Mai182012

MDM Essentials – Sicheres Mobile Device Management vor dem Hintergrund des Patriot Act

Ich habe schon in mehreren Beiträgen dieses Thema behandelt, unter anderem auch im Beitrag Mobile Device Management (MDM) – Sicherheit kann nur aus Europa kommen. Erfreulicherweise wird dieses Thema in den letzten Wochen vermehrt diskutiert, beispielsweise in dem guten Beitrag Ärger um den Patriot Act auf computerwoche.de von Joachim Hackmann. Auch diverse Anfragen von Lesern des Blogs veranlassen mich dieses Thema noch einmal als MDM-Essential zu vertiefen, denn hierbei handelt es sich wirklich um ein sehr grundsätzliches Thema, bei dem sehr viele falsche Informationen gezielt verbreitet werden.

Zur Einleitung für diejenigen, die nicht wissen, was der Patriot Act ist, habe ich den entsprechenden Artikel auf Wikipedia verlinkt. Kurz gesagt: Der Patriot Act wurde unter dem Schock des 11. September 2001 durch den Kongress geprügelt und hat sich zu einer breiten Sammlung von Gesetzen und Verordnungen entwickelt. Nie zuvor hat es in den USA eine derartig weitgehende und tiefgreifende Aushebelung der Bürgerrechte gegeben. Der Patriot Act hat die Bürgerrechte in den USA in vielen Bereichen auf den in einer Bananenrepublik üblichen Level reduziert, insofern ist der amerikanische Impetus der Welt Demokratie erklären zu wollen spätestens mit dem Patriot Act obsolet geworden. Unterstützt wurde diese Entwicklung willfährig von deutschen und europäischen Politikern, besipielsweise im Zuge der Fluggastdatenübermittlung.

Der Wikipedia-Artikel weist auf einen für die IT besonders gravierenden Sachverhalt hin:

Die Erfordernis, Richter bei Telefon- oder Internetüberwachung als Kontrollinstanz einzusetzen, wurde weitgehend aufgehoben, dadurch werden die Abhörrechte des FBI deutlich erweitert. Der zuständige Richter muss zwar von einer Überwachung informiert werden, dieser ist jedoch verpflichtet, die entsprechende Abhöraktion zu genehmigen. Telefongesellschaften und Internetprovider müssen ihre Daten offenlegen.

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Mai172012

MDM Essentials – So sieht Mandantenverwaltung für Mobile Device Management aus

In den letzten Wochen haben mich mehrere Leser gebeten genauer auf das Thema Mandantenverwaltung bei Mobile Device Management einzugehen. Nachdem ich vor zwei Tagen auf die grundsätzlichen Aspekte im Beitrag MDM Essentials – Warum Mobile Device Management für viele Anwender mandantenfähig sein muss eingegangen bin, zeige ich nun heute am Beispiel von datomo Mobile Device Management, wie eine Verwaltung von Mandanten und Organisationen aussehen kann:

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Mai162012

o2 can’t do – Der Mahnbescheid ist da – Geld fordern ohne Leistungserbringung

Wer diesen Blog regelmäßig liest weiß, dass wir letztes Jahr unseren Firmenkundenvertrag mit o2 fristlos zum 31.10.2011 gekündigt haben, weil o2 dauerhaft bei uns am Standort, aber auch an vielen anderen Standorten und im Ausland dauerhaft die geschuldete Leistung nicht erbracht hat. Ich habe dies in diversen Beiträgen hier geschildert, als Ausgangspunkt kann man den Beitrag Wir sind Einzelfall – Update zu unserer Kündigung bei o2 nehmen.

Nach fast 3 Monaten kam nun der Mahnbescheid in dieser Sache heute bei uns an. Natürlich nicht von o2 sondern von einem Inkassodienstleister. Inkassodienstleister mag ich genauso gern wie Abmahnanwälte – “Niemand braucht diese Scheißhausfliegen des Kapitalismus”, wie es ein mit mir befreundeter Unternehmer immer auszudrücken pflegt. Richtig, aber der Rückgriff auf solche “Dienstleister” zeigt gut, für wie bedeutungslos ein Unternehmen seine Kunden hält, dass es noch nicht einmal willens (und in der Lage) ist, die Beitreibung von Forderungen selbst durchzuführen. Uns freut das, zeigt es doch einmal mehr, was für eine unfähige Firma o2 ist. Die können nicht nur professionellen Mobilfunk nicht, die können noch nicht einmal ein Mahnverfahren alleine!  weiterlesen »

Mai152012

MDM Essentials – Warum Mobile Device Management für viele Anwender mandantenfähig sein muss

Die Entscheidung für ein Mobile Device Management-System ist schwierig. In den Unternehmen, die sich mit dieser Entscheidung beschäftigen, muss diese Entscheidung häufig von Mitarbeitern getroffen werden, die von dem völlig neuen Thema MDM noch keine oder nur geringe Kenntnisse haben. Hierdurch werden oft falsche Entscheidungen getroffen – die Situation ist vergleichbar mit dem Umstieg von Mainframe- auf Servertechnik. Ein Zeitenwechsel kündigt sich an, aber die meisten sind für die neuen Aufgaben nicht vorbereitet.

