Zuletzt war ich im April in den USA, damals stellte ich schon fest, dass man längst nicht mehr so viele BlackBerry-Anwender sah wie bei meinen letzten Besuchen zuvor. Da ich zum Teil immer wieder dieselben Firmen und Plätze besuche, habe ich einen Vergleichsmaßstab.
Dieses Mal bin ich noch mehr erstaunt, an manchen Orten ist mir noch nicht einmal mehr ein Anwender aufgefallen. Insofern habe ich wieder einmal deutliche Zweifel an den Zahlen der Marktforscher, wie ich erst kürzlich mit Bezug auf Android im Artikel iPhone und iPad wachsen weiter – Android ist sogar rückläufig ausgeführt habe. Während man vor 4 Jahren noch glaubte, BlackBerry ist die einzige Smartphone-Marke, wenn man durch die USA fuhr und vor 2 Jahren iPhone und BlackBerry gleichauf wähnte gibt es die Geräte mittlerweile im Straßenbild kaum noch. Und wenn, dann überwiegend bei älteren Menschen.
Überall präsent sind hingegen iPhones – auch sehr viele iPhone 3G und 3GS, die hier offenkundig noch sehr gut verkauft werden – und Androiden, wobei Motorola hier deutlich präsenter ist als in Deutschland. Gestern war ich kurz in einem T-Mobile-Store. Dort standen Mutter und Tochter? zusammen und die Tochter erklärte der Mutter die Vor-und Nachteile der verschiedenen Geräte. Als sie an einem Blackberry ankamen meinte die Tochter nur trocken: “You can’t use it for anything, surfing is a nightmare.” Womit sie leider Recht hat.
Noch besser brachte es diese Woche einer meiner Gesprächspartner, der vor einem Jahr noch überzeugter BlackBerry-Anwender war, auf den Punkt. Er meinte zu mir nur, als ich ihn fragte, warum er gewechselt hat: “It’s cooler visiting the doctor!” Wenn man weiss, dass hierzulande Arztbesuche auf der Popularitätsskala von fast nichts unterboten werden können, versteht man, wo BlackBerry mittlerweile gelandet ist.
Schade, wenn eine einstmals so tolle Firma so abstürzt. Wenn Sie andere Fragen zur Mobility haben – fragen Sie uns. Wir haben die Antwort – Garantiert!
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