Aug012014

Risi­ken des Ama­zon „firePhones“

Am 18 Juni die­sen Jah­res kün­digte Ama­zon ein eige­nes Smart­phone an, das Ama­zon fire­Phone, vor weni­gen Tagen nun, am 25. Juli begann in den USA der Ver­kaufs­start. Die tech­ni­schen Daten unter­schei­den sich nicht nen­nens­wert von denen ande­rer aktu­el­len Smart­pho­nes auf dem Markt, das Betriebs­sys­tem ‘Fire OS’ basiert auf Googles Android mit eini­gen Ein­schrän­kun­gen und einer neuen Benut­zer­ober­flä­che.1 Soweit also nichts, was das fire­Phone von den ande­ren Smart­pho­nes mit modi­fi­zier­tem Android unter­schei­den würde.

Aller­dings han­delt es sich nicht nur um ein wei­te­res Smart­phone, es ist in ers­ter Linie der Ver­such Ama­zons, die Reich­weite ihrer Ver­kaufs­platt­form noch wei­ter zu stei­gern. In der heu­ti­gen Zeit ist wohl kein schnel­le­rer und umfas­sen­de­rer Weg denk­bar den Kun­den zu errei­chen, als das Smart­phone. Die Aus­wahl der vor­in­stal­lier­ten Apps ist ein ers­tes Zei­chen dafür, dass der Benut­zer an Ama­zons Ver­kaufs­platt­form gebun­den wer­den soll: Eine Kindle App für Ama­zons eBooks, eine Audi­ble App für Ama­zons Hör­bü­cher, eine Ama­zon Instant Video App für Ama­zons Video­por­tal, Ama­zon Music für Ama­zons Musik­por­tal, Ama­zon Apps­tore für Ama­zons eige­nen Android Apps­tore und nicht zuletzt eine Shop­ping App für Ama­zon selbst.2

Mit die­sen Apps ist die Inte­gra­tion von Ama­zons Ver­kaufs­platt­form aber noch nicht abge­schlos­sen. Wei­tere Fea­tures sind Ama­zon fire­fly, May­day und die Inte­gra­tion der Ama­zon Cloud. Worum han­delt es sich bei die­sen Fea­tures? Ama­zon fire­fly nutzt die ein­ge­baute Kamera und das Mikro­fon, „to instantly iden­tify and take action on […] Phone num­bers, web, and email addres­ses […] Movies & TV […] Music […]Over 70 mil­lion pro­ducts“3. Die erkann­ten Pro­dukte, seien es Bücher, CDs, Filme, Musik­stü­cke und viele wei­tere nütz­li­che oder weni­ger nütz­li­che Pro­dukte kön­nen, nach­dem sie erkannt wur­den, selbst­ver­ständ­lich sofort per Ama­zon bestellt wer­den. Ama­zon may­day ver­bin­det den Nut­zer per Videochat mit dem Kun­den­dienst.4 Das ist ein wei­te­res Werk­zeug der Kun­den­bin­dung. Die Inte­gra­tion der Ama­zon Cloud ermög­licht den auto­ma­ti­sier­ten Upload aller mit dem fire­Phone erstell­ten Fotos auf die Ser­ver Ama­zons5. wei­ter­le­sen »

Jul312014

Warum will der Kon­zern Ama­zon unsere Daten?

Es ist kein Geheim­nis, dass Daten für Unter­neh­men wie bei­spiels­weise Ama­zon Gold Wert sind. Ins­be­son­dere Daten, die Auf­schlüsse über das Kauf­ver­hal­ten der Kun­den geben. Doch was steckt eigent­lich dahin­ter? Wieso wol­len Unter­neh­men wie Ama­zon so viele Daten wie mög­lich von uns?

Mit Hilfe von Wer­be­psy­cho­lo­gie kann das Unter­neh­men Ein­fluss auf das Kauf­ver­hal­ten und die Kauf­ent­schei­dung des Kun­den aus­üben.1 Im Falle Ama­zons wer­den diese Daten vor allem genutzt, um nut­zer­spe­zi­fi­sche soge­nannte per­so­na­li­sierte Wer­bung zu schal­ten.2 Dies bedeu­tet, dass auf­grund der gesam­mel­ten Daten maß­ge­schnei­dert auf den jewei­li­gen Benut­zer ent­spre­chende Wer­be­an­zei­gen beim Sur­fen auf der Ama­zon web­site geschal­tet wer­den. Hier­für wer­den Nut­zer in Grup­pen ein­ge­teilt, um das ‘Tar­ge­ting‘ (die ziel­grup­pen­ge­naue Ein­blen­dung oder Zusen­dung von Wer­bung)3 vorzunehmen.

Dies erfolgt, indem sich Ama­zon vom Benut­zer bei der Anmel­dung auf der Seite die unein­ge­schränkte Spei­che­rung der Daten zustim­men lässt, was den meis­ten Benut­zern jedoch nicht bewusst ist, da diese Klau­sel meist ver­steckt in ewig lan­gen AGBs liegt. Die Spei­che­rung der Daten erfolgt dann in den USA, wo es kein Daten­schutz­ge­setz gibt.4 Ama­zon spei­chert dadurch ins­be­son­dere, wel­che Sei­ten der Benut­zer sich ansieht und wel­che Such­wör­ter er ein­gibt.5 wei­ter­le­sen »

Jul302014

BYOD — Größte Arti­kel­samm­lung über Bring Your Own Device mit 70 Bei­trä­gen aktua­li­siert — jetzt ein­fach anfordern!

Ein The­men­schwer­punkt in unse­rem Blog liegt u.a. in der Auf­klä­rung rund um das Thema Bring Your Own Device (BYOD). Mit unse­rem Whi­te­pa­per zum Thema BYOD haben wir die Pro­ble­ma­tik von BYOD in Unter­neh­men auf 22 Sei­ten bereits aus­führ­lich dis­ku­tiert und sys­te­ma­tisch auf­ge­ar­bei­tet. Natür­lich ver­wei­sen darin auch auf geeig­nete Stra­te­gien im Umgang mit die­sem Ansatz sowie auf alter­na­tive Konzepte.

Unsere Arti­kel­samm­lung oder auch „Navi­ga­ti­ons­hilfe“ durch die­ses Thema umfasst mitt­ler­weile aktu­ell 70 Bei­träge. Hier­mit wol­len wir inter­es­sier­ten Lesern die BYOD-​Thematik gebün­delt zur Ver­fü­gung stel­len. Natür­lich fin­den Sie jeden ein­zel­nen Arti­kel auch nach wie vor unter dem ent­spre­chen­den Such­wort im Blog.

Diese Samm­lung soll dazu die­nen, spe­zi­elle The­men und Fra­ge­stel­lun­gen rund um das Thema BYOD zu fin­den. Wer mag, kann sich gerne auf allen 135 Sei­ten zu die­sem Thema infor­mie­ren. Wir ver­sen­den diese Arti­kel­samm­lung auf Anfrage als PDF.

Eine Anmer­kung unse­rer­seits: wir wei­sen dar­auf hin, dass wir den Ein­satz von pri­va­ten Gerä­ten im Unter­neh­men weder befür­wor­ten noch die­sen Hype mit unse­rer Samm­lung vor­an­trei­ben wol­len. Im Gegen­teil: Unsere Inten­tion ist es dar­über zu infor­mie­ren, wie ris­kant Bring Your Own Device Kon­zepte für Unter­neh­men sein kön­nen und wel­che unüber­schau­ba­ren Risi­ken sicher­heits­re­le­van­ter, recht­li­cher und per­sön­li­cher Art sie in sich bergen.

wei­ter­le­sen »

Jul282014

Google Glass – Ein Blick in die Zukunft

In die­sem Jahr will Google eine Brille auf den Markt brin­gen, die dem Trä­ger die Augen öffnen soll. Google Glass ist ein Bril­len­ge­stell mit einem Mikro­dis­play, das dem Trä­ger Infor­ma­tio­nen ins Blick­feld sen­det. Das Mikro­dis­play simu­liert ein Bild, das ver­gleich­bar ist mit einem 25-​Zoll-​HD-​Fernseher in 2,4 Metern Ent­fer­nung. Auf die­sem Dis­play kann der Trä­ger der Brille via Smart­phone in der Tasche Daten und Infor­ma­tio­nen auf­ru­fen, her­un­ter– und hoch­la­den. Ohne ein Smart­phone mit der not­wen­di­gen MyGlass-​App ist der Daten­trans­fer nicht mög­lich. Hier­bei muss es sich nicht unbe­dingt um ein Android-​Gerät han­deln; mit iOS-​Geräten funk­tio­niert es auch.

Men­ü­befehle wer­den per Sprach­steue­rung gege­ben, z.B. „Ok, Glass record a video“. Wenn jemand anruft, erscheint auf dem Dis­play ein Foto des Anru­fers – der Ton wurde in der ers­ten Test­ver­sion per die Schwin­gun­gen über den Bügel über­tra­gen, die zweite Test­ver­sion arbei­tet mit abnehm­ba­ren Ohr­hö­rern. Auf Wunsch kön­nen Glä­ser mit Seh­stärke am Gestell ange­bracht wer­den. Gerüch­ten zufolge soll Google ein Patent für eine Laser­tas­ta­tur zuge­spro­chen bekom­men haben. Per Laser wird eine Tas­ta­tur auf die Hand­flä­che pro­ji­ziert, mit der man dann Anrufe ent­ge­gen neh­men oder Nach­rich­ten schrei­ben kann.

wei­ter­le­sen »

Jul172014

Ver­schlüs­se­lung als wirk­same Spionageabwehr!

Das Thema Spio­nage und NSA ist der­zeit in der Presse gerade wie­der sehr prä­sent u.a. bedingt durch die jüngs­ten Spio­na­ge­fälle aus den eige­nen Rei­hen im BND und auch im Ver­tei­di­gungs­mi­nis­te­rium. Der Ruf nach geeig­ne­ten Gegen­maß­nah­men wird zuneh­mend lau­ter, denn deut­sche Schutz­me­cha­nis­men sind wenig wirk­sam bis gar nicht exis­tent. In die­sem Zusam­men­hang wird in der Poli­tik u.a. dar­über dis­ku­tiert, die Spio­na­ge­ab­wehr aus­zu­bauen. Aus einem Kon­zept­pa­pier des Innen­mi­nis­te­ri­ums geht anschei­nend her­vor, dass die Grund­über­wa­chung auch auf „ver­meint­li­che Freunde“ erwei­tert wer­den könnte.

Ob das eine ernst­zu­neh­mende Lösung sei oder nicht sei dahin­ge­stellt. Denn es gibt wesent­lich effek­ti­vere Instru­mente sich schüt­zen als dass die Poli­ti­ker nun die Spio­na­ge­ab­wehr aufrüsten!

Ver­schlüs­se­lung als idea­les Instru­ment zur Selbstverteidigung

Vor dem NSA-​Untersuchungsausschuss haben es kürz­lich die drei deut­schen IT Sicher­heits­ex­per­ten Frank Rie­ger (Chaos Com­pu­ter Club), Michael Waid­ner (Fraun­ho­fer Insti­tut) und San­dro Gay­ken (Tech­no­lo­gie­for­scher) auf den Punkt gebracht: mit flä­chen­de­ckend ange­wand­ter effi­zi­en­ter Ver­schlüs­se­lung könn­ten auch wir uns gegen die Lausch­an­griffe unbe­fug­ter Drit­ter wirk­sam zur Wehr set­zen. Wenn denn nur genü­gend sicher­heits­be­wusste Bür­ger mit­ma­chen wür­den. Und genau da besteht zur­zeit immer noch sehr gro­ßer Auf­klä­rungs­be­darf in unse­rer Gesellschaft.

wei­ter­le­sen »