Vor einigen Tagen habe ich schon einmal zu diesem Thema geschrieben in dem Beitrag Bring Your Own Device (BYOD) erhöht den Supportaufwand für Mobile Device Management (MDM). Die Resonanz auf den Artikel hat mich überrascht, ich habe einige Mails und zwei Anrufe erhalten, in denen mir Administratoren und Supporter, deren Firmen BYOD-Strategien anwenden oder einführen wollen, ihr Leid klagten. Am meisten hat mich ein Gespräch gestern in meiner Ablehnung von BYOD-Konzepten bestätigt.
Mein Gesprächspartner schilderte mir seine Sicht der Dinge und die Probleme, die BYOD in seinem Unternehmen hervorgerufen hat. Im Einzelnen wies er auf Folgendes hin:
- Zuerst wies er mich auf das Problem hin, dass der benutzte Gerätebestand durch BYOD regelrecht explodiert ist. Nicht nur, dass viele Mitarbeiter jetzt ein Smartphone und ein Tablet benutzen dürfen, hat dies bewirkt. Viele Mitarbeiter wollen (und dürfen) ihr BlackBerry Smartphone von der Firma behalten, weil man darauf viel besser schreiben kann. Sein trockener Kommentar: “Und das soll besser und billiger sein?”
- Man stellte binnen weniger Wochen fest, dass viele von den Mitarbeitern mitgebrachte Geräte von niemandem am Helpdesk gekannt, geschweige denn im Supportfall beherrscht wurden. Mit Erstaunen registrierte man, dass – entgegen der Erwartungen – Windows Phone 7 und Nokia-Geräte mitgebracht wurden, was das MDM-System, für das man sich entschieden hat, nicht vollständig unterstützt.
- Der Schwerpunkt der von den Mitarbeitern mitgebrachten Geräte entfällt auf iOS-Geräte und Android-Geräte von HTC und Samsung.
- Man stellte sehr schnell fest, dass man für das eingesetzte System zum Mobile Device Management im Kern keinen Support erhielt. Supportanfragen zur Einbindung von Geräten konnten vom deutschen Verkaufspartner des Systems nie abschließend beantwortet werden, alle Supportanfragen endeten beim amerikanischen Hersteller, der fast regelmäßig antwortete “Sorry, not supported.” Man hat zwar ein 8/5-SLA, aber das bringt gar nichts. Der trockene Kommentar: “Wir kriegen den Case binnen 4 Stunden eröffnet. Und dann folgt vier Tage Mailpingpong mit Logfiles einsenden. Wir haben noch nie gesagt bekommen: Macht es so und es lief.”
- “Im Kern haben wir nach 2 Wochen kapituliert. Wir sehen nur noch zu, weil wir viele Geräte gar nicht managen können.”
- Die Geräte, die gemanaged werden /wurden, führten zu Beschwerden, weil die Anwender die Einschränkungen wie das Abschalten der AppStores nicht akzeptierten. Insofern wurden die Beschränkungen der Policy sehr schnell wieder gelockert, u.a. weil der Betriebsrat intervenierte.
- Man hatte bei der Auswahl des MDM-Systems auch Systeme mit Container getestet (die Firmen-Inhalte laufen dann in einem Software-Container als paralleles System auf dem Smartphone), allerdings beklagten die Anwender hierbei, dass sie die Orientierung verlieren würden, in welchem Bereich sie gerade wären und dass viele Funktionen des Mobiltelefons damit nicht funktionierten. Insofern entschied man sich für ein anderes MDM-Konzept ohne Container.
- “Wir haben dem Anbieter einfach geglaubt, dass er BYOD kann. Wir hätten vorher testen sollen!”
Das stimmt völlig. Deshalb hat mein Gesprächspartner jetzt auch eine Teststellung von datomo Mobile Device Management. Zuvor habe ich ihn allerdings noch ausführlich auf die vielen anderen mit BYOD verbundenen Nachteile hingewiesen und deutlich herausgestellt, dass datomo MDM – genauso wenig wie alle anderen Anbieter – alle auf dem Markt befindlichen Geräte unterstützen kann und vor diesem Hintergrund Choose Your Own Device (CYOD) das Maximum des aktuell möglichen ist, da man bei einem solchen Konzept vorher mit dem Hersteller des MDM-Systems die Unterstützung von Geräten abklären kann.
Mein Gesprächspartner kommentierte das wie folgt: “Dann ist ja die ganze Werbung, die ich bei Ihren Konkurrenten zu BYOD gelesen habe, Quatsch!”. Ich habe dies nicht kommentiert. Wir sprechen bei Pretioso nie von Konkurrenten, wir sehen nur Marktbegleiter. Gerade amerikanische Lösungen sehen wir nicht als Konkurrenz, weil wir auf Sicherheit Wert legen. Wenn Sie dies auch tun, lesen Sie den Beitrag Mobile Device Management (MDM) – Sicherheit kann nur aus Europa kommen. Oder fragen Sie uns einfach mit Ihrem Anliegen – wir haben die Antwort. Garantiert!
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