Dies gilt selbstverständlich auch für die Beraterseite. Wenn ich die Kompetenten zähle, die mit dem Thema MDM unterwegs sind, fallen mir nur wenige ein, die meisten sind Verkäufer, die “ihre” Lösung platzieren wollen. Ganz besonders schlimm ist dieses Problem bei den Netzbetreibern. Egal ob Telekom, Vodafone oder o2 (der regelmäßige Leser weiss, dass ich E-Plus nicht als ernstzunehmenden Anbieter betrachte) – alle sind auf den Zug MDM aufgesprungen und schicken ihre mit dem Thema regelmäßig überforderten Firmenkundenbetreuer in die Spur. Ein neuer Strohhalm der Netzbetreiber, der viele frustrierte Kunden zurücklassen wird. “Selbst Schuld” kann man natürlich auch sagen, denn wer kauft seine Bücher beim Schlachter? Kompetenz zum Thema sollte schon vorhanden sein und das war und ist sie derzeit bei den Netzbetreibern nicht.

Die aktuelle High-Noon-Situation beim Thema MDM führt dazu, dass uns jede Woche Anrufe von enttäuschten Anwendern erreichen, die sich regelmäßig schlecht beraten fühlen, wenn sie erst einmal tiefer in das Thema MDM eingestiegen sind. Nach einigen Wochen stellen sie fest, dass das Thema “Mandantenfähigkeit” in der Beratung vergessen oder ausgespart wurde oder, noch schlimmer, einfach falsch erläutert wurde. Wir haben sogar schon die Frage gestellt bekommen, ob es stimmt, dass man MDM-Systeme nicht mandantenfähig auslegen könne und für jeden Mandanten einen neuen Server installieren muss! Das stimmt natürlich nicht, nur sind viele Lösungen am Markt nicht oder nur unzureichend mandantenfähig, was der Anwender erst nach der Inbetriebnahme feststellt. weiterlesen »

Mai142012

Bring Your Own Device (BYOD) erhöht den Supportaufwand für Mobile Device Management (MDM)

Einer unserer Leser schrieb mir vor vier Wochen folgende Mail:

Sehr geehrter Herr Düll,

seit ein paar Wochen lese ich das Blog. Ich habe es auf Google gefunden, weil ich nach bring your own device gesucht habe. Bei uns in der Firma nämlich drehen alle durch wegen dem. Das fing damit an, dass unsere Chefs alle iPhones und Ipads kriegten, weil sie mit Blackberry nicht mehr arbeiten konnten. Dann kam unser Serviceleiter an und wollte für seine Leute Tabletts haben ohne das wir auch nur eine App für den Service haben. Er meinte das wäre besser für seine Jungs wenn die abends im Hotel sind wegen Surfen und so. Ich sagte ihm noch, dass das Blödsinn ist weil die ja alle ein Notebook haben. Aber da können sie nicht so surfen wie sie wollen meinte er, was stimmt, weil wir die Notebooks mit einer Lösung für Endpoint Security managen.

Der Serviceleiter ist ziemlich beliebt bei unserem Geschäftsführer und keiner will sich mit ihm anlegen, deshalb haben jetzt alle Techniker xxx € gekriegt, damit sie sich ein Tablet kaufen können, was ihnen gefällt. Und die SIM-Karte haben sie jetzt auch noch von der Firma gekriegt. Für die Firma wäre es billiger geworden ihnen Videos im Hotel zu bezahlen. Ich wollte die Tabletts für unser Netz sperren, das gab einen Riesenärger. Unser Geschäftsführer sagte zu mir, dass es doch sinnvoll sei wenn die Servicetechniker Ihre Mails vom Tablett machen können, das würden jetzt alle Firmen so machen, die mit der Zeit gehen. Wenn die Techniker mit ihrem Tablett nicht klar kommen, kommen sie zu mir oder rufen mich an. Die haben sich X verschiedene Tabletts gekauft (bei XX Leuten). Als ich denen gesagt habe, das mich das nichts angeht, gab es den nächsten Einlauf und ich wurde gefragt ob ich keinen Spass mehr auf der Arbeit hätte. Als ich meinem Chef sagte, dass ich von den Geräten keine Ahnung habe sagte der mir nur dann lernen sie es. Ich habe aber keines von den Geräten!!! Als ich sagte, dass das so ist, wurden die Geräte ganz schnell gekauft und jetzt soll ich die Geräte so schnell es geht lernen. Vor dem Kauf von den Geräten habe ich meinem Chef gesagt, dass er doch mal das Blog (Anm. KD: Pretioso-Blog) lesen soll damit er sieht dass byod Probleme macht. Hat er nicht, er kennt sich aus hat er gesagt. Jetzt habe ich ihm noch einmal eine Liste gemailt mit drei Firmen für Device Management, damit wir das mal testen können. Er sagte nur, das brauchen wir nicht, weil das mein Job ist. weiterlesen »