine der­ar­tig weit­ge­hende und tief­grei­fende Aus­he­be­lung der Bür­ger­rechte gege­ben. Der Patriot Act hat die Bür­ger­rechte in den USA in vie­len Berei­chen auf den in einer Bana­nen­re­pu­blik übli­chen Level redu­ziert, inso­fern ist der ame­ri­ka­ni­sche Impe­tus der Welt Demo­kra­tie erklä­ren zu wol­len spä­tes­tens mit dem Patriot Act obso­let gewor­den. Unter­stützt wurde diese Ent­wick­lung will­fäh­rig von deut­schen und euro­päi­schen Poli­ti­kern, besi­pi­els­weise im Zuge der Fluggastdatenübermittlung.

Der Wikipedia-​Artikel weist auf einen für die IT beson­ders gra­vie­ren­den Sach­ver­halt hin:

Die Erfor­der­nis, Rich­ter bei Tele­fon– oder Inter­net­über­wa­chung als Kon­troll­in­stanz ein­zu­set­zen, wurde weit­ge­hend auf­ge­ho­ben, dadurch wer­den die Abhör­rechte des FBI deut­lich erwei­tert. Der zustän­dige Rich­ter muss zwar von einer Über­wa­chung infor­miert wer­den, die­ser ist jedoch ver­pflich­tet, die ent­spre­chende Abhör­ak­tion zu geneh­mi­gen. Tele­fon­ge­sell­schaf­ten und Inter­net­pro­vi­der müs­sen ihre Daten offenlegen.

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Schnel­les Inter­net — Tele­kom lie­fert Qua­li­tät des vori­gen Jahrtausends

Ges­tern abend hatte ich eine sehr inter­es­sante Begeg­nung mit einem Schwei­zer Unter­neh­mens­be­ra­ter. Er war auf der Ver­an­stal­tung „Wer­te­wan­del, Social Media und Poli­tik” mit dem Ham­bur­ger Bür­ger­meis­ter Olaf Scholz gewe­sen, wo Scholz unter ande­rem seine Visio­nen und Pläne für die Ham­bur­ger IT-​Landschaft darstellte.

Mein Gesprächs­part­ner zeigte sich nicht wirk­lich über­zeugt von der Mach­bar­keit und Sinn­haf­tig­keit die­ser Visio­nen und wies nur tro­cken dar­auf hin, dass wir in Deutsch­land beim Inter­net– und Glas­fa­ser­aus­bau für schnel­les Inter­net den Stand eines Ent­wick­lungs­lan­des haben — nahezu jedes euro­päi­sche Land ist bes­ser ent­wi­ckelt — und es vor die­sem Hin­ter­grund nicht wirk­lich über­zeugt — zumal vor dem Hin­ter­grund kom­plett lee­rer Kas­sen! — mil­lio­nen­schwere Inves­ti­ti­ons­pro­gramme zu pla­nen. Jedes Berg­dorf in der Schweiz ist bes­ser ans Inter­net ange­schlos­sen als die Flä­che in Deutschland.

Er schil­derte mir einen wesent­li­chen Unter­schied zwi­schen Deutsch­land und der Schweiz, der mir nicht bekannt war. Wäh­rend in Deutsch­land Poli­tik und Wirt­schaft sym­bio­tisch zusam­men­le­ben — für die Nach­teile ist Wulff nur ein Bei­spiel unter vie­len — sind diese Berei­che in der Schweiz qua Ver­fas­sung getrennt.

Da fiel bei mir der Gro­schen! Ich dachte an die USA, die ich bes­ser als die Schweiz kenne und dachte an unse­ren Anbie­ter Bright­house. Ich poste hier die aktu­elle Preis­liste: wei­ter­le­sen